21. Februar 2021 / 20:41 Uhr

Werder-Trainer Kohfeldt motzt nach Pleite bei Hoffenheim: "Das war kollektiv gar nichts"

Werder-Trainer Kohfeldt motzt nach Pleite bei Hoffenheim: "Das war kollektiv gar nichts"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Florian Kohfeldt war mit der Leistung seiner Mannschaft gegen Hoffenheim überhaupt nicht zufrieden.
Florian Kohfeldt war mit der Leistung seiner Mannschaft gegen Hoffenheim überhaupt nicht zufrieden. © IMAGO/Michael Weber
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Was war denn nur mit den Bremern los? Bei der TSG Hoffenheim zeigte Werder eine erschreckend schwache und harmlose Vorstellung und verlor verdient mit 0:4. Trainer Florian Kohfeldt war mit der Leistung seines Teams überhaupt nicht einverstanden.

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Vier Gegentore, kein Torschuss in der zweiten Halbzeit, teils haarsträubende Abwehrfehler - und das gegen eine Rumpf-Truppe, bei der 13 Spieler fehlten. Werder Bremen hat sich bei der 0:4-Niederlage bei der TSG Hoffenheim blamiert. Ihlas Bebou (26. Minute), Christoph Baumgartner (44.), Munas Dabbur (49.) und Georginio Rutter (90.) vergrößerten mit ihren Toren die Werder-Sorgen. Der Nordklub (Platz zwölf) hat weiterhin nur fünf Punkte Vorsprung auf Relegationsrang 16 und damit im Gegensatz zum Tabellen-Elften aus Hoffenheim Big Points verpasst. Nach Abpfiff ärgerte sich Trainer Florian Kohfeldt maßlos über die Leistung seiner Mannschaft.

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Der 38-Jährige wurde im Sky-Interview deutlich: "Das war kollektiv gar nichts. Das muss ich mir morgen auf Video angucken", so Kohfeldt. Die "Galligkeit" sei überhaupt nicht da gewesen. Er habe von seinen Spielern zudem nicht das Gefühl gehabt, dass sie wirklich in die Zweikämpfe wollten. "Es ist schwer zu erklären. Es hat überhaupt gar nichts funktioniert heute. Wir haben viel zu einfache Gegentore bekommen", kritisierte der Coach - und meinte damit wohl die ersten beiden Tore, als zunächst ein langer Ball und dann ein Alleingang von Baumgartner die komplette Abwehr aushebelte.

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Auch Kohfeldts Spieler legten ihre Finger in die Wunde: "Die ersten zwei Tore waren extrem billig. Das ist uns in dieser Saison noch nicht passiert", sagte Theodor Gebre Selassie. "Das hat unser Spiel zerstört." Teamkollege Ömer Toprak ergänzte: "Es hat nirgends gepasst. Wir haben alles vermissen lassen, was wir in den vergangenen Wochen gezeigt haben." Tatsächlich waren die Bremer historisch schwach. Die Pleite in Hoffenheim war die höchste Saisonpleite für die Bremer, die zuvor in sieben Pflichtspielen in Serie nicht mehr als ein Gegentor kassiert hatten.

Auch offensiv lief gegen Hoffenheim nichts, wie Kohfeldt anmerkte. Sein Team sei "nicht zielstrebig gewesen" und habe den Ball "immer wieder zurückgespielt", motzte der Trainer. "Wir waren zögerlich. Das war nix heute."


Für die Bremer wird es in der kommenden Woche nicht einfacher. Am Freitag empfängt Werder das Team der Stunde, Bayern-Bezwinger Eintracht Frankfurt, zum Freitagsspiel (20.30 Uhr). Kohfeldt, der ein Trainer-Kandidat bei Borussia Mönchengladbach sein soll, hofft auf eine Trendwende: "Ich sag mal so: Wir haben es immer geschafft nach Ausrutschern nach unten eine Reaktion zu zeigen. Das müssen wir auch. Wir spielen mit Eintracht Frankfurt gegen eine sehr sehr gute Mannschaft." Gebre Selassie zeigte sich weniger optimistisch: "Das müssen wir jetzt analysieren. Mit so einer Leistung wird es gegen jeden Gegner extrem kompliziert."