13. Mai 2019 / 16:40 Uhr

Wieder ein Neustart: Absteiger 1. FC Magdeburg vor personellem Umbruch

Wieder ein Neustart: Absteiger 1. FC Magdeburg vor personellem Umbruch

dpa
12.05.2019, Berlin: Fußball: 2. Bundesliga, 1. FC Union Berlin - 1. FC Magdeburg, 33. Spieltag. Unions Manuel Schmiedebach (2.v.r.) und Magdeburgs Tobias Müller (r) im Zweikampf. Foto: Jörg Carstensen/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Nach der 0:3-Niederlage bei Union Berlin steht der 1. FC Magdeburg als Absteiger fest. Nun steht der Verein vor einem personellen Umbruch. © dpa
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Nach dem Drittliga-Aufstieg 2015 und dem Sprung ins Unterhaus 2018 steht der FCM wieder vor einem Neuanfang. Die Zeit drängt: die halbe Mannschaft ist vertragslos, auch der Trainer. Die finanziellen Möglichkeiten in Liga drei sind deutlich geschrumpft.

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Magdeburg (dpa) - Der 1. FC Magdeburg steht vor dem x-ten Neuanfang. Viele Leistungsträger inklusive Trainer Michael Oenning stehen ohne Drittliga-Vertrag da. Gebunden sind nur 14 Spieler, darunter zwei aus der eigenen Jugend. „Wir werden die Saison vernünftig zu Ende spielen und uns dann neu aufstellen“, kündigte Mario Kallnik nach dem 0:3 bei Union Berlin und dem damit verbundenen Zweitliga-Aus an. Einen sofortigen Wiederaufstieg schließt er fast aus. „Wir müssen uns erstmal in der dritten Liga etablieren. In den nächsten ein bis drei Jahren wollen wir wieder in die zweite Liga zurückzukehren“, betonte Kallnik.

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Der 1. FC Magdeburg verliert das letzte Auswärtsspiel der Saison beim 1. FC Union Berlin mit 0:3. Zur Galerie
Der 1. FC Magdeburg verliert das letzte Auswärtsspiel der Saison beim 1. FC Union Berlin mit 0:3. © dpa
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Beim Team herrschte große Leere. Die Spieler saßen verzweifelt auf dem Rasen und waren untröstlich, Kapitän Christian Beck hatte Tränen in den Augen. Den Abstieg habe man nicht in Köpenick verspielt, „Wir haben viele Punkte liegen gelassen in den letzten Wochen“, konstatierte Beck. Er will jetzt wenigstens ein versöhnlichen Saisonabschluss, bevor schon am 19. Juli die dritte Liga startet. „Wir wollen die Saison nicht als Letzter beenden“, bekräftigte der Stürmer. Ausgerechnet gegen Zweitliga-Meister 1. FC Köln will der heimschwache FCM siegen. Das sei man den Fans schuldig, meinte Beck.

Vermummte Magdeburger Fans sorgen in Berlin für Ausschreitungen

Dass teilweise vermummte FCM-Anhänger in Berlin zum wiederholtem Mal für Ausschreitungen inklusive Pyrotechnik bis hin zur Spielunterbrechung in der 80. Minute sorgten - es wird vom Verein zunächst mal nur mit Distanz registriert und zurückhaltend kommentiert. „Ich habe nur gesehen, dass beide Fanlager gegen die Plexiglassscheiben gedroschen haben, ich kann das nicht bewerten“, sagte Kallnik. „Was ich wahrgenommen habe, ist auf jeden Fall, dass die Fans des 1. FC Magdeburg nicht versucht haben, den Platz zu stürmen oder Krawall zu machen, das Spiel mutwillig zu unterbrechen.“

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Den Neustart in der dritten Liga plant Kallnik mit einem Etat von 10,1 Millionen Euro, bestätigte er der Deutschen Presse-Agentur. Bislang standen mindestens 16,5 Millionen Euro zur Verfügung. Viel Spielraum für den Komplettierung des Kaders bleibt da nicht. Bei Leistungsträgern wie Philip Türpitz oder Dennis Erdmann laufen die Verträge aus. Ein Verbleib von Routinier Jan Kirchhoff oder dem georgischen Nationaltorhüter Giorgi Loria, die beide erst in der Winterpause geholt worden war, ist fraglich. Ob Tobias Müller und Marius Bülter den Schritt nach unten mitgehen werden - ebenfalls unklar.

Zukunft von Trainer Michael Oenning noch offen

Offen ist auch die Zukunft von Oenning, dessen Vertrag nur bis Saisonende gilt. „Ich werde gegen den 1. FC Köln auf der Bank sitzen“, erklärte der Fußball-Lehrer. Für mehr sei nicht der richtige Moment. Auch Kallnik sieht da keine Eile. „Das ist jetzt der falsche Zeitpunkt“, meinte er. Es könnte eine Fehleinschätzung sein. Denn bereits Anfang/Mitte Juni müsste die Saisonvorbereitung starten.

Pressekonferenz 1. FC Union gegen 1. FC Magdeburg

🎥 Das sagten die Trainer nach der heutigen 0:3-Niederlage des 1. FC Magdeburg beim 1. FC Union Berlin und dem damit verbundenen Gang in die 3. Liga für Blau-Weiß 🔵⚪️ 👉🏻 _________ #FCUFCM

Gepostet von 1. FC Magdeburg am Sonntag, 12. Mai 2019

Und der neue/alte Trainer hat genug Baustellen abzuarbeiten. Der in dieser Saison besonders daheim schwächelnde FCM - nur zwei Siege - offenbarte enorme Defizite bei Standardsituationen, kassierte vor allem in Halbzeit zwei und in der Endphase zu viele Gegentreffer. Allein fünf in der letzten Minute oder in der Nachspielzeit. Auch die ständige Rotation im FCM-Gehäuse mit am Ende vier Torhütern war für die ohnehin instabile Abwehr einfach zu viel.

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