07. Januar 2020 / 13:24 Uhr

Der Widerstand des Eckernförder SV ist noch nicht gebrochen

Der Widerstand des Eckernförder SV ist noch nicht gebrochen

Max Brosta
Kieler Nachrichten
Torhüter Torben Christensen, der hier Sieger im Duell mit Türkspor-Angreifer Alban Jasari bleibt, war mit 17 Einsätzen der Dauerbrenner des Eckernförder SV.
Torhüter Torben Christensen, der hier Sieger im Duell mit Türkspor-Angreifer Alban Jasari bleibt, war mit 17 Einsätzen der Dauerbrenner des Eckernförder SV. © Karsten Freese
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Mit Blick auf die Punkteausbeute in der Fußball-Oberliga ist das Hinrundenfazit des Eckernförder SV mit wenigen Worten erzählt. „Das ist schnell erklärt: Natürlich sind wir mit nur einem Zähler nicht zufrieden“, sagt ESV-Coach Maik Haberlag.

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So einfach ist es dann wiederum doch nicht, auch wenn der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz jetzt schon 17 Zähler beträgt. Während also die Ein-Punkt-Ausbeute aus 17 Spielen katastrophal ist, spiegelt sie nicht die oftmals gezeigten Leistungen der Schwarz-Weißen wider. „Das ist schade und das ärgert uns“, betont Haberlag. Sein Team schnupperte häufig am Erfolg, doch die Punkte kassierten die anderen Mannschaften.

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„Es gab viele Spiele, in denen wir nah dran waren, aber wir konnten nie den Schalter umlegen“, so Haberlag. Und so geriet der ESV mehr und mehr in eine Negativspirale, aus der sich die Schwarz-Weißen bislang nicht befreien konnten. Zu oft waren folgende Punkte spielentscheidend: individuelle Unachtsamkeiten in der Defensive, fehlende Durchschlagskraft in der Offensive. „Ich glaube, ein Sieg hätte bei uns vieles bewirken können“, vermutet Haberlag. Doch dazu kam es bislang nicht.

Dennoch findet der ESV-Coach Positives an der Misere. „Alle im Verein zeigen großen Charakter, nach so einer Niederlagenserie immer wieder aufzustehen und Widerstand zu leisten“, lobt er. Es sind die kleinen Dinge, an denen sich die Eckernförder aufrichten. Doch woran fehlt es den Schwarz-Weißen? Seine Spieler sind allesamt „ligatauglich“, so Haberlag. Viele von ihnen hätten sich zudem enorm weiterentwickelt: Julian Zülsdorff zum Beispiel, Leon Knittel, Lars Puphal oder auch Jannes Mohr. „Aber uns fehlt in gewissen Momenten ein Spieler, der noch mehr heraussticht“, weiß der 33-jährige Übungsleiter des ESV. Einer, der die Mannschaft mitziehen kann. So einen vermissen sie am Bystedtredder.



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Also stehen sie weiter einsam am Tabellenende. Das selbsternannte Saisonziel eines einstelligen Tabellenplatzes ist damit in weite Ferne gerückt. Ein einstelliger Tabellenplatz – mutig oder unrealistisch? Mit Blick auf die aktuelle Konstellation wohl eindeutig Letzteres. Selbst der Klassenerhalt ist mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu erreichen. Es geht für die Mannschaft des Eckernförder SV im kommenden Jahr darum, sich anständig aus der Oberliga zu verabschieden, das ein oder andere Team mehr als bisher zu ärgern und sich selbst auch mal für positive Leistungen zu belohnen – und zwar mit mehr als nur einem Punkt.

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