12. Mai 2017 / 12:53 Uhr

Werders U23 hat nichts mehr zu verschenken

Werders U23 hat nichts mehr zu verschenken

Stefan Freye
Justin Eilers trifft zum 1:0 gegen Rot-Weiß Erfurt
Justin Eilers (r.) steht mit Werders U23 unter Zugzwang. © Hansepixx
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Will der Drittligist den Abstieg verhindern, muss er seiner Negativserie an den letzten beiden Spieltagen ein Ende setzen

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Es geht eng zu am Tabellenende der 3. Liga, und die Fußballer von Werders U23 befinden sich nach wie vor mittendrin im Geschehen. Sie belegen den ersten Abstiegsplatz, mit 39 Punkten und minus 21 Toren. Sie sind nun seit zehn Spielen ohne Sieg und haben in diesen Partien gerade drei Tore erzielt. Die Bremer befinden sich in einer ausgesprochen schwierigen Situation, und es drängt sich schon die Frage auf: Was spricht vor den Partien beim FSV Frankfurt (Sbd., 13.30 Uhr) und gegen den VfR Aalen noch für den Klassenerhalt?

Eine Antwort fällt relativ leicht: Die Konkurrenz und ihr Restprogramm lassen die Hoffnung auf einen positiven Saisonausgang zu. Die Aufgaben der Mannschaften aus Paderborn (40 Punkte, Tordifferenz -20 ) und Erfurt (41 Punkte, Tordifferenz -17) haben es nämlich in sich. Der direkte Nachbar trifft am Wochenende auf eigenem Platz auf Preußen Münster (8.) und tritt im Saisonfinale beim VfL Osnabrück (6.) an. Paderborn steht also vor zwei Derbys und dürfte weder im einen noch im anderen Fall als Favorit gelten. Es erscheint deshalb sehr fraglich, ob der 17. die gute Bilanz der vergangenen Partien fortsetzen kann – zumal er beim 1:1-Heimremis gegen den FSV Zwickau nach drei Siegen in Folge erstmals ohne dreifachen Punktgewinn blieb am vergangenen Spieltag.

Gar eine 1:4-Heimniederlage gegen Jahn Regensburg musste Rot-Weiß Erfurt zuletzt verkraften. Der 16. geht deshalb mit einer ausgeglichenen Bilanz (1-2-1) an die letzten beiden Aufgaben. Sie führen Erfurt zum Spiel bei Hansa Rostock (14.) und gegen Sonnenhof Großaspach (9.). Auch der zweite Mitbewerber um den Klassenerhalt hat es also nicht gerade leicht. „Ich glaube nicht, dass sie beide jeweils sechs Punkte holen“, sagt Björn Schierenbeck. Der Leiter der U23 weiß allerdings auch, dass die Rettung seiner Mannschaft nicht allein vom Misserfolg der Konkurrenten abhängig ist. Sie setzt schon noch ein paar eigene Erfolge
voraus – und in dieser Hinsicht wird es etwas komplizierter.

Die Negativserie lässt eben keine besonders zuverlässige Prognose zu. Man könnte sogar sagen, es ist eigentlich eher unwahrscheinlich, dass eine seit zehn Spielen sieglose Mannschaft die beiden letzten Partien für sich entscheidet. Das ist Björn Schierenbeck durchaus bewusst. Aber er sieht auch ein paar positive Aspekte, die auf Bremer Seite für Hoffnung sorgen: „In den letzten Wochen waren ordentliche Leistungen dabei, wir müssen sie nur in zählbare Erfolge ummünzen.“

Ein Hinweis, den auch der Trainer aufgreift. „Wenn die letzten Wochen etwas gezeigt haben, dann, dass wir nie die schlechtere Mannschaft waren“, sagt ­Florian Kohfeldt. Er wird die U23 also immer wieder daran erinnern, dass es keinen Grund zur Aufgabe gibt, dass sie nach wie vor an sich glauben soll. „Wir bleiben bei uns“, betont der Coach. Hektik hilft nun nicht weiter. Und dann gibt es ja noch einen Punkt, der auf das Spiel in Frankfurt hoffen lässt.

„Wir können aus dem Vollen schöpfen“, sagt Björn Schierenbeck. Neben Torhüter Michael Zetter werden auch diesmal die Profis Justin Eilers und Ousman Manneh zur Verfügung stehen, Sambou Yatabaré gilt als Option. Auf weitere Spieler aus dem Profikader wird die U23 dagegen nicht setzen können. „Sie haben ja eigene Ziele“, sagt Schierenbeck.

Zudem würde die Spielordnung der 3. Liga die Einsätze von Bundesligaspielern im Saisonfinale sehr einschränken. Deshalb hätten die Verantwortlichen auch „keine Energie verschwendet“. Und der Gegner? Der FSV ist das Schlusslicht der 3. Liga. Er ist nun seit sieben Spielen sieglos, wusste zuletzt aber mit einem 1:1 beim Aufstiegskandidaten in Magdeburg zu überraschen. Björn Schierenbeck ist sich bewusst, dass dieser Gegner nicht so leicht zu knacken sein wird: „Sie verschenken nichts.“ Das sollte die U23 nun auch nicht mehr tun, will sie den Abstieg ais der 3. Liga verhindern.

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