29. April 2018 / 19:19 Uhr

Werders U23 nährt nach 3:0-Sieg doch noch die Hoffnung auf den Klassenerhalt

Werders U23 nährt nach 3:0-Sieg doch noch die Hoffnung auf den Klassenerhalt

Stefan Freye
Weser-Kurier
Endlich haben die Fußballer von Werders U23 auch auswärts Grund zum Jubeln. In Erfurt gelang den Bremern der erste Auswärtssieg seit August 2017.
Endlich haben die Fußballer von Werders U23 auch auswärts Grund zum Jubeln. In Erfurt gelang den Bremern der erste Auswärtssieg seit August 2017. © hansepixx.de
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Dieses Spiel lieferte Gesprächsstoff. Beim 3:0 (1:0) bei Rot- Weiß Erfurt landeten die Fußballer von Werders U23 nicht nur den ersten Auswärtssieg seit dem vergangenen August. Sie sicherten sich auch den ersten Abstiegsplatz in der 3. Liga, da angesichts eines Sechs-Punkte-Vorsprungs vor dem Chemnitzer FC (1:2 gegen Münster) nicht mehr viel anbrennen sollte. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt am grünen Tisch, sie lebt also weiter.

Aber das Spiel in Erfurt sorgte noch für die ein oder andere persönliche Geschichte. Etwa die von Jonah Osabutey. Der 19-jährige Stürmer war im letzten Sommer nach einem halben Jahr in der U19 als Hoffnungsträger zur U23 gekommen, litt dann aber monatelang unter Knieproblemen. Gegen Erfurt feierte Osabutey – wie Marco Kaffenberger wenigen Minuten später – also seine Saisonpremiere. Ganze zehn Minuten benötigte der junge Ghanaer anschließend, um für die Entscheidung zu sorgen: Osabutey nahm Erfurts Innenverteidiger Andre Laurito den Ball ab, umkurvte RWE-Keeper Philipp Klewin und schloss zum 2:0 ab.

Später meinte Sven Hübscher, es sei schon etwas Besonderes, „so einen Einstand zu feiern“. Dass der Werder-Coach dabei ausgesprochen zufrieden wirkte, hatte allerdings noch ein paar andere Gründe. Der wichtigste: Der U23 gelang es in Erfurt erstmals seit einigen Wochen, zwei annähernd gute Halbzeiten zu spielen. Das war ja oft das Problem gewesen, auch beim 2:4 gegen Jena am letzten Spieltag. Es lief eine Zeitlang ordentlich, doch dann brach das Team zusammen und verspielte einen Vorsprung. Diesmal vermieden die Bremer einen Leistungsabfall, blieben konzentriert und engagiert.

Allerdings: Ganz so schwer wie mancher Gegner der letzten Wochen machte es das Schlusslicht der U23 nicht, und ein bisschen Dusel hatte der Gast auch. Denn bevor Osabutey für die Erlösung gesorgt hatte – der Leon Jensen wenig später das 3:0 folgen ließ – waren die Erfurter dem Ausgleich schon recht nahe gekommen. So scheiterte Elias Huth (als Philipp Eggersglüß das Abseits aufgehoben hatte) freistehend und aus 14 Metern nur an der Glanzparade von Eric Oelschlägel (72.), und Laurito setzte einen Kopfball ans Lattenkreuz des Bremer Tores (78.). „Da haben wir zweimal Glück gehabt“, so Hübscher.

Der Trainer konnte trotzdem festhalten, dass sich das Team diesmal nicht hatte „wegbeißen“ lassen vom Gegner. Und deshalb ernteten die Bremer in Erfurt auch, was sie in der ersten Halbzeit gesät hatten. Denn vor der Pause war die U23 ganz sicher das bessere Team gewesen.

Mittendrin im Geschehen: Justin Eilers. Der 29-Jährige Werder-Stürmer feierte ja irgendwie auch ein Comeback, nachdem er seit der Winterpause (und der Genesung nach einem Kreuzbandriss) bereits dreimal vorzeitig ausgeschieden war. „Ich bin froh, dass ich erstmals verletzungsfrei geblieben bin“, meinte Eilers zufrieden. Dass er dabei erstmals seit dem Mai 2017 einen Treffer erzielte, machte die Freude komplett – und das war auch eine der zahlreichen Geschichten dieser Partie.

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