22. August 2021 / 18:30 Uhr

Wieder nichts: FC Eilenburg verliert gegen TeBe Berlin

Wieder nichts: FC Eilenburg verliert gegen TeBe Berlin

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Die Eilenburger ziehen gegen die Berliner den Kürzeren. © Thomas Jentzsch
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Der FC Eilenburg verliert trotz einiger Großchancen 0:2 gegen Tennis Borussia Berlin. Der Regionalliga-Neuling bleibt dadurch weiter ohne Sieg.

Eilenburg. Dieser Start ist für den FC Eilenburg hammerhart. Auch im siebten Anlauf hat der Regionalliga-Neuling keinen Sieg eingefahren. Gegen Tennis Borussia Berlin, das zwar keinen Brustsponsor hat, aber unter Profibedingungen arbeitet, verloren die Nordsachsen mit 0:2 (0:0). Und wieder wurde deutlich: Den Eilenburgern fehlt es vor allem in der Offensive an Kaltschnäuzigkeit – und wohl auch an Qualität.

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Noah Baumann spielt quasi den Alleinunterhalter. Das war schon in Auerbach so und war auch gegen TeBe nicht anders. Immer wenn der 19-Jährige seine Füße im Spiel hat, wird es gefährlich. Nur an seiner eigenen Abschlussstärke muss der Youngster, der mit Übersicht und Dribblings glänzt, noch arbeiten. Zwei gute Chancen ließ er aus, eine 100-prozentige für Branden Stelmak legte er vor.

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Die Eilenburger verlieren ihr Heimspiel gegen TeBe Berlin und bleiben damit weiter ohne Sieg. Zur Galerie
Die Eilenburger verlieren ihr Heimspiel gegen TeBe Berlin und bleiben damit weiter ohne Sieg. ©

Doch der 32-Jährige ist noch nicht in der Form, in der einst für den FCE Tore am Fließband erzielte. Damals allerdings in der Sachsen- und Oberliga. In der Regionalliga setzt sich der wuchtige Mittelstürmer bisher nicht in Szene und scheiterte gleich drei Mal aussichtsreich. Alternativen hat Trainer Nico Knaubel nicht. Christoph Jackisch ist nach einem verschleppten Bandscheibenvorfall, der sich durch die Belastung der letzten Wochen bemerkbar machte, außer Gefecht.

Seit Sonntag fehlt auch noch ein weiterer potenzieller Stürmer – Pascal Sauer. Er musste in der 41. Minute mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss in der Wade ausgewechselt werden. „Wir haben es nicht geschafft, die Chancen, die in der Vielzahl da waren, zu nutzen. Es fehlt einfach an Entschlossenheit und Kaltschnäuzigkeit. Wir bewahren vor dem Tor einfach nicht die Ruhe, um den Ball cool in die Ecke zu schieben. Natürlich fehlt da auch ein Stück Erfahrung“, so Knaubel. Die Saison zehrt an ihm. Zumal er seit drei Wochen ohne Co-Trainer auskommen muss. „Wir arbeiten an einer Lösung und sind mit einem neuen Co-Trainer in Gesprächen“, erklärte FCE-Präsident Steffen Tänzer. Namen wollte er noch nicht nennen.

Nicht unterkriegen lassen

Das Wichtigste sei, so Knaubel nach der erneuten Niederlage, „dass die Mannschaft intakt ist und bleibt und sich nicht unterkriegen lässt.“ Das war gegen TeBe zu sehen. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit hatte Eilenburg ein Chancenplus, aber auch wieder Pech. Ein Freistoß von Tzonatan Moutsa segelte an Feind und Freund vorbei an den Pfosten (28.). Nur wenige Sekunden nach der Pause hätte es klingeln müssen. Dennis Kummer setzte sich am linken Flügel durch, servierte für Stelmak, allerdings auf dessen schwächeren linken Fuß, der bekam aus elf Metern nur ein Schüsschen zustande. TeBe-Keeper Karl Albers hielt in seinem ersten Regionalligaspiel ohne Probleme.

Im Gegenzug schlug es im Tor von Andreas Naumann ein. Dabei war Sebastian Huke einen Schritt schneller als der ansonsten starke Raimison dos Santos: 0:1 (47.). Eilenburg ließ sich davon nicht beeindrucken, vor allem Baumann blieb ein Unruheherd, hatte aber bei zwei Kopfbällen nicht das nötige Abschlussglück. Anders als der eingewechselte Tahsin Cakmak, der eine Flanke technisch perfekt mit links ins Tor drosch: 0:2 (78.). Danach war der Ofen aus und die nächste FCE-Niederlage perfekt.


FC Eilenburg: Naumann; Ph. Sauer, dos Santos, Majetschak, Nathe (82. Meseberg); Rücker, Vogel (66. Wadewitz); Pa. Sauer (41. Kummer), Baumann, Moutsa (66. Dimespyra); Stelmak (82. Möbius)

Ulrich Stein