12. Mai 2019 / 16:13 Uhr

Wiederholungstäter: Hannover 78 sichert sich die Nordmeisterschaft - und feiert!

Wiederholungstäter: Hannover 78 sichert sich die Nordmeisterschaft - und feiert!

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Er bringt 78 ganz früh in Führung: 
Liam Boese (am Ball) sprintet zur 5:0-Führung, damit rüttelt er die Lister aber erst wach.
Er bringt 78 ganz früh in Führung:  Liam Boese (am Ball) sprintet zur 5:0-Führung, damit rüttelt er die Lister aber erst wach. © Florian Petrow
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Eine klare Sache: Hannover 78 hat das Derby gegen Germania List locker gewonnen - und hofft nach dem Titel in der 1. Liga Nord nun auf den deutschen Meistertitel.

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Über den Haufen gerannt haben sie den ersatzgeschwächten Gegner nicht, sie haben sich zunächst sogar reichlich schwergetan. Am Ende feierten die Rugby-Männer von Hannover 78 aber die erneute Nordmeisterschaft, und das taten sie ausgiebig. Sie sangen bis spät in die Nacht vor einer Feuertonne und labten sich an einer Fleischplatte.

Kapitän Christopher Kopp stimmte mehrfach das 78-Lied an, Geburtstagskind Jarrod Saul (26) führte die ausdauerndsten 78er hinterher noch in die Altstadt. Im Derby vor rund 400 Zuschauern hatte 78 gegen Germania List mit 71:3 die Oberhand behalten. 78 hat am 1. Juni im Play-off-Halbfinale den Zweiten der Süd/West-Staffel zu Gast.

Bilder zum Rugby-Derby zwischen Hannover 78 und Germania List:

Eine klare Sache: Hannover 78 hat das Derby gegen Germania List locker gewonnen - und hofft nach dem Titel in der 1. Liga Nord nun auf den deutschen Meistertitel. Zur Galerie
Eine klare Sache: Hannover 78 hat das Derby gegen Germania List locker gewonnen - und hofft nach dem Titel in der 1. Liga Nord nun auf den deutschen Meistertitel. ©
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Germania hält ordentlich mit

„Wir waren zuerst genervt von unseren vielen kleinen Fehlern“, räumte 78-Coach Benjamin Krause ein. 20 Minuten hielten die Gäste ordentlich mit, was Kapitän Stefan Mau stolz machte: „Wir haben 78 die Stirn geboten, so gut es mit dem arg dezimierten Kader eben ging.“

Beispielhaft dafür war Patrick Wolters, der eigentlich in der zweiten Mannschaft am Ball ist. „Es war ein großer Wunsch von ihm, einmal für die Erste zu spielen. Obwohl jedem vorher klar war, dass es wehtun würde“, so Mau. Der Graffiti-Künstler hatte beruflich in Südafrika zu tun gehabt und war quasi vom Flughafen zum Platz gekommen und eingewechselt worden.

"Wir hätten gern eine härtere Partie gehabt vor dem Halbfinale"

Weil 78 nicht vor Spielwitz sprühte, hielten die Gäste das Resultat bis in die zweite Hälfte in Grenzen. Dann ging es oft Schlag auf Schlag. „Das ist schade, wir hätten gern eine härtere Partie gehabt vor dem Halbfinale“, sagte Krause. Der Nordmeister beschließt die Saison gegen den als Absteiger feststehenden FC St. Pauli. Für Germania geht es um nichts mehr. „Wir haben das gut gemacht und hatten mit dem 18-jährigen Helge Köhn den besten Mann auf dem Platz“, sagte Mau.

Den Straftritt für List verwandelte Tino Dietz, für 78 legten Liam Boese und Maximilian Kopp zwei Versuche, Letzterer sammelte zehn Kickpunkte. Weitere Punkte für 78: Jan Piosik 6, Jarrod Saul, Daniel Windolf, Benjamin Simm, Guillermo Cattaneo, Felix Schippe, Alexander Hünefeld, Sven Rosenthal je 5.

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Fischer fehlt noch verletzt

Im Semifinale geht es für 78 gegen den SC Frankfurt 80 oder den TSV Handschuhsheim. Im Süden herrsche die Meinung vor, die Vorschlussrunde sei nur Formsache – und die Süd-Vertreter blieben im Endspiel (wie seit 2005) unter sich, bemerkte Krause: „Das hört man raus. Aber egal, wer hier gegen uns antritt, das wird nicht locker-flockig. Ganz im Gegenteil.“

Nationalspieler Pascal Fischer wird dann noch nicht wieder dabei sein. Er muss einen Wadenbeinbruch auskurieren. Fischer (27) schaute am Spielfeldrand zu. „Wir wünschen Passi, dass er im August bei der Siebener-Meisterschaft wieder dabei sein kann“, sagte Krause.

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