11. Oktober 2020 / 11:23 Uhr

Nach 0:1: Wernsdorf schmeißt den Werderaner FC aus dem Pokal (mit Galerie)

Nach 0:1: Wernsdorf schmeißt den Werderaner FC aus dem Pokal (mit Galerie)

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Wernsdorf-Keeper Rico Prominski (M.) pariert in dieser Szene einen Torschuss von WFC-Torjäger Patrick Richter (l.). 
Wernsdorf-Keeper Rico Prominski (M.) pariert in dieser Szene einen Torschuss von WFC-Torjäger Patrick Richter (l.). 
Anzeige

AOK-Landespokal: Das erste Mal in seiner Vereinsgeschichte steht der SV Frankonia Wernsdorf im Viertelfinale.

Fußball-Brandenburgligist SV Frankonia Wernsdorf ist durch einen knappen 2:1 (0:1)-Erfolg gegen Ligakonkurrent Werderaner FC Viktoria 1920 in das Viertelfinale des Landespokals eingezogen. Mögliche Gegner in der Runde der letzten acht Mannschaften sind die Regionalligisten FC Energie Cottbus, SV Babelsberg 03, FSV Union Fürstenwalde, FSV Luckenwalde, Oberligist Ludwigsfelder FC und die beiden Brandenburgligisten 1. FC Frankfurt und MSV Neuruppin.

Anzeige

„Ich wünsche mir für Viertelfinale erneut ein Heimspiel, am liebsten gegen den Ludwigsfelder FC, gegen den wir im vergangenen Jahr ja schon ein richtig tolles Pokalmatch abgeliefert haben“, sagt Frankonia-Coach Norbert Welzel, der gegen den WFC erst einmal seine drei angeschlagenen Stammspieler Nico Klockzien, Christian Thyron und Gordan Griebsch auf der Bank ließ.

In Bildern: Frankonia Wernsdorf besiegt den Werderaner FC im Landespokal-Achtelfinale.

<b>Frankonia Wernsdorf - Werderaner FC 2:1 (0:1).</b> Tore: 0:1 Patrick Richter (20.), 1:1 Marc Lüdke (60./Strafstoßtor), 2:1 Christian Thyron (75.). Zuschauer: 168. Zur Galerie
Frankonia Wernsdorf - Werderaner FC 2:1 (0:1). Tore: 0:1 Patrick Richter (20.), 1:1 Marc Lüdke (60./Strafstoßtor), 2:1 Christian Thyron (75.). Zuschauer: 168. © Oliver Schwandt

Das Fehlen dieser drei Akteure spiegelte sich auch auf dem Feld wider, denn die Gastgeber fanden vor 168 Zuschauern überhaupt nicht in die Partie. Die ersten 45 Minuten gehörten den spielstarken Gästen, die durch Ramazan Günel (11.) und Patrick Richter (14.) gute Möglichkeiten hatten, doch jedes Mal im stark reagierenden Frankonia-Keeper Rico Prominski ihren Meister fanden. „Bei Rico konnten wir uns bedanken, dass wir nicht mit einem 0:4 in die Halbzeitpause gegangen sind“, lobte Welzel die Leistung seines Schlussmannes. Beim Kopfballtreffer von Richter war Prominski jedoch chancenlos, so dass die Blütenstädter nach 20 Minuten mit 1:0 vorne lagen.

In der Halbzeitpause reagierte Welzel und brachte mit Thyron und Griebsch zwei frische Kräfte in die Partie, die für ordentlich Druck über die Außenbahnen sorgten. Griebsch war es auch, der mit einer scharfen Eingabe von der linken Seite Sturmpartner Roland Richter fütterte, dessen Abschluss jedoch nur wenige Zentimeter über das WFC-Tor ging (47.). Nachdem ein WFC-Spieler den sehr laufstark agierenden Phil Kusche im Strafraum umschubste, hatte der gut leitende Referee Daniel Köppen keine andere Wahl, als auf Elfmeter zu entscheiden. Marc Lüdke ließ sich diese Möglichkeit vom Punkt nicht nehmen und verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:1-Ausgleich (60.).

Eingewechselter Christian Thyron erzielt den 2:1-Siegtreffer

Der Werderaner FC schaffte es danach nicht mehr, an die gute erste Halbzeit anzuknüpfen. Die Hausherren standen deutlich besser und hatten auch Torjäger Patrick Richter gut im Griff. Eine Gemeinschaftsproduktion der eingewechselten Griebsch und Thyron brachte die endgültige Entscheidung. Griebsch setzte sich auf der linken Seite gegen seinen Gegenspieler durch, bediente Thyron, der aus elf Metern mit einem abgefälschten Schuss den 2:1-Siegtreffer markierte (75.).

„Wir müssen im ersten Abschnitt das Ding zumachen, denn wir waren eine Klasse besser. Ich habe meine Jungs in der Pause für ihre Leistung gelobt, aber auch vor Frankonia gewarnt. Wir waren im zweiten Abschnitt trotzdem nicht in der Lage, auf die langen Bälle zu reagieren“, ärgerte sich WFC-Coach Ingo Hecht über die vermeidbare Niederlage in Wernsdorf.


Wernsdorf: Prominski, Bartz, Liedloff, Weisse, Holz (79. Felix), Kusche (90 + 2 Klockzien), Reischert (46. Griebsch), Lüdke (79. Wengler), Milz, Medewitz (46. Thyron), Richter.