30. Dezember 2019 / 11:20 Uhr

Wie der PSV Neumünster sein eigenes Turnier gewann und der TS Einfeld die Großen ärgerte

Wie der PSV Neumünster sein eigenes Turnier gewann und der TS Einfeld die Großen ärgerte

Andrè Haase
Kieler Nachrichten
Die Fans des Kreisligisten TS Einfeld präsentierten eine tolle Choreographie beim TyreExpert-Cup.
Die Fans des Kreisligisten TS Einfeld präsentierten eine tolle Choreographie beim TyreExpert-Cup. © Andrè Haase
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Der Fußball-Oberligist PSV Neumünster konnte am Zweiten Weihnachtstag die 41. Stadtmeisterschaft um den TyreExpert-Cup im Finale nach Neunmeterschießen gegen den Landesligisten SV Tungendorf mit 5:3 für sich entscheiden. Dabei glänzte PSV-Keeper Nico Heuer als Neunmeterkiller. Zwei Neunmeter entschärfte der 23-Jährige bravourös. Einen bleibenden Eindruck hinterließ auch der drittplatzierte TS Einfeld samt mitgereister Fans, die die Halle zum Beben brachten.

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PSV Neumünster ohne Punktverlust in der Vorrunde

„Es ist natürlich ein schönes Gefühl, im ersten Jahr als alleiniger Turnierveranstalter, den Pott zu gewinnen“, sagte PSV-Spieler Patrick Fürst, der den abwesenden Cheftrainer Sven Boy somit hervorragend vertrat. „Da wir die Vorrunde ohne Punktverlust überstanden haben, denke ich auch, dass der Turniersieg in Ordnung geht.“ Platz drei ging im Neunmeterschießen an den TS Einfeld, der sich letztendlich mit 5:4 im Duell der beiden Kreisligisten gegen den FC Torpedo 76 Neumünster durchsetzen konnte. In der Gruppe A überraschte der spätere Dritte TS Einfeld mit tollen Auftritten und wies die klassenhöheren VfR Neumünster (Landesliga), TuS Nortorf und die FSG Saxonia (beide Verbandsliga) in die Schranken. Lediglich beim 2:2-Unentschieden im Auftaktspiel gegen den TuS Nortorf ließen die Spieler um TSE-Akteur Patrick Hanka Federn.

Klickt euch hier durch die Fotos vom TyreExpert-Cup 2019:

PSV-Akteur Paul Falk setzt sich gegen die Tungendorfer Kenneth Braasch (li.) und Julien Huber (re.) durch. Zur Galerie
PSV-Akteur Paul Falk setzt sich gegen die Tungendorfer Kenneth Braasch (li.) und Julien Huber (re.) durch. ©

TS Einfeld hat die Großen geärgert

„Wir wollten die Großen ärgern und das ist uns eindrucksvoll gelungen. Was man mit Teamgeist und Willen erreichen kann, hat man heute gesehen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, strahlte Hanka, nachdem die Einfelder die Gruppenphase als Erster abschloss. Ebenfalls einen engagierten Auftritt legten die Taubenträger vom FC Torpedo hin. Mit sieben Punkten wurden sie hinter dem TSE Zweiter in der Gruppe A. Enttäuschend waren hingegen die Auftritte des VfR Neumünster, die sich für die Endrunde nicht qualifizieren konnten. Der PSV Neumünster gewann die Gruppe B mit 12 Punkten aus vier Spielen souverän und wurde so frühzeitig seiner Favoritenrolle gerecht. Nur einen Gegentreffer beim 3:1-Sieg gegen den SV Tungendorf musste PSV-Keeper Nico Heuer hinnehmen. Platz zwei belegte der SV Tungendorf mit sieben Punkten vor dem Verbandsligisten SG Padenstedt. Die Kreisligisten SV Boostedt und der SV Wasbek hatten in dieser starken Gruppe das Nachsehen.

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200 Fans vom TS Einfeld sorgten für tolle Stimmung

Im ersten Halbfinale traf der TS Einfeld auf den SV Tungendorf. SVT-Angreifer Felix Piaskowski erzielte in der 9. Minute die Führung für den diszipliniert spielenden Landesligisten, die Patrick Vornholz postwendend ausglich. „TS Einfeld Ole“ hallte es durch das weite Rund, denn die Holstenhalle hatten die knapp 200 angereisten TSE-Fans in ihrer Hand. Mit der Schlusssirene war es wiederum Felix Piaskowski, der den Einfeldern mit seinem zweiten Treffer alle Träume vom Finale raubte. „Schade, aber was unsere Fans hier geboten haben, war Weltklasse“, sagte Patrick Hanka.

Nico Heuer wurde bester Torwart und Felix Piaskowski Torschützenkönig

Das zweite Halbfinale war spannungsärmer, denn Paul Falk (8.) und Maurice Knutzen (10., 11.) schossen den PSV sicher ins Finale und ließen dem FC Torpedo keine Chance. Als bester Torhüter wurde Nico Heuer vm PSV Neumünster ausgezeichnet, während Felix Piaskowski vom SV Tungendorf mit vier Treffern Torschützenkönig wurde. In einem fairen Turnier musste das Schiedsrichter-Trio um Steffen Brandt, Jörn Göttsch und Alexander Hahn fünf Zeitstrafen aussprechen.