13. November 2020 / 23:16 Uhr

Timo Werner: Das habe ich bei Chelsea gelernt - und so denkt England über das DFB-Team

Timo Werner: Das habe ich bei Chelsea gelernt - und so denkt England über das DFB-Team

Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Angreifer Timo Werner hat sich nach seinem Wechsel in der Premier League gut eingefunden.
DFB-Angreifer Timo Werner hat sich nach seinem Wechsel in der Premier League gut eingefunden. © imago images/Sven Simon
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Im Sommer wechselte Timo Werner von RB Leipzig zum FC Chelsea und ist dort sofort eingeschlagen. Vor dem für Samstag angesetzten Länderspiel gegen die Ukraine erklärt der Stürmer, wie er sich in der Premier League umstellen musste und was England über die deutsche Nationalmannschaft denkt.

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Er ist wieder zurück in seiner Heimat. "Ich habe mich riesig gefreut, wieder herzukommen. Es war eine schöne, erfolgreiche Zeit in Leipzig. Es kommt mir so vor, als würde ich wieder Hause zu kommen", sagt Nationalstürmer Timo Werner vor dem Länderspiel in der Red Bull Arena in Leipzig gegen die Ukraine, das trotz fünf Corona-Fällen bei den Gästen am Samstagabend (20.45 Uhr/ZDF) stattfindet. Vier Jahre stürmte Werner für RB Leipzig, wechselte dann im Sommer für 53 Millionen Euro zum FC Chelsea.

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Und in der Premier League hat der 24-Jährige voll eingeschlagen. In zwölf Pflichtspielen für die Truppe von Trainer Frank Lampard erzielte der Stürmer acht Treffer und gab drei Vorlagen. "Seine Torquote spricht für ihn. Er ist ein Spieler, der vor dem Tor eiskalt sein kann und erarbeitet sich durch seine Schnelligkeit viele Chancen selbst", lobt Bundestrainer Joachim Löw. Dabei musste sich Werner umstellen, denn in England geh es anders zur Sache. "Ich bin robuster geworden durch die englische Härte", sagt Werner. "Man geht anders in die Zweikämpfe, muss die engen Räume anders wahrnehmen."

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Mit seinen neuen Teamkollegen spricht der Nationalstürmer auch über den deutschen Fußball. Und der ist auf der Insel immer noch hoch angesehen. "Die sehen uns schon als sehr gute Mannschaft mit viel Potential, die man sich gut anschauen kann", sagt Werner. In der neuen Heimat hat er sich unterdessen schon gut eingelebt. Trotz der Corona-Pandemie. "Es ist eine sehr schöne Stadt, in der ich mich sehr wohlfühle. Es ist aktuell sehr leer, man kommt ohne Stau über die Tower Bridge, vor dem Buckingham Palace ist es leer. Ich genieße das ruhige London", erklärt der Stürmer.

Für das Spiel gegen die Ukraine bekam Werner von Bundestrainer Löw eine Startelfgarantie. Mit den Bayern-Stars Serge Gnabry und Leroy Sané wird er den Highspeed-Sturm bilden. "Wir sind sehr, sehr schnell. Ich möchte nicht in der Haut der Mannschaft stecken, die gegen uns spielt", sagt der Stürmer. Sein Ziel für die letzten beiden Ziele in der Nations League (am Dienstag noch in Spanien) ist klar. "Wenn man an so einem Wettbewerb teilnimmt, will man auch gewinnen. Unser Ziel ist es, Erster in der Gruppe zu werden und das Final Four zu bestreiten", sagt Werner.


Die Test-Partie gegen die Tschechen schaute sich der Stürmer übrigens im Fernsehen an. "Es ist schon cool, auch mal zu hören, was die anderen so auf dem Platz sagen oder mal zu hören, wer wen beleidigt. Aber mit Fans und Fangesängen ist das schon was anderes. Es macht einen Unterschied von 50 Prozent vor dem TV aus, ob Zuschauer dabei sind, oder nicht", meint Werner. Am Samstag steht er wieder auf dem Platz - vor leeren Rängen in seiner alten Heimat.