27. April 2018 / 15:43 Uhr

Werders U23 hat noch einen Funken Hoffnung

Werders U23 hat noch einen Funken Hoffnung

Stefan Freye
21.04.2018, Platz 11, Bremen, GER, 3. Liga, Werder Bremen II vs Carl Zeiss Jena, im Bild Thore Jacobsen (Bremen #36), Matthias Kühne / Kuehne (Jena #5)

Foto © CF Photo Art / Frisch
Thore Jacobsen (weiß) und Werders U23 wollen nach der bitteren 2:4-Niederlage gegen Jena (blau) eine Reaktion zeigen. © CF Photo Art
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Mit einem Sieg im Kellerduell bei Rot-Weiß Erfurt will sich die U23 des SV Werder Bremen ihre Restchance auf den Klassenerhalt bewahren - dafür müsste aber ein Drittligist die Lizenz verlieren

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Es geht zum Schlusslicht: Das drittletzte Spiel in der 3. Liga führt die Fußballer von Werders U 23 zu Rot-Weiß Erfurt. Die Partie an diesem Sonntag (14 Uhr) ist damit ein richtiges Kellerduell. Aber die Zeiten, in denen die Mannschaften vom Tabellenende noch Hoffnungen auf eine deutlich bessere Platzierung haben, sind längst vorbei. „Wir wollen unseren Platz halten“, sagt Werder-Trainer Sven Hübscher. Erst in dieser Woche hatte die Bremer U 23 einen Rang gut gemacht. Weil der DFB dem insolventen Chemnitzer FC neun Punkte abzog, kletterten die Bremer auf den 18. Platz, vorbei an den Sachsen. Nun geht es darum, den Vorsprung von drei Punkten zu verteidigen. Da Werder sportlich bereits abgestiegen ist, wird in Richtung der Nichtabstiegsplätze schon längst nicht mehr gerechnet. Aber wer weiß, ob nach Erfurt und Chemnitz nicht weitere Mannschaften von einer Insolvenz betroffen sein werden.

Denn in der 3.  Liga gelten einige Teams als finanziell angeschlagen. So hat der DFB dem FSV Zwickau die Lizenz für die kommende Saison nur mit der Auflage erteilt, eine Summe von 1,4 Millionen Euro nachzuweisen. Das kann gelingen, eine Garantie haben die Zwickauer aber nicht. Es könnte also durchaus sein, dass selbst der erste Abstiegsplatz am Ende doch noch reicht zum Klassenerhalt. „Wir rechnen mit nichts, aber wenn etwas passiert, wollen wir da sein“, sagt Sven Hübscher. Das Spiel in Erfurt ist also wichtig. Verlieren die Bremer, könnte der CFC mit einem Heimsieg gegen Münster schon wieder an ihnen vorbeiziehen. Und weil man in Chemnitz nach wie vor hofft, die Insolvenz in den Griff und eine Lizenz für die neue Saison zu bekommen, könnten dann womöglich die Sachsen von Pech eines weiteren Vereins profitieren.

Aber was macht Hoffnung auf einen Sieg der U 23? Der letzte Auftritt nur bedingt: Beim 2:4 gegen Jena war Werder in der ersten Halbzeit zwar stark aufgetreten und hatte mit 2:0 vorn gelegen. Aber dann folgten ein Einbruch und vier Gegentreffer. Sven Hübscher hält es für „menschlich nachvollziehbar“, dass sein Team sich irgendwann aufgegeben hatte, aber in Erfurt möchte er eine andere Leistung sehen. Zumal er einen Gegner erwartet, der ähnlich wie Jena agiert. „Sie werden versuchen, uns wegzubeißen“, so Hübscher. Sehr körperbetont, zur Not auch mit einer Manndeckung, werde Rot-Weiß Erfurt agieren. Das ist vor allem dann effektiv, wenn die U 23 keine Mittel findet und sich Fehler leistet. Also geht es am Sonntag auch um die Konzentration. Nur eine über 90 Minuten konstante Leistung dürfte den Bremern zum Erfolg verhelfen. Zumal das abgeschlagene Schlusslicht mit einer besonderen Motivation ins Spiel gehen wird. Denn während Werder gegen Jena eine enttäuschende Niederlage kassierte, blamierte sich RWE sogar mit einer 0:6-Heimpleite gegen Großaspach. „Sie werden sicher eine Trotzreaktion zeigen wollen“, sagt Sven Hübscher.

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