06. Januar 2022 / 17:49 Uhr

Wieder Corona! Handball-Recke Lesjak bangt um die EM

Wieder Corona! Handball-Recke Lesjak bangt um die EM

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Er kann es nicht fassen: Recken-Torwart Urban Lesjak, hier am Boden gegen Göppingen kurz vor Weihnachten, hat zum zweiten Mal Corona. Das könnte Probleme geben für seine EM-Teilnahme.
Er kann es nicht fassen: Recken-Torwart Urban Lesjak, hier am Boden gegen Göppingen kurz vor Weihnachten, hat zum zweiten Mal Corona. Das könnte Probleme geben für seine EM-Teilnahme. © Florian Petrow
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Urban Lesjak hat schon wieder Corona. Für den Recken-Torwart ist es die zweite Infektion mit dem Virus, diesmal sogar mit Symptomen. Jetzt wackelt auch seine Teilnahme an der anstehenden Europameisterschaft. Doch eine aktualisierte Quarantäne-Regel des europäischen Verbandes EHF gibt neue Hoffnung.

Urban Lesjak hatte eine entspannte Zeit. Nach dem Bundesliga-Sieg der Recken bei den Rhein-Neckar Löwen am 27. Dezember fuhr er in seine Heimat Slowenien. Mit den Kindern machte er einen Schneeausflug in die Berge. Den Jahreswechsel erlebte er unbeschwert. Am 2. Januar, vor dem EM-Vorbereitungsstart mit der slowenischen Nationalmannschaft, kam der Schock: ein positiver Corona-Test. Lesjak wurde umgehend isoliert und von der Mannschaft ferngehalten.

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Kein Kontakt zu Teamkollegen

„Es gab keinen Kontakt mit dem Team. Das war alles gut organisiert“, betont Lesjak. Dennoch: Ein weiterer Schnelltest und ein PCR-Test bestätigten das erste Ergebnis. Lesjak konnte es kaum glauben – schon wieder Corona. Der Torwart der TSV Hannover-Burgdorf hatte sich schon Anfang des Frühjahrs mit dem Virus angesteckt. Damals blieb er symptomfrei. Im September wurde er geimpft. Jetzt ist er schon wieder erkrankt – diesmal nicht beschwerdefrei. „Am Tag nach dem ersten Test ging es los. Ich hatte 24 Stunden Symptome einer normalen Grippe, dazu Kopf- und Rückenschmerzen“, schildert Lesjak. Mittlerweile geht es dem 31-Jährigen aber wieder gut. Er kann sich nicht erklären, wo er sich angesteckt haben könnte. „Noch in Hannover oder hier in Slowenien – ich weiß es nicht.“

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Neue Hoffnung für die EM-Teilnahme

Den Humor hat er nicht verloren. „Es war ein unschlagbares Angebot, da habe ich noch mal zugeschlagen und es gekauft“, flachst Lesjak mit Blick auf das ungebetene Virus, dass sich jetzt erneut in seinem Körper breitgemacht hat. Die sportliche Situation ist jedoch ernst. Lesjak droht wegen der Quarantäne die EM in Ungarn und der Slowakei zu verpassen, die am 13. Januar losgeht. Bis gestern galt die Regelung des europäischen Verbandes EHF, dass die Spieler frühestens nach 14 Tagen nach einem positiven Test wieder eingreifen können. Das wäre für Lesjak das praktische EM-Aus gewesen.


Aufgrund der Flut von positiven Fällen in den letzten Tagen und dem Druck der nationalen Verbände hat die EHF jedoch noch gestern kurzfristig die Quarantäne verkürzt auf nun nur noch fünf Tage. Lesjak kann sich also schon ab heute wieder freitesten. Er benötigt dafür zwei negative PCR-Tests. Anfang kommender Woche fährt das slowenische Team nach Ungarn. Lesjak will dabei sein. Eigentlich galt er zusammen mit Göppingens Urh Kastelic als gesetztes Duo. Im Kader stehen aber auch Joze Baznik und Aljaz Panj­tar, die von Lesjaks Abwesenheit profitieren konnten. Der Trainer kann aber wohl nur drei Torhüter mitnehmen. EM-Gewissheit hat Lesjak also erst nach dem Wochenende.

Diese Recken starten auch bei der EM

Weitere Recken-Spieler bei der EM sind Johan Hansen (Dänemark), Ivan Martinovic (Kroatien) und Filip Kuzmanovski (Nordmazedonien). Jonathan Edvardsson (Schweden) steht auf Abruf bereit.