07. März 2021 / 17:24 Uhr

Werder verpasst drei Punkte in Köln: Torwart Pavlenka patzt kurz vor Schluss 

Werder verpasst drei Punkte in Köln: Torwart Pavlenka patzt kurz vor Schluss 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jiri Pavlenka ärgert sich, der 1. FC Köln jubelt. Am Ende gab es die Punkteteilung.
Jiri Pavlenka ärgert sich, der 1. FC Köln jubelt. Am Ende gab es die Punkteteilung. © Getty
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Lange sah der SV Werder Bremen beim 1. FC Köln wie der sichere Sieger aus. Josh Sargent brachte die Bremer, die sich mit drei Punkten einen komfortablen Vorsprung zur Abstiegszone hätten sichern können, in Führung. Dann patzte allerdings Werder-Keeper Jiri Pavlenka - und gab den Sieg aus den Händen. 

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Ein Patzer von Werder Bremens Keeper Jiri Pavlenka hat dem 1. FC Köln im Abstiegskampf der Bundesliga einen wichtigen Punkt beschert. Der Tscheche verursachte mit mangelhaften Durchsetzungsvermögen bei einem hohen Ball den Ausgleichstreffer von Jonas Hector (83. Minute) zum 1:1 (0:0)-Endstand, zuvor waren die Bremer durch ein Kopfball-Tor von Josh Sargent (66.) in Führung gegangen. Durch den Punktgewinn am Sonntagnachmittag vergrößerte die Kölner Mannschaft von Trainer Markus Gisdol den Abstand auf einen direkten Abstiegsplatz auf vier Zähler. Werder hat mit einem Nachholspiel in der Hinterhand (Mittwoch gegen Arminia Bielefeld) nach dem 24. Spieltag neun Zähler Vorsprung auf den Vorletzten aus Bielefeld.

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Bei den Kölnern gab Ex-Nationalspieler Max Meyer sein Startelf-Debüt. In den ersten fünf Bundesliga-Spielen seit seinem Winter-Wechsel von Crystal Palace hatte der 25-Jährige bei drei Einsätzen nur insgesamt 40 von 450 möglichen Minuten auf dem Platz gestanden. Insgesamt wechselte Gisdol im Vergleich zum 1:5 beim FC Bayern in der Vorwoche viermal. Neu dabei waren auch Jan Thielmann, Noah Katterbach und Jannes Horn. Sie ersetzten Sava-Arangel Cestic, Salih Özcan und Emmanuel Dennis, die alle auf der Bank sitzen, sowie den gelbgesperrten Rafael Czichos. Bremens Trainer Florian Kohfeldt nahm nach dem 2:1 gegen Eintracht Frankfurt zwei Änderungen vor. Ludwig Augustinsson und Niclas Füllkrug kamen für Felix Agu und Romano Schmid in die Partie. "Es ging nicht mehr, Niclas Füllkrug zurückzuhalten. Er hat mir in jedem Training gezeigt: Trainer, du musst mich aufstellen", sagte der Werder-Coach.

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Doch so wirklich rechtfertigte kein Akteur auf dem Platz in der ersten Halbzeit seine Aufstellung. Es passierte so gut wie nichts. Die Kölner waren die aktivere Mannschaft - und hatten auch die beste Chance. Ellyes Skhiri kam nach einer Ecke frei zum Kopfball - verpasste aber die Großchance, indem er Werder-Keeper Jiri Pavlenka aus kurzer Distanz anköpfte (20.). Das war es dann aber auch schon an gefährlichen Aktionen. Köln bestimmte das Spiel mit viel Ballbesitz ohne Gefahr zu entwickeln - und Bremen bekam Offensiv nichts auf die Reihe.



Das sollte sich im zweiten Spielabschnitt ändern. Die Kohfeldt-Ansprache in der Kabine dürfte deutlich gewesen sein - denn die Bremer kamen deutlich verbessert aus der Pause. Ludwig Augustinsson scheiterte mit seinem Schuss an Köln-Torwart Timo Horn, der den Flachschuss aus gut 18 Metern mit dem Fuß abwehren konnte (47.). Und die Elf von der Weser drückte weiter - mit Erfolg: Nach einer Flanke von Romano Schmid hatte Stürmer Sargent genug Raum und Zeit, um einen platzierten Kopfball auf das Köln-Tor zu bringen - und der US-Amerikaner traf zum 1:0 (66.). Die Kölner hatten auch danach Mühe mit Werder: Leonardo Bittencourt (68.) per Direktabnahme und Milot Rashica (70.) per Fernschuss vergaben weitere gute Chancen, um die Bremer Führung auszubauen. Köln zeigte sich danach wiedererstarkt - und kam noch zum Ausgleich: Nach einem krassen Fehler von Pavlenka, der im eigenen Strafraum zu unentschlossen in ein Luft-Duell mit Emmanuel Dennis ging, zeigte sich Kapitän Hector als Nutznießer und schob zum Ausgleich ein (83.).