14. Mai 2019 / 18:45 Uhr

Wie vor elf Jahren: Am Samstag kann sich für den VfL Wolfsburg Geschichte wiederholen

Wie vor elf Jahren: Am Samstag kann sich für den VfL Wolfsburg Geschichte wiederholen

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Knaller! Der ehemalige VfL-Linksverteidiger Marcel Schäfer (l.) erzielte im Mai 2008 das zwischenzeitliche 3:1 beim 4:2 der Wolfsburger in Dortmund, was am Ende dafür sorgte, dass der Klub den Sprung in den UEFA-Cup schaffte. Am Samstag gegen Augsburg kann der VfL auf Europas Fußballbühne zurückkehren.
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Schafft der VfL Wolfsburg es nach zwei Fast-Abstiegen in dieser Saison nach Europa? So wie im Mai 2008 - einer der Wolfsburger Verantwortlichen kann sich noch bestens an das packende Saisonfinale von damals erinnern...

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Es war emotional! Es war sensationell! Am 17. Mai 2008 hatte der VfL zum zweiten Mal nach 1999 den Sprung ins europäische Geschäft geschafft – dank eines überzeugenden 4:2-Sieges bei Borussia Dortmund hatte der Wolfsburger Fußball-Bundesligist im Saisonfinale Konkurrent Bayer Leverkusen (verlor zu Hause 0:1 gegen Bremen) noch überholt und war von Rang sechs (der reichte damals noch nicht für Europa) auf Platz fünf gestürmt. Elf Jahre später hat der VfL wieder ein heißes Saisonfinale vor der Brust, gegen den FC Augsburg am Samstag(15.30 Uhr) geht’s wie damals um Europa.

Sascha Riether, Marcelinho, Marcel Schäfer und Grafite hießen 2008 die Wolfsburger Tor-Helden – bis auf Schäfer ist keiner mehr von ihnen beim VfL, der ehemalige Top-Linksverteidiger jedoch ist seit Sommer Sportdirektor in Wolfsburg und erinnert sich noch bestens an dieses furiose Saisonfinale. „Das war ein Super-Fußballspiel, zudem habe ich aus Versehen ein Tor gemacht“, sagt Schäfer schmunzelnd. Ein tolles Tor – und so fiel es: Schäfer auf Grafite, der zurück auf Schäfer – und der damals torgefährlichste Linksverteidiger der Liga haute den Ball aus 25 Metern rein! 4000 VfL-Fans feierten in Dortmund den Einzug nach Europa. „Das war etwas Außergewöhnliches damals“, schwärmt Schäfer. „Das war einfach ein richtig toller Saisonabschluss, an den ich mich gern erinnere und der für viele Emotionen gesorgt hat.“

"Zwei Jahre, die mehr als bescheiden waren"

Am Samstag gegen Augsburg will der VfL nun wieder nach Europa – mit einem Sieg ist er sicher dabei, aber als Tabellensiebter müsste Wolfsburg Quali-Spiele für die Europa League absolvieren, wäre als Sechster oder gar Fünfter dagegen direkt qualifiziert. Heißt: Der VfL müsste am letzten Spieltag Frankfurt (Sechster, bei den Bayern) oder Leverkusen (Fünfter, in Berlin) überholen. Machbar, trotz der 0:3-Niederlage am Samstag in Stuttgart, bei der kein VfLer Normalform hatte.

In den Spielen zuvor jedoch überzeugten Josuha Guilavogui und Co. und machten aus einem Relegations-Teilnehmer einen Europa-Anwärter, der nun eine so nicht zu erwartende Spielzeit krönen kann. „Unser Ziel war es, eine solide Saison zu spielen – das ist uns mehr als gelungen“, sagt der VfL-Sportdirektor und fügt hinzu: „Jetzt haben wir die große Chance auf einen europäischen Wettbewerb – und so sollten wir das alle auch sehen. Dass das so kommt, war im vergangenen Sommer nicht zu erwarten, weil man einfach zwei Jahre hatte, die mehr als bescheiden waren.“ Zwei Jahre mit zwei Fast-Abstiegen.

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Ein bisschen erinnert die jüngste VfL-Vergangenheit an die vor der Saison 2007/08 mit dem Finale in Dortmund, weil die Wolfsburger in den beiden Jahren davor ebenfalls fast abgestiegen wären: 2006 hatte es erst am letzten Spieltag gegen Kaiserslautern die Rettung gegeben, ein Jahr später am vorletzten in Aachen – und wiederum ein Jahr später dann dieses Europa-Ende. Jetzt kann sich Geschichte wiederholen. Schäfer: „Unsere Spieler sollen dieses Spiel als riesengroße Chance sehen und sollen furchtlos in diese Partie gehen – die Jungs sollen sich einfach dafür belohnen, wofür sie das ganze Jahr gearbeitet habe.“ So wie damals im Mai 2008...

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