05. März 2021 / 19:18 Uhr

Wieder Fans beim Eishockey? Grizzlys Wolfsburg testen App-Lösung

Wieder Fans beim Eishockey? Grizzlys Wolfsburg testen App-Lösung

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Eis App
Warn-App im Test: Die Grizzlys Wolfsburg machen mit. Es soll ein Baustein bei der Rückkehr von fans sein. © Boris Baschin/Jakob Schröder
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Es geht um die Rückkehr der Fans. Das Eishockey-Oberhaus testet eine Corona-App - auch bei den Grizzlys Wolfsburg. Das steckt dahinter.

Zwei Finger breit, halb so lang wie ein Kugelschreiber - hilft das, in Corona-Zeiten Zuschauer zu Events zurückzubringen, weil sich das alle Veranstalter wünschen? Das testete Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg beim Spiel gegen Krefeld mit den zugelassenen Besuchern, sprich Journalisten und Funktionskräften in der Eis-Arena. Diese App könnte ein Bestandteil der Bestrebungen aller Veranstalter werden, wieder Publikum zulassen zu können.

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Yannick Imler, einer der beiden Hygiene-Beauftragten des Wolfsburger Eishockey-Klubs erklärt: "Vergangene Woche war T-Systems über die DEL auf uns zugekommen, man wolle die App und das System mal an vier Standorten testen. Ich habe an einer Videokonferenz zum Thema teilgenommen. Anschließend haben wir als GmbH befunden: "Ja, wir sind gerne bereit." Zum System gehört neben der App ein kleiner Chip zum Umhängen, der mit einer zentralen Sende-Einheit verbunden ist. Das System kann die Chip-Kontakte an das Gesundheitsamt senden. Sollte ein Besucher sich später als Corona-positiv erweisen, könnten dank der App-Daten die Personen gewarnt werden, die während der Veranstaltung zu lange zu engen Kontakt zum positiv Getesteten hatten. Imler: "Das Gesundheitsamt war über den Test informiert, es werden aber noch keine Daten an das Gesundheitsamt versandt. Die Übertragung könnte künftig relevant werden, sofern die Auswertung der Testläufe vielversprechend ist."

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Die Grizzlys hatten sich in den vergangenen Monaten in der Liga ohnehin den Ruf erarbeitet, mit der Corona-Problematik (man hatte unter anderem einen kritischen Fall mit Janik Möser) offen, aber auch bedachtsam umzugehen.

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Beim Spiel der Grizzlys in Berlin am vergangenen Montag wurde die Funktion der App schon getestet, am Donnerstag war dann Wolfsburg dran. Der weitere Ablauf, so Imler: Es folgen noch zwei Standorte, dann heiße es, die Erkenntnisse abzuwarten und zu schauen, wie es in der Praxis einzusetzen wäre. Wobei obendrüber natürlich die Vorgaben der Politik und Gesundheitsämter in Sachen Zuschauer-Zulassung (überhaupt; und wenn, dann wie viele und mit welchen Vorgaben?) stünden.

So lief der Test: Wer von den in der Arena zugelassenen Anwesenden, etwa Sportreporter, Fotografen, Rettungsdienstler oder Ordner mitmachen wollte, konnte eine App (EPS-App) aus den Mobilfunk-Stores herunterladen. Das ist die erste Bedingung, wenn sich das System durchsetzt. Zweitens erhielt man einen Chip. Und der hat es in sich: Passt der Abstand der Besucher untereinander, blinkt er grün, wird ein Mindestabstand unterschritten, blinkt er rot. Hält die Unterschreitung an, ertönt ein nerviges Fiepen. Was sich beim Test abzeichnet: Der seitliche Abstand wird auf Sitzplätzen leicht einzuhalten sein, direkte Nachbarn vor oder hinter dem Zuschauer - das wird in Wolfsburg nicht gehen.

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