20. September 2021 / 10:32 Uhr

Wermsdorf macht gegen Bad Düben das halbe Dutzend voll, Oschatz gegen Krostitz II torlos

Wermsdorf macht gegen Bad Düben das halbe Dutzend voll, Oschatz gegen Krostitz II torlos

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Torreigen nimmt seinen Anfang: Louis Hoffmann (links) erzielt in dieser Szene das 1:0.
Der Torreigen nimmt seinen Anfang: Louis Hoffmann (links) erzielt in dieser Szene das 1:0. © Andre Kamm
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In der Fußball-Nordsachsenliga ist Bad Düben gegen Hubertusburger von Blau-Weiß Wermsdorf chancenlos. Der FSV Oschatz musst mit einer Nullnummer in Krostitz leben.

FSV Blau-Weiß WermsdorfFV Bad Düben 6:0 (3:0). Denny Beckedahl, mit vier Treffern der beste Wermsdorfer in dieser Saison, war nach dem Abpfiff der Heimpartie gegen den FV Bad Düben sehr zufrieden. „Das war ein überzeugender Sieg“, befand der Freistoßspezialist nach dem 6:0-Erfolg der Blau-Weißen. „Alle Mannschaftsteile haben gut gearbeitet. Bad Düben hatte keine Chance und konnte nur in der ersten halben Stunde mithalten. Eigentlich hätten es noch drei Tore mehr für uns sein können.“

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Schlusspunkt zum Spielschluss

Auch Schiedsrichterin Liesa Malina bescheinigte Beckedahl eine gute Leistung, auch wenn die junge Frau an die Wermsdorfer in der Schlussphase noch zwei Gelbe Karten verteilte. „Insgesamt war es ein faires Spiel“, meinte Beckedahl, der diesmal keinen Torerfolg verzeichnete. „Es war für mich wichtig, die Defensivaufgaben gut zu erledigen. Bei sechs Toren muss ich nicht selbst treffen.“ Ein bisschen Pech hatte eigentlich nur FSV-Trainer Dierk Kupfer, der im Urlaub ist und somit das halbe Dutzend Tore seiner Männer verpasste.

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Nach den drei Sonnabend-Spielen konnten sich die Wermsdorfer mit neun Punkten aus drei Spielen erst einmal über Tabellenplatz zwei freuen. Ohne das kurz vor Schluss abgebrochene Heimspiel gegen Oschatz – die Wertung des Sportgerichts des Nordsächsischen Fußballverbandes steht hier immer noch aus – würde Blau-Weiß sogar die Liga anführen. Damals führte Wermsdorf vor 168 Fans schon mit 6:1. Diesmal gingen die Blau-Weißen vor 50 Zuschauern in der 26. Minute durch Louis Hoffmann in Führung, der nach einem schönen Zuspiel zum 1:0 vollendete. Florian Böttger stocherte dann in der 41. Minute den Ball zum 2:0 ins Gästetor, bevor Robby Staude drei Minuten später nach einer herrlichen Kombination den 3:0-Halbzeitstand herstellte.


Nach dem Seitenwechsel dauerte es dann erstmal ein wenig, bis die Hausherren wieder in Torlaune kamen. Erneut Böttger traf nach 67 Minuten per Abstauber zum 4:0. Drei Minuten später tauchte der eingewechselte Ben Dechert frei vor dem Dübener Keeper David Börner auf und erzielte das 5:0. In der Nachspielzeit wurde Dominic Arendt dann im Strafraum der Gäste unsanft gestoppt und verwandelte den folgenden Foulelfmeter gleich selbst zum 6:0 (90+2.). Die letzte Niederlage gegen Bad Düben kassierte Blau-Weiß übrigens am 6. Oktober 2018, als die Gäste mit 3:0 gewinnen konnten. Seitdem gab es fünf Punktspiele mit drei Siegen für Wermsdorf und zwei Unentschieden. Weiter geht es für die Hubertusburger am kommenden Sonnabend um 15 Uhr mit der Auswärtspartie beim SV Süptitz, der ebenfalls in der Nordsachsenliga-Spitzengruppe dabei ist.

FSV Blau-Weiß Wermsdorf: Robyn Staude; D. Weidner (55. Dechert), P. Weidner, Böttger (71. Arendt), Hoffmann, Keller, Münch (67. Kupfer), Springer (82. Siebert), Körner, Robby Staude, Beckedahl.

Nullnummer in Krostitz

FSV Krostitz IIFSV Oschatz 0:0. Bei den Oschatzern ist die Verletztenliste nach wie vor zu lang. „Wir hatten in Krostitz quasi keinen Sturm mehr und müssen mit dem Punkt zufrieden sein“, berichtete Mannschaftsleiter Rainer Schwurack nach dem torlosen Remis bei der Reserve des Landesklässlers. Angreifer Johannes Runge, auf dessen Treffer FSV-Coach Steffen Wiesner vor der Saison gehofft hatte, nahm in Krositz nach Oberschenkelproblemen zwar einen neuen Anlauf – doch schon nach zwölf Minuten musste er wieder vom Platz. Schwurack: „Er hat es versucht, aber es ging leider nicht.“ Oliver Erdmann saß zwar auf der Auswechselbank, laboriert aber ebenfalls an Muskelproblemen herum.

Peter Gärtner – mit vier Saisontoren der zweitbeste Oschatzer Stürmer, „war privat verhindert“, wie Schwurack mitteilte. Und Demba Mbye, der schon fünf Treffer auf seinem Konto hat, fehlte nach seinen zwei Toren zuletzt gegen Spröda ebenfalls ganz. „Ein Familienausflug“, stöhnte Trainer Wiesner beim Blick auf seine Stürmerliste. „Wir hätten trotzdem gewinnen können. „Aber bei den drei großen Chancen von Andreas Frenkel und Ben Queißer stand immer der Krostitzer Torwart im Weg“, bilanzierte Wiesner. Interessant noch ein Blick auf die Statistik. Zuletzt traf Oschatz am 9. Oktober 2010 auf die damalige SpG Krostitz II/Zschortau II und gewann dort mit 3:0. Die beiden in der Nordsachsenliga-Saison 2020/21 angesetzten Spiele wurden beide aufgrund von Corona abgesetzt.

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Immerhin stehen Mbye und Gärtner am nächsten Sonnabend um 15 Uhr beim Heimspiel gegen den SV Roland Belgern wieder im Oschatzer Aufgebot. Ob Philipp Janke, der aufgrund einer Rippenprellung fehlte, dann schon fit ist, wird sich im Verlauf der Woche herausstellen. Belgern gehört übrigens nicht gerade zu den Lieblingsgegnern des FSV. Seit 2016 gab es in sieben Punktspielen sechs Niederlagen und am 2. September 2018 ein 4:4-Unentschieden.

FSV Oschatz: Däbritz; Bojang, Mandel, Da. Baranowski (77. Toska), Pöhlmann, Frenkel, Födisch, Kordyka, Runge (12. Queißer), Schmidt, Siegel.