12. Juni 2019 / 11:51 Uhr

Werders Rafael Prudente schockt den MSV Neuruppin (mit Galerie)

Werders Rafael Prudente schockt den MSV Neuruppin (mit Galerie)

Kevin Päplow
Märkische Allgemeine Zeitung
Rafael Prudente (r.) erzielte gegen den MSV Neuruppin gleich drei Treffer.
Rafael Prudente (r.) erzielte gegen den MSV Neuruppin gleich drei Treffer. © Kevin Päplow
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Brandenburgliga: Drei Werder-Tore lassen Ingo Hecht jubeln.

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Werderaner FC - MSV Neuruppin 5:3 (2:2). Tore: 1:0 Mike Weißfuß (5.), 1:1 Oleksandr Stepanyshyn (21.), 1:2 Stepanyshyn (29.), 2:2 Rafael Prudente (44.), 2:3 Kevin Blumenthal (48.), 3:3 Weißfuß (79.), 4:3 Prudente (82.), 5:3 Prudente (84.). Zuschauer: 108.

108 Zuschauer sahen auf dem Arno-Franz-Sportplatz zu Werder ein denkwürdiges Nachholspiel in der Brandenburgliga zwischen dem heimischen WFC und den Gästen aus Neuruppin. Der MSV hätte mit einem Erfolg wieder gleichziehen können mit den Konkurrenten Victoria Seelow und dem 1.FC Frankfurt.

In Bildern: Der Werderaner FC gewinnt gegen den MSV Neuruppin mit 5:3.

Der Werderaner FC (grüne Trikots) gewinnt vor über 100 Zuschauern gegen den MSV Neuruppin mit 5:3. Die Fontanestädter müssen damit eine herbe Niederlage im Kampf um den Aufstieg hinnehmen. Zur Galerie
Der Werderaner FC (grüne Trikots) gewinnt vor über 100 Zuschauern gegen den MSV Neuruppin mit 5:3. Die Fontanestädter müssen damit eine herbe Niederlage im Kampf um den Aufstieg hinnehmen. © Kevin Päplow
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Spielverderber war aber der Werderaner FC, der von der ersten Minute früh störte und wie beim Foulelfmeter von Mike Weißfuß zum 1:0 den Gegner früh anlief (5.). Es brauchte ein wenig bis die Elf aus der Fontanestadt in die Gänge kam, profitierten sie, wie Werder, ebenfalls von einem Foulspiel im Strafraum und auch hier erwies sich der Schütze, Oleksandr Stepanyshyn, als sicher (21.). Stepanyshyn war es auch, der nur acht Minuten später mit einem Gemälde von Schlenzer in den Knick den MSV mit 2:1 in Führung bringen konnte (28.). Geschockt waren die Mannen von Ingo Hecht aber keineswegs, so glich Rafael Prudente noch vor dem Seitenwechsel aus, als er wunderbar von Weißfuß bedient wurde, MSV-Schlussmann Philipp Müller umkurvte und einschob (44.).

Ingo Hecht: "Der MSV dachte nach dem 3:3 wir hören auf"

Mit einem Paukenschlag begann der zweite Durchgang. Zur Verwunderung aller, landete eine flach gespielte Ecke bei Kevin Blumenthal im Zentrum und der schoss aus dem Gewühl zur erneuten Führung des Aufstiegsfavoriten ein (48.). Fortan lief das Geschehen ein wenig vor sich hin, auch weil Neuruppin nicht endgültig die Überzeugung aufwies und den Inselstädtern den Gnadenstoß gab. Werder war also noch im Spiel und sie drehten es. Mike Weißfuß zirkelte einen tollen Freistoß um die Mauer ins kurze Eck zum 3:3-Ausgleich ein und bot den Startschuss einer Werder-Schlussphase, die seines gleichen suchte (79.). "Der MSV dachte nach dem 3:3 wir hören auf. Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft, gerade weil es für uns um nichts mehr ging und wir doch immer trotz der Rückstände an uns glaubten. Nicht zu vergessen ist, dass wir auch schöne Tore erzielten. Das waren ja keine Geschenke. Wir haben heute nicht nachgelassen und genau das war der ausschlaggebende Punkt für den Sieg", stellte Werder-Coach Ingo Hecht nach dem Spiel klar.

Henry Bloch: "Mit derart individuellen Fehlern, kannst du da oben nicht mitspielen"

Rafael Prudente sollte in der Endphase der Begegnung zum gefeierten Helden avancieren. Beim 4:3 bekommt der MSV nach einem Eckball die Kugel nicht geklärt und die zweite Welle flog aus dem Halbfeld wieder in den Strafraum, wo der Angreifer des WFC lauerte und erneut Müller keine Chance ließ (82.). Zu einfach hatte es der ehemalige Stahl-Stürmer bei der Entscheidung zum 5:3. Er musste lediglich per Kopf einen Freistoß von der Mittellinie über Müller in den Kasten der Gäste köpfen und die Prudente-Party war auch dank des passiven Zweikampfverhaltens der Gegenspieler in den entscheidenden Momenten perfekt (84.). So ging auch MSV-Coach Henry Bloch hart mit seinem Team ins Gericht: "Mit derart individuellen Fehlern, kannst du da oben nicht mitspielen. Du darfst hier keine fünf Tore kassieren. Es lag schon sehr an individuellen und katastrophalen Fehlern", bilanzierte Bloch.

Werder will den Spitzenreiter ärgern - Neuruppin empfängt Petershagen-Eggersdorf

"Den wollen wir auch einen mitgeben", antwortete Ingo Hecht auf die Frage ob er auch Victoria Seelow ärgern will. Gespielt wird auf dem Arno-Franz-Sportplatz. Zeitgleich hofft der MSV auf den heutigen Gegner und muss im Volksparkstadion seine Aufgabe gegen den SV Blau-Weiß Petershagen/Eggersdorf erfüllen. Beide Partien finden am 15. Juni um 15Uhr statt

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