01. April 2020 / 19:00 Uhr

Wie geht's im Fußball weiter? "Werden nicht alle zufriedenstellen können"

Wie geht's im Fußball weiter? "Werden nicht alle zufriedenstellen können"

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
sd
Überlegungen laufen: Die NFV-Kreise Gifhorn und Wolfsburg beraten über die Zukunft nach der Corona-Krise.
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Wie soll es nach der Corona-Krise im Amateur-Fußball weitergehen? Darüber kann seit Dienstagabend in einer Sportbuzzer-Umfrage abgestimmt werden. Und die Tendenz ist eindeutig: Die Mehrheit spricht sich dafür aus, die Ligen aufzustocken - es kann aber nach wie vor gevotet werden. In den NFV-Kreisen Gifhorn und Wolfsburg grübeln die Verantwortlichen.

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Die Corona-Pandemie bringt den Sportbetrieb in diesen Wochen zum Erliegen. Auch im Amateur-Fußball geht derzeit gar nichts mehr. Bis zum 19. April wird mindestens pausiert. Wie es danach weitergeht, ist unklar. Fakt ist: Bis zu dem Zeitpunkt werden auch in den NFV-Kreisen Gifhorn und Wolfsburg etliche Partien ausgefallen sein. Nur wie schafft man es, eine für möglichst alle Vereine sportlich faire Lösung zu schaffen? Gar nicht, glaubt zumindest Sven Bärensprung, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im NFV-Kreis Gifhorn: "Wie auch immer eine Entscheidung lauten mag, sie wird in keiner Variante alle zufriedenstellen können." Dem schließt sich auch Stefan Pinelli, Vorsitzender des NFV-Kreises Wolfsburg, an: "Was wir als fair empfinden, wird nicht zwingend von allen als fair empfunden."

Mehrere Szenarien sind denkbar: Die Spiele könnten beispielsweise nachgeholt werden. Oder die Verantwortlichen brechen die Saison ab und werten den Ist-Stand oder die Hinrundentabelle, um Auf- und Absteiger ermitteln zu können. Oder die Spielzeit wird komplett annulliert. Eine weitere Möglichkeit ist es, nur Mannschaften auf-, aber keine absteigen zu lassen. Dann müssten die Ligen in der neuen Saison vergrößert werden, in der darauffolgenden Spielzeit gäbe es dafür mehr Absteiger. Letztere Variante findet in der Umfrage bisher den größten Zuspruch. Von den rund 900 Stimmen gingen die meisten dahin, die Ligen aufzustocken. Die Möglichkeit, die Saison ohne Auf- und Absteiger zu annullieren steht auf Rang zwei. Den Ist-Stand zu werten kommt für die Wenigsten infrage. Die Abstimmung läuft aber noch!

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Gedanken über die Zukunft machen sich die Verantwortlichen in beiden Kreisen, wenngleich Pinelli betont: "Das ist gerade schlichtweg unwichtig. Wir sollten erst mal schauen, dass wir alle gesund bleiben." Vor allem gehe es bei der Entscheidungsfindung um die Frage, wie es mit Auf- und Abstiegen ausschaut. Pinelli: "Da brauchen wir viel Fantasie und Einfühlungsvermögen. Das Schmerzvollste werden die enttäuschten Erwartungen sein."

Bei den Fans gehen die Meinungen auseinander. Denis Mora Morcillo kommentierte bei Facebook: "Es gibt nicht einen einzigen Grund, um nicht einfach dann da weiterzumachen, wo man aufgehört hat!." Anders sieht es Michael Jaeger, er würde nur die Hälfte der Saison werten: "Fehlende Nachholspiele der Hinrunde könnten ja noch bis zum 30. Juni ohne Termindruck nachgeholt werden. So hätten wir immerhin eine sportliche Entscheidung."

Eine Lösung gibt's auch in Gifhorn noch nicht. Allerdings betont Bärensprung: "Zu der angestoßenen Debatte möchten wir uns vom NFV-Kreis Gifhorn klar für ein einheitliches Vorgehen im ganzen NFV-Gebiet (von der Oberliga bis zur 3. Kreisklasse) aussprechen." Zudem sei es wichtig, dass es Vorgabe seitens der hauptamtlichen Verantwortlichen gibt. "Es kann und darf nicht sein, dass unsere ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Ende mit diesen Entscheidungen und Szenarien allein gelassen werden", so Bärensprung.

Zur Umfrage: Hier klicken!

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