20. November 2020 / 10:08 Uhr

Wie weiter für die Kicker im Muldental? „Hinten heraus könnte es eng werden“

Wie weiter für die Kicker im Muldental? „Hinten heraus könnte es eng werden“

Roger Dietze
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Am ersten Dezember-Wochenende kann hoffentlich wieder in den Liga-Alltag gestartet werden. © Christian Modla
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Der Präsident des Fußballverbandes Muldental/Leipziger Land, Harald Sather, hofft auf einen Neustart im Dezember, bleibt aber skeptisch. Die Saison auf eine Halbserie zu verkürzen, ist eine Möglichkeit, die momentan noch aufgespart wird.

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Muldental/Leipziger Land. Die Zeit wird knapp. „Wir hoffen, am ersten Dezember-Wochenende den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können, nehmen aber zur Kenntnis, dass sich die allgemeine Corona-Situation eher zuspitzt als entspannt“, gibt sich der Präsident des Fußballverbandes Muldental/Leipziger Land, Harald Sather, keinen Illusionen hin. Zwar habe der sächsische Fußballverband Ministerpräsident Kretschmer einen Brief mit der Bitte um Wiederaufnahme des Spiel- und Trainingsbetriebes in den Freiluftsportarten zukommen lassen, ob dieser aber unter den gegebenen Umständen etwas bewirken werde, sei völlig ungewiss.

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„Wenn wir im Dezember keine drei Spieltage absolvieren können, dann wird es hinten heraus ganz eng“, gibt Sather zu bedenken. Denn insgesamt sieben Spieltage aufzuholen, sei nur bei optimalen meteorologischen Bedingungen im Januar und Februar möglich. „Schneien darf es allerdings nicht, wir könnten für diesen Fall noch nicht einmal unseren neuen Rasenplatz in Grimma nutzen, weil dieser aus Garantiegründen noch nicht beräumt werden kann“, sagt Sather.

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Das Spielen nur einer Halbserie sei zwar eine grundsätzliche Möglichkeit, um die Saison zu retten, diese würde in einem solchen Fall allerdings sehr kurz werden. In der für den Fußball schönsten Jahreszeit würde der Ball daher schon wieder ruhen.

Fit halten im privaten Umfeld

„Wir stehen mit den Vereinen im engen Kontakt und haben sie gebeten, sich auf einen Neustart im Dezember einzustellen“, so der einstige FIFA-Schiedsrichterassistent. Denn nach dem ersten Lockdown im Frühjahr habe man die Erfahrung gemacht, dass die Vereine nur unzureichend auf den Neustart vorbereitet waren. „Bei dem einen lief das Wasser im Vereinshaus noch nicht, bei einem anderen war der Rasen noch nicht hergerichtet“, plaudert Sather aus dem Nähkästchen.

Auch das im Frühjahr oft vernommene Argument, die Spieler könnten nicht von jetzt auf gleich in den Spielbetrieb einsteigen, hält der Fußballverbands-Präsident für kein schlüssiges Argument. „Abgesehen davon, dass sich jeder im privaten Umfeld zumindest ein wenig fit halten kann, denke ich, dass es für Spieler auf der Ebene des Kreisfußballs auch möglich sein sollte, sich mit ein bis zwei Trainingseinheiten in die Lage zu versetzen, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen.“