05. April 2020 / 13:18 Uhr

Wie ein mexikanischer Taxifahrer: Geschäftsführer Marco Stichnoth erinnert sich an Scorpions-Meisterschaft (Teil 2) 

Wie ein mexikanischer Taxifahrer: Geschäftsführer Marco Stichnoth erinnert sich an Scorpions-Meisterschaft (Teil 2) 

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft durften sich die Scorpions und ihr Geschäftsführer Marco Stichnoth ins Goldene Buch der Stadt Hannover eintragen. Das Schnurrbart-Modell mexikanischer Taxifahrer war zu diesem Zeitpunkt schon wieder obsolet.  
Nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft durften sich die Scorpions und ihr Geschäftsführer Marco Stichnoth ins Goldene Buch der Stadt Hannover eintragen. Das Schnurrbart-Modell "mexikanischer Taxifahrer" war zu diesem Zeitpunkt schon wieder obsolet.   © Ulrich zur Nieden/privat
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Der 25. April 2010 – die Hannover Scorpions werden unter Trainerlegende Hans Zach sensationell deutscher Meister. Zehn Jahre später blicken wir in einer Serie auf diesen historischen Triumph zurück. Als nächster im Fokus: Geschäftsführer Marco Stichnoth. 

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Viele Anekdoten und Geschichten prägten die Meistersaison der Scorpions. Marco Stichnoth erinnert sich an …

… die frisierte Zuschauerzahl: Die Scorpions schwammen im Frühjahr 2010 auf der Erfolgswelle, dagegen taumelte Hannover 96 dem Abstieg entgegen. In allen sieben Play-off-Heimspielen endete die Zuschauerzahl, egal wie viele Besucher wirklich in der Tui-Arena waren, auf -96. „Damit wollten wir unsere Verbundenheit ausdrücken.“ Der damalige 96-Trainer Mirko Slomka rief Stichnoth an. „Er hatte mich während der regulären Saison gefragt, ob die Mannschaft ein Spiel besuchen darf – um zu sehen, wie man richtig kämpft.“

Die Bilder der Derbys zwischen den Indians und Scorpions:

Derby im Stadion am Pferderturm vom 16. Februar 2018: Brian Gibbons (Scorpions) guckt nicht begeistert, dahinter jubelt die torhungrige Mannschaft der Indians. Zur Galerie
Derby im Stadion am Pferderturm vom 16. Februar 2018: Brian Gibbons (Scorpions) guckt nicht begeistert, dahinter jubelt die torhungrige Mannschaft der Indians. ©

… andere Gesichtsmode: Auf den offiziellen Bildern nach der Pokalübergabe sind zwar auch die klassischen Play-off-Bärte zu sehen – aber eben auch der eine oder andere Schnurrbart. Unter anderem auch bei Stichnoth. „Da waren wir abergläubisch, weil wir in den Vorjahren keinen Erfolg hatten. Einige haben sich dann für das Modell des mexikanischen Taxifahrers entschieden.“

Mehr aus der Meisterschafts-Serie

… die Verwechslung mit dem Goldschmied: Der frühere Torhüter Trevor Kidd benötigte eine neue Uhr. „Er hat mich dann gefragt, welchen Rabatt er über mich bekommt.“ Die Verwechslung klärte sich auf, der Keeper hatte in der Innenstadt den Juwelier Stichnoth entdeckt – weder verwandt noch verschwägert mit dem Eishockey-Geschäftsführer. „Ich musste Trevor dann mitteilen, dass ich leider nicht der Goldschmied bin.“