04. März 2022 / 17:30 Uhr

Vorm Wiedersehen mit Kruse hat Union den Kruse-Fluch besiegt

Vorm Wiedersehen mit Kruse hat Union den Kruse-Fluch besiegt

Florian Schulz
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Jetzt auf der anderen Seite: Für Union und Trainer Urs Fischer gibt's in Wolfsburg das Wiedersehen mit Max Kruse (r.).
Jetzt auf der anderen Seite: Für Union und Trainer Urs Fischer gibt's in Wolfsburg das Wiedersehen mit Max Kruse (r.). © dpa / Roland Hermstein
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Erst die Durststrecke in der Fußball-Bundesliga beendet, dann ins DFB-Pokal-Halbfinale eingezogen: Ausgerechnet vor dem Auswärtsspiel am Samstag beim VfL Wolfsburg (15.30 Uhr) kommt Union Berlin wieder in Fahrt.

Der „Max-Kruse-Fluch“ ist besiegt: Seit dem Abgang des Offensivmannes konnte Union Berlin in der Liga nur eine von vier Partien gewinnen - die vor einer Woche gegen Mainz 05 (3:1). Es waren nicht nur die ersten drei Zähler nach der Ära Kruse, sondern auch die ersten drei Treffer. Die „Eisernen“ reisen darum nicht nur mit dem Zug, sondern auch mit Rückenwind zum Spiel am Samstag beim VfL Wolfsburg - zumal die Köpenicker seit Mittwoch und dem 2:1-Erfolg gegen Zweitligist FC St. Pauli auch noch im Halbfinale des DFB-Pokals stehen.

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Die Formkurve der Rot-Weißen zeigt also wieder nach oben. Doch Trainer Urs Fischer warnt: „Wenn man sich die letzten vier Spiele anschaut, sind auch die Wolfsburger auf einem guten Weg.“ Natürlich weiß Fischer um die Stärken des VfL – und nennt sie auch beim Namen: Aktivität, gute Organisation, defensive Stabilität, Aggressivität und viel Präsenz im gegnerischen Strafraum.

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Das Wiedersehen zwischen Fischer und Kruse hat einen besonderen Reiz. Unmittelbar vor Kruses Abschied Richtung Wolfsburg war es intern zu Meinungsverschiedenheiten gekommen. „Ich denke, zu diesem Thema ist alles gesagt“, so der Schweizer. Er sieht im VfL ohnehin nicht nur Kruse: „Natürlich kennen wir Max und wissen, was uns erwartet. Aber wir fokussieren uns in erster Linie auf das Spiel.“ Dennoch: Fischer sieht in seiner einstigen Nummer 10 einen „Unterschiedsspieler“, aber auch einen „Schleicher, der sich in Räumen bewegt wie kein anderer“.

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Die Unioner, in deren Reihen Keita Endo, András Schäfer und Laurenz Dehl heute passen müssen, hoffen auf eine ähnliche Effizienz wie im Hinspiel, das sie nach Toren von Taiwo Awoniyi und Sheraldo Becker mit 2:0 gewannen. „Es liegt an uns, uns die Möglichkeiten zu erarbeiten und auch zu nutzen“, so Fischer. Die Seinen befinden sich unmittelbar vor der 40-Punkte-Marke, könnten diese bereits mit einem Sieg in Wolfsburg knacken. „Nach dem Sieg gegen Mainz sieht die Welt wieder besser aus, wir sind aber noch nicht durch“, warnt Fischer, der personell vermutlich rotieren wird: „Die letzten beiden Spiele haben vor allem mental viel Kraft gekostet.“