30. Oktober 2020 / 19:00 Uhr

Wiedersehen mit RB Leipzig? Hannes Wolf könnte gegen Ex-Club in Gladbachs Startelf stehen

Wiedersehen mit RB Leipzig? Hannes Wolf könnte gegen Ex-Club in Gladbachs Startelf stehen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hannes Wolf ist auch bei Borussia Mönchengladbach noch nicht richtig durchgestartet.
Hannes Wolf ist auch bei Borussia Mönchengladbach noch nicht richtig durchgestartet. © Getty Images
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Bei Borussia Mönchengladbach erwartet RB Leipzig ein bekanntes Gesicht: Hannes Wolf, der evon den Roten Bullen an die Fohlen ausgeliehen ist, hat bei seinem neuen Arbeitgeber noch nicht viel Einsatzzeit bekommen. Nun könnte er ausgerechnet gegen das Team von Julian Nagelsmann in die Gladbacher Startelf rutschen.

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Gladbach/Leipzig. RB Leipzigs nächster Gegner ist auch in der Champions League dabei und steckt entsprechend in dem Rhythmus der englischen Wochen. Doch nicht nur deshalb ist das Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach ein Spitzenspiel. Die Fohlen sind auch in der Bundesliga gut unterwegs, belegen aktuell nach zwei Siegen, zwei Niederlagen und einem Unentschieden den sechsten Tabellenplatz.

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Bisher blieb nur die Joker-Rolle

Interessant für RB ist beim Duell am Samstag (Anpfiff 18.30 Uhr) das Wiedersehen mit Hannes Wolf, der eigentlich noch bei den Messestädtern unter Vertrag steht, allerdings aktuell an die Borussia ausgeliehen ist. Ähnlich wie Julian Nagelsmann auf Leipziger Seite will auch Gladbach-Trainer Marco Rose nach dem Auftritt in der Königsklasse unter der Woche (2:2 gegen Real Madrid) personell ein wenig rotieren. „Es warten nach Real gleich die nächsten großen Aufgaben – die wir sicher mit ein paar Veränderungen angehen werden. Für uns geht es nun darum, wieder eine frische Mannschaft auf das Feld zu bringen, die gut funktioniert.“ Eine Möglichkeit wäre deshalb ein Startelfeinsatz von Wolf gegen seinen bisherigen Arbeitgeber.

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Der Österreicher ist laut seinem Coach gut in Gladbach angekommen, habe eine hervorragende Vorbereitung gespielt. Warum kam Wolf dann in den vergangenen Partien lediglich als Joker aufs Feld? In der Bundesliga war der 21-Jährige zwar in allen fünf Partien der Gladbacher im Einsatz, brachte es dabei aber auf lediglich 123 Minuten Spielzeit. Dabei konnte er weder einen eigenen Treffer erzielen noch einen vorbereiten. In der Champions League wurde er beim 2:2-Remis gegen Inter Mailand in der letzten Minute eingewechselt, im Spiel gegen Real Madrid durfte er ganze elf Minuten auf dem Rasen verweilen. Rose stellt klar: „Der Junge hat nach einer langwierigen Verletzung ein Jahr nicht gespielt. Er muss sich hier neu eingewöhnen, das braucht einfach Zeit. Plus der Tatsache, dass wir in der Mannschaft eine hohe Qualität haben.”

53 Bundesliga-Minuten in Leipzig

Tatsächlich hatte Wolf in jüngerer Vergangenheit wenig Glück. Der offensive Mittelfeldspieler kam im Sommer 2019 von Red Bull Salzburg nach Leipzig. Noch vor Beginn der Bundesligasaison 2019/20 erreichte die Roten Bullen eine Hiobsbotschaft: Im U21-EM-Spiel zwischen Österreich und Serbien wurde Wolf brutal gefoult. Die darauffolgende Diagnose: Knöchelbruch und ein langfristiger Ausfall.


Sein Debüt bei den Messestädtern konnte er erst Anfang Dezember feiern. Doch so wirklich zum Einsatz kam er in der Folge nicht. In insgesamt fünf Bundesliga-Spielen stand er für gerade einmal 53 Minuten auf dem Spielfeld. Bereits zu Beginn des Jahres 2020 äußerte Wolf deshalb Abwanderungsgedanken und fing sich prompt einen Rüffel von Julian Nagelsmann ein. Auch die eine oder andere Eskapade abseits des Platzes sorgte in Leipzig für wenig Begeisterung. In Gladbach will Wolf deshalb neu anfangen. Marcos Rose kennt er übrigens bestens. Der war bereits in Salzburg sein Coach.