05. Februar 2019 / 16:45 Uhr

Wie der Trainer des VfL Wolfsburg Leipzigs Stürmer-Star entdeckte

Wie der Trainer des VfL Wolfsburg Leipzigs Stürmer-Star entdeckte

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bruno Labbadia machte Timo Werner im August 2013 zum Bundesliga-Spieler
Bruno Labbadia machte Timo Werner im August 2013 zum Bundesliga-Spieler © dpa
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Timo Werner ist der Stürmer-Star von RB Leipzig. Beim DFB-Pokal-Achtelfinale am Mittwoch gegen den VfL Wolfsburg trifft er den Mann wieder, der ihn einst in Stuttgart zum Bundesliga-Spieler gemacht hatte: Bruno Labbadia.

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zum Tor, abschlussstark: Leipzigs Timo Werner gehört zu den Top-Stürmern Deutschlands. Da ist es aus VfL-Sicht nur gut, dass  hinter seinem Einsatz heute (18.30 Uhr) beim Duell gegen Wolfsburg im Pokal-Achtelfinale ein Fragezeichen steht. Der RB-Nationalspieler hat Grippe, wird wohl nur von der Bank kommen können. Das dürfte Bruno Labbadia gefallen, denn der VfL-Trainer weiß, wie gut der 22-Jährige wirklich ist – Labbadia hat ihn einst für die Bundesliga entdeckt.

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In Timo Werners Stürmerauswahl tummeln sich deutsche Größen und internationale Prominenz. ©
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Es war in seiner Zeit als Trainer beim VfB Stuttgart, da ließen Labbadia und sein Co-Trainer Eddy Sözer immer mal wieder Talente vorspielen. Meist leitete Sözer die Einheiten, Labbadia schaute zu. „Nach dem ersten Training mit den Talenten aus der U17, U19 und U23 kam der Eddy zu mir und sagte: ,Da ist jemand, der will einfach nur Tore machen. Wenn wir eine Chance haben, müssen wir den spielen lassen.’ Wir konnten Timo jedoch noch nicht spielen lassen, altersmäßig ging das noch nicht.“

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Werner war damals gerade 16 Jahre alt – und wollte unbedingt den Sprung zu den Profis schaffen. Mit 17 Jahren, vier Monaten und 25 Tagen wurde er dann zum jüngsten Pflichtspiel-Debütanten des VfB. Am 1. August 2013 ließ ihn Labbadia in der Europa-League-Qualifikation beim bulgarischen Klub Botec Plovdiv von der Kette, gut zwei Wochen später feierte Werner seine Bundesliga-Premiere.

Werner zahlte seinem Ex-Trainer dieses Vertrauen mit Leistungen zurück, ist bis heute der jüngste Bundesliga-Torschütze der Stuttgarter, zudem der jüngste Liga-Doppeltorschütze.Top-Klubs wie die Bayern jagen ihn längst. Labbadia: „Timo hat sich toll entwickelt, er hat mit seinem Wechsel zu RB Leipzig den nächsten Sprung in seiner Karriere gemacht.“

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Koen Casteels: Der Torhüter hatte einen ruhigen Arbeitstag. Er leistete sich zwar einen kleinen Patzer beim Lazaro-Freistoß in der ersten Halbzeit, hielt in der Schlussviertelstunde aber mit zwei starken Paraden den VfL-Sieg fest. - Note: 2 ©

Im Sommer 2016 war Werner von den Schwaben zu RB gewechselt, bei denen er Nationalspieler wurde, weil er über eine „enorme Dynamik“ verfüge und zugleich „abschlussstark“ sei, so der VfL-Trainer, der nie aufgehört hat, die Karriere des RB-Knipsers zu verfolgen. „Es ist schön, wenn man sieht, wie sich Spieler entwickelt haben.“Ganz wichtig bei der Entwicklung sei gewesen, dass Werner nach seinem Durchbruch weiter an sich gearbeitet habe. Wie cool Werner vor der Kiste ist, zeigte er beim letzten Wolfsburger Gastspiel in Leipzig. Beim 1:4 traf Werner selbst und bereitete noch einen Treffer vor.

Und wer könnte Wolfsburgs Werner werden? Aktuell ist kein 16- oder 17-Jähriger dicht dran bei den VfL-Profis, doch Labbadia hält die Augen auch hier nach einem „Übertalent wie Timo“ auf, tauscht sich mit U19-Trainer Thomas Reis und U23-Coach Rüdiger Ziehl ständig aus. Der VfL-Cheftrainer: „Es gefällt mir, wie Thomas Reis mit den Spielern umgeht, er sagt ihnen ganz klar: Das habt ihr zu machen.“ Genauso klar sei da Ziehl.

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Mit John Yeboah steht zumindest ein großes Talent vor dem großen Durchbruch. Er durfte bereits zweimal in der Bundesliga ran. Weiter ist da schon Elvis Rexhbecaj, ebenfalls einer aus der eigenen Jugend und aktuell Stammspieler. Labbadia: „Es gilt immer zu beobachten, wer schon die Fähigkeiten hat. Man sieht ja etwa bei Elvis, welchen Weg er bei uns gegangen ist.“

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