25. August 2020 / 12:30 Uhr

Bericht: Widerstand gegen weniger Europapokalspiele – UEFA-Präsident Ceferin bekommt Gegenwind

Bericht: Widerstand gegen weniger Europapokalspiele – UEFA-Präsident Ceferin bekommt Gegenwind

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In der Debatte um Reformen der Europapokalturniere gibt es für UEFA-Präsident Ceferin nun Gegenwind.
In der Debatte um Reformen der Europapokalturniere gibt es für UEFA-Präsident Ceferin nun Gegenwind. © imago images / HMB-Media / Montage
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In der Debatte um Reformen in Europa- und Champions League hatte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin zuletzt die dauerhafte Einführung von Finalturnieren für möglich erklärt. Dieser Ansatz stößt laut einem Bericht der "Times" nun auf Widerstand.

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Die von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin ins Spiel gebrachte dauerhafte Einführung von Finalturnieren im Europapokal stößt auf Widerstand. Die britische Times zitiert einen Vertreter der einflussreichen Klub-Vereinigung ECA mit den Worten: "Wir wollen mehr Spiele, nicht weniger. Wenn wir die Anzahl der Spiele reduzieren, würde das einen Verlust der Einnahmen bei den Tickets und TV-Rechten bedeuten."

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Ceferin hatte mit Blick auf die Finalturniere der Champions League und Europa League in Lissabon und Nordrhein-Westfalen gesagt, das Format mit einem Duell pro Begegnung ab dem Viertelfinale erscheine "interessanter". Zwar sei es "ziemlich kompliziert, ein Final-8 im Kalender unterzubringen. Aber wir haben gesehen, dass die Menschen spannende Spiele wollen, dass in einem Spiel jedes Team in der Champions League oder Europa League jedes Team schlagen kann." Deshalb werde eine Reform "in Erwägung" gezogen. Der bislang bekannte Modus ist bis 2024 weitgehend festgeschrieben.

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Eine Auswahl der Titelträger in der Champions League: Stefan Effenberg mit dem FC Bayern im Jahr 2001 (l.), Ronaldinho mit dem FC Barcelona im Jahr 2006 und Mohamed Salah mit dem FC Liverpool im Jahr 2019.  Zur Galerie
Eine Auswahl der Titelträger in der Champions League: Stefan Effenberg mit dem FC Bayern im Jahr 2001 (l.), Ronaldinho mit dem FC Barcelona im Jahr 2006 und Mohamed Salah mit dem FC Liverpool im Jahr 2019.  ©

Die maximale Anzahl der Spiele eines Klubs in der Königsklasse liegt normalerweise bei 13, Triple-Gewinner FC Bayern absolvierte in der gerade abgeschlossenen Corona-Saison elf. Inwieweit Ceferin bei seinen Überlegung an einen Ausgleich für die wegfallenden Spiele in der K.o.-Runde - wie beispielsweise die Wiedereinführung einer Zwischenrunde - gedacht hat, ist offen.

Reformen des mit Abstand wertvollsten Klub-Wettbewerbs waren in der Vergangenheit immer wieder ein Streitthema. Wegen der Corona-Krise ruhte die öffentliche Diskussion zuletzt. Die ECA vertritt über 200 Vereine in Europa, darunter alle Top-Klubs.