29. Januar 2022 / 15:51 Uhr

Wichtiger Sieg im Kellerduell: TSV Havelse gewinnt bei Türkgücü München

Wichtiger Sieg im Kellerduell: TSV Havelse gewinnt bei Türkgücü München

Corinna Melzer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Großer Jubel bei den Havelsern: Im Kellerduell bei Türkgücü München hat der TSV wichtige drei Punkte eingefahren.
Großer Jubel bei den Havelsern: Im Kellerduell bei Türkgücü München hat der TSV wichtige drei Punkte eingefahren. © imago images/kolbert-press
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Diese drei Punkte waren richtig wichtig! Im Kellerduell bei Türkgücü München konnte sich der TSV Havelse mit 1:0 durchsetzen. Nach einer torlosen ersten Halbzeit erzielte Yannik Jaeschke kurz nach der Pause den Siegtreffer. Keeper Norman Quindt zeigte eine glänzende Leistung.

Sie lassen sich nicht unterkriegen: Der TSV Havelse hat am Samstag im Kellerduell bei Türkgücü München wichtige drei Punkte eingefahren. Nach einer torlosen ersten Halbzeit sorgte Yannik Jaeschke für den 1:0-Siegtreffer. Einen großen Anteil am Punktgewinn hatte Torhüter Norman Quindt, der eine richtig starke Leistung gezeigt hat.

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Drei Änderungen in der Startelf

Havelse-Trainer Rüdiger Ziehl schickte eine im Vergleich zum 0:1 gegen Wiesbaden auf drei Positionen veränderte Aufstellung in die Partie. Für Fynn Arkenberg ist Niklas Teichgräber zurück in die Startelf gerückt. Der gesperrte Kianz Froese wurde durch Julius Langfeld ersetzt und Julian Rufidis musste für Deniz Cicek Platz machen.

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Druckvoller Start

Die Gastgeber legten dann gleich los wie die Feuerwehr. Der Druck war deutlich zu spüren und Norman Quindt früh gefragt. Nachdem Sercan Sararer seinen Sturmpartner Albion Vrenezi passgenau bediente, kam dieser völlig freistehend zum Abschluss. Der Havelser Keeper war gerade noch per Fußabwehr zur Stelle (4.). Im Anschluss an eine weitere gute Möglichkeit für Türkgücü kamen dann auch die Gäste erstmals gefährlich vor den Kasten der Münchener.

Lange Bälle auf Langfeld

Völlig alleine vor dem Tor wie kurz zuvor Vrenezi auf der anderen Seite war Havelses Julius Langfeld in Minute sechs, doch auch hier war beim Torhüter Schluss. Danach operierten beide Teams überwiegend mit hohen Bällen in die vorderste Front. Havelse suchte immer wieder Langfeld in der Spitze. Die Marschroute, den wuchtigen Stürmer mit langen Bällen in Szene zu setzen, sorgte immer wieder für Gefahr.

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Auf der Gegenseite brachte die Münchener Offensive um Ex-Bundesliga-Profi Sararer die Hintermannschaft des TSV das eine oder andere Mal durcheinander. Nach einem verlängerten Freistoß aus dem Mittelfeld war es einmal mehr Quindt, der sein Team mit einer hervorragenden Parade vor einem Rückstand bewahrte (17.). Wieder kam Sararer völlig freistehend zum Torschuss.

Probleme bei Standards

Das anfängliche Tempo ist dann verflacht. Beide Mannschaften kamen zwar immer wieder zu Abschlüssen, doch von dem verheißungsvollen Beginn und den drei schnellen Großchancen war nach 20 gespielten Minuten nicht mehr viel zu sehen. Probleme hatten die Garbsener vor allem bei Standards und langen Bällen. Auch die nächste gute Chance für Türkgücü resultierte aus einem ruhenden Ball. Der Kopfball von Paterson Chato war aber kein Problem für den starken Quindt (39.). Zuvor kam Yannik Jaeschke zum Schuss, war aber mit der Hand am Ball und wäre ohnehin am Münchener Keeper gescheitert (33.).

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"Es fehlen dem Spiel die Tore"

"Es fehlen dem Spiel Tore", sagte Matthias Limbach in der Halbzeit. Und damit hatte der Sportliche Leiter der Havelser völlig recht. Lange warten musste er nach der Nullnummer zur Pause aber nicht. Mit seinem fünften Saisontreffer sorgte Jaeschke für die so wichtige Führung (53.). Nach Julius Dükers Flanke von der rechten Seite war der Offensivspieler vor dem Tor mit viel Platz ausgestattet und versenkte seinen Kopfball im rechten Toreck.

München drängte auf die direkte Antwort, doch die Direktabnahme von Andy Irving wurde wieder einmal von Quindt entschärft (62.). Türkgücü drückte Havelse zwar in die Defensive, doch die Verunsicherung nach neun sieglosen Spielen und Gerüchten um eine drohende Insolvenz war den Gastgebern deutlich anzumerken. Wenn es gefährlich wurde, war auf Quindt Verlass. Havelse kämpfte um jeden Ball und ging couragiert in die Zweikämpfe. Den Lohn für eine engagierte Leistung gab es nach 90 Minuten in Form von drei Punkten.

Wichtige drei Punkte

Abschreiben solle man den TSV "auf gar keinen Fall", das hat Linksverteidiger Niklas Teichgräber vor der Partie gesagt. Das Schlusslicht der 3. Liga gibt nicht auf. Nach neun Spielen ohne Sieg waren die drei Punkte in München mehr als wichtig, um den letzten Strohhalm zum Klassenerhalt nicht aus den Händen zu verlieren.

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