26. Januar 2021 / 09:15 Uhr

Wiederholungsspiel gegen Saale Bulls? Hannover Scorpions warten auf den Gerichtsentscheid

Wiederholungsspiel gegen Saale Bulls? Hannover Scorpions warten auf den Gerichtsentscheid

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hofft auf eine Spielwiederholung gegen Halle: Scorpions-Trainer Tobias Stolikowski.
Hofft auf eine Spielwiederholung gegen Halle: Scorpions-Trainer Tobias Stolikowski. © Debbie Jayne Kinsey
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Gegen die 5:7-Niederlage gegen die Saale Bulls Halle haben die Hannover Scorpions Protest eingelegt. Es geht um ein vermeintliches Tor von Fedor Kolupaylo. Die Entscheidung soll schnell fallen. Am Dienstagabend treten die Scorpions bei den Crocodiles Hamburg an. 

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Die Hannover Scorpions sind am Dienstag (19.30 Uhr) in der Oberliga Nord bei den Crocodiles Hamburg zu Gast. Und vielleicht gibt es demnächst noch eine weitere Begegnung: Sollte der Protest der Scorpions gegen die Wertung der Partie gegen die Saale Bulls Halle Erfolg haben und ein Wiederholungsspiel angesetzt werden.

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Am Freitag hatten die Mellendorfer gegen die Hallenser mit 5:7 verloren. Seit Montag befasst sich das Spielgericht des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) mit dem Fall und sichtet das Videomaterial.

Treffer von Kolupaylo regelkonform?

Was war am Freitag passiert? Beim Stand von 5:1 traf Fedor Kolupaylo, von der Strafbank kommend, zum 6:1. Die Schiedsrichter versagten dem Treffer die Anerkennung. Begründung: Der Stürmer, der zusammen mit zwei Mitspielern auf der Bank saß, hätte nicht zurück aufs Eis gedurft.

Dem halten die Scorpions in ihrem eingelegten Protest entgegen, dass die Rückkehr aufs Eis von Kolupaylo und damit dessen Tor regelkonform war, weil von dem Scorpions-Strafbank-Trio seine Zeit als erste abgelaufen war.

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Gregor Brodnicki, früherer DEL-Referee und mittlerweile Schiedsrichterbeobachter und -ausbilder, hält ein Wiederholungsspiel für denkbar. Er sagt aber auch: „Es ist eine Entscheidung in beide Richtungen möglich. Das ist Sache des Spielgerichts.“

Das könnte nämlich auch den Aspekt der Tatsachenentscheidung bewerten und dadurch das Ergebnis belassen, wie es ist. „Das Spielgericht hat alle Videos vorliegen. Die Bilder sprechen für sich“, sagt Scorpions-Sportchef Eric Haselbacher, der eine schnelle Entscheidung erwartet – und die 300 Euro Verfahrenskosten bezahlt hat.

Kein Bruch bei Jaeger

Entwarnung gab es bei den Scorpions bezüglich Brett Jaeger. Der Torhüter hatte gegen Halle einen Maskentreffer abbekommen und war nach 40 Minuten ausgeschieden. „Es wird bei ihm nicht ewig dauern. Er verspürt nur noch ein leichtes Pochen am Kieferknochen“, sagt Haselbacher. Die Befürchtung eines Bruchs bestätigte sich also nicht.