23. September 2022 / 09:05 Uhr

Werner, Rüdiger, Süle und Co.: Für welche DFB-Stars sich der Sommer-Wechsel ausgezahlt hat

Werner, Rüdiger, Süle und Co.: Für welche DFB-Stars sich der Sommer-Wechsel ausgezahlt hat

Heiko Ostendorp und Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Timo Werner, Antonio Rüdiger und Niklas Süle haben im Sommer den Verein gewechselt.
Timo Werner, Antonio Rüdiger und Niklas Süle haben im Sommer den Verein gewechselt. © Getty Images/IMAGO/Uwe Kraft (Montage)
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Einige DFB-Stars haben sich im Sommer-Transferfenster neuen Klubs angeschlossen. Doch nicht alle haben direkt an vorherige Leistungen anknüpfen können. Der SPORTBUZZER macht den Check, für welche Nationalspieler sich der Sommer-Wechsel bezahlt gemacht hat.

Der Prominenteste ist nach seinem Wechsel gut in Form – aber dennoch aktuell nicht bei der Nationalmannschaft dabei: Mario Götze kehrte im Sommer aus Eindhoven zu Eintracht Frankfurt in die Bundesliga zurück. Nicht nur, aber auch, um sich wieder mehr in den Fokus der DFB-Elf zu spielen. "Wir haben seine Leistungen gesehen", sagte Bundestrainer Hansi Flick zuletzt. "Auch er hat noch alle Möglichkeiten, auf den WM-Zug aufzuspringen." Zu den Nations-League-Spielen gegen Ungarn und in England hat es nicht gereicht. Zwei Monate hat Götze noch Zeit sich zu zeigen, bevor der DFB-Tross in die Wüste erst in den Oman und dann nach Katar zur Weltmeisterschaft aufbricht.

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Aber nicht nur Götze, sondern auch einige andere Spieler haben sich einem neuen Klub angeschlossen. Alles für das große Ziel, bei der WM dabei zu sein. Doch läuft es für die Flick-WM-Wechsler bei ihrem neuen Klub wirklich besser? Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), macht den Check.

Timo Werner: Unter Ex-Trainer Thomas Tuchel lief es für den Deutschen in London nicht mehr, einen Stammplatz hatte Werner in Startruppe von Chelsea nicht und wechselte deshalb für 20 Millionen Euro zurück zu Ex-Klub RB Leipzig. Dort traf er direkt bei seinem ersten Einsatz in der Liga gegen Köln. Seit fünf Spielen wartet der 26-Jährige allerdings auf ein weiteres Tor. Immerhin: Zwei Vorlagen stehen zu Buche. Dennoch: Bisher hat sich die Rückkehr zu den zuletzt kriselnden Leipzigern noch nicht ausgezahlt. "Es ist noch nicht 100 Prozent alles gut, auch noch nicht bei mir", erklärte der Stürmer.

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Matthias Ginter: Der Defensiv-Allrounder verließ im Sommer Borussia Mönchengladbach und kehrte zum SC Freiburg zurück, für den er schon in der Jugend spielte. Der Wechsel erwies sich bislang als Volltreffer. Während Ginter zu seiner Gladbacher Zeit von Flick nicht für das DFB-Team nominiert wurde, ist er jetzt das erste Mal wieder dabei. Seine Stärke: Er ist in der Defensive vielseitig einsetzbar und absolut verlässlich. Mit Freiburg spielt er bis hierhin eine starke Saison, in sieben Ligaspielen gelangen ihm sogar schon zwei Treffer.

David Raum: Der Linksverteidiger wechselte vor der Saison für 26 Millionen Euro von der TSG Hoffenheim zu RB Leipzig – das hat sich gelohnt. Raum wurde bei RB sofort Stammspieler und überzeugte bisher. Dazu spielt der 24-Jährige mit Leipzig in der Champions League, was ihn noch mal auf ein anderes Level bringen kann. Auf der linken Seite dürfte Raum im Vergleich zu den Konkurrenten wie Inter Mailands Robin Gosens und Freiburg-Kapitän Christian Günter im Moment die Nase vorn haben.

Thilo Kehrer: Bei Paris Saint-Germain hatte der Verteidiger keine Chance auf Spielzeit und damit wären auch seine Chancen auf eine WM-Teilnahme gesunken. Kehrer wechselte deshalb für zwölf Millionen Euro in die Premier League zu West Ham United – ist dort Stammspieler. "Für die WM war es wichtig, viel zu spielen", sagte Kehrer am Mittwoch – und erklärte auch die Rolle von Flick bei seinem Wechsel: "Natürlich haben wir darüber gesprochen, was wichtig ist in dieser Spielzeit, die mit der WM mitten in der Saison speziell ist. Nach diesem Gespräch bin ich in mich gegangen und habe ich mich für den Wechsel zu West Ham entschieden.“

Antonio Rüdiger: Der kompromisslose Zweikämpfer verließ Chelsea, um sich den Königlichen von Real Madrid anzuschließen. Dort kam er bisher nicht nur auf seiner angestammten Position des Innenverteidigers zum Einsatz sondern auch auf beiden Außenverteidigerpositionen. Rüdiger wäre auch bei Chelsea-Verbleib unter Flick unantastbar gewesen, Real wird ihn als Persönlichkeit aber wohl noch weiter reifen lassen.

Nico Schlotterbeck: Die Abwehrkante wechselte vom SC Freiburg zu Vizemeister Borussia Dortmund und wurde dort sofort Stammspieler – trotz Konkurrenz von Mats Hummels und Niklas Süle. Schlotterbeck besticht durch Zweikampfhärte, Stellungsspiel und Spieleröffnung. Die Teilnahme an der Champions League wird ihn weiter voranbringen.

Niklas Süle: Der Innenverteidiger wechselte vom FC Bayern zum BVB und ist dort Teamkollege von Schlotterbeck – aber bisher läuft es nicht. Von Sportdirektor Sebastian Kehl gab es bereits Kritik an seiner Fitness. In der Liga kam Süle erst vier Mal zum Einsatz, spielte nur eine Partie über 90 Minuten. Sein Wechsel hat sich bisher noch nicht ausgezahlt.