27. September 2020 / 15:44 Uhr

Phönix Wildau erkämpft sich Remis gegen den VfB Hohenleipisch (mit Galerie)

Phönix Wildau erkämpft sich Remis gegen den VfB Hohenleipisch (mit Galerie)

Heiko Hoppenheit
Märkische Allgemeine Zeitung
Moritz Marten Wiechert (l., Wildau) versucht, Hohenleipisch-Akteur Eric Pospischil vom Ball zu trennen. 
Moritz Marten Wiechert (l., Wildau) versucht, Hohenleipisch-Akteur Eric Pospischil vom Ball zu trennen. © Oliver Schwandt
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Landesliga Süd: SG Phönix Wildau holt zweimaligen Rückstand auf und schafft ein umjubelten Punktgewinn.

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Am 5. Spieltag der Landesliga Süd trennten sich die SG Phönix Wildau 95 und der VfB Hohenleipisch 1912 mit einem 3:3 Unentschieden. Wildau bleibt damit auf dem elften Tabellenrang, Hohenleipisch ist nun Achter. Es war ein gutes Spiel zweier engagierter Mannschaften und es hatte alles, was der Zuschauer sehen wollte, Tore, Chancen, Geschenke und strittige Situationen.

Beide Teams begannen mit hohem Tempo und ohne gegenseitiges Abtasten. Der Wildauer Tim Kalmuczak eröffnete den Chancenreigen nach fünf Minuten mit einem Schuss aus 20 Metern, doch der Ball ging knapp über das Tor. Hohenleipisch antwortete mit schnellen Gegenzügen, die immer wieder Gefahr brachten. In der elften Minute ein Lattentreffer vom Wildauer Morris Marten Wiechert. Dann die Führung der Hausherren nach 16 Minuten durch ein Geschenk der Gäste. Der Ball war schon an der rechten Grundlinie bei einem Verteidiger, als Phillip Damm nachstieg, sich das Leder eroberte und es aus spitzem Winkel unter die Latte ins Tor beförderte.

In Bildern: Phönix Wildau und der VfB Hohenleipisch trennen sich 3:3.

Phönix Wildau (graue Trikots) und der VfB Hohenleipisch trennen sich vor 41 Zuschauern 3:3 (1:2). Nach der 1:0-Führung der Wildauer drehten die Gäste die Partie. Nach dem Ausgleich kurz nach dem Seitenwechsel trafen jeweils beide Teams noch einmal. Zur Galerie
Phönix Wildau (graue Trikots) und der VfB Hohenleipisch trennen sich vor 41 Zuschauern 3:3 (1:2). Nach der 1:0-Führung der Wildauer drehten die Gäste die Partie. Nach dem Ausgleich kurz nach dem Seitenwechsel trafen jeweils beide Teams noch einmal. © Oliver Schwandt

Fünf Minuten später dann der Ausgleich der Gäste. Der Hohenleipischer Walter wurde im Strafraum in den Lauf geschickt, den Abschluss konnte Torwart Niklas Schermer nur abprallen lassen, so dass der Angreifer im zweiten Versuch vollendete. Es folgten Chancen über Chancen für beide Mannschaften, es war ein auf und ab. Nach dem Ausgleich war Hohenleipisch das etwas strukturiertere Team, doch Wildau entgegnete dem mit schnellen und passgenauen Gegenstößen. Die Führung für die Gäste per Handelfmeter kurz vor der Pause war dann zumindest umstritten. Der Wildauer David Goltz warf sich mit angelegtem Arm in den Schuss von Christoph Wenzel und wehrte diesen ab. Hier hätte, wenn auch unglücklich, der Strafstoßpfiff durch Schiedsrichter Hannes Hähnel erfolgen können. Doch der Schiedsrichter gewährte den Vorteil, weil der Ball wieder zu Wenzel zurückkam und dieser ohne Bedrängnis, allerdings ohne Erfolg, abschließen konnte. Also eine neue Spielsituation. Erst nach der vergebenen Chance erfolgte der Pfiff zum Elfmeter, den Julian Nemitz sicher verwandelte.

Beide Teams ließen viele Möglichkeiten ungenutzt

Mit dem Wiederanpfiff erneut ein Elfmeter, diesmal für die Wildauer, und durch ein zweites Geschenk der Gästeabwehr. Wichert wurde im Strafraum zu Boden gerissen und Wieczorek verwandelte zum 2:2 Ausgleich. Beim Auslassen von Möglichkeiten gaben sich beide Mannschaften die Klinke in die Hand. Paul Janke (53.) per Schuss und Wenzel per Kopf (59.) für Hohenleipisch an den Pfosten und der Wildauer Wieczorek (56.) mit einem Lattenschuss waren dafür nur einige Beispiele. Die erneute Führung der Gäste in der 62. Minute. Eine scharfe Eingabe von Wenzel von der linken Seite vollendete Janke am langen Pfosten.

Doch Wildau ließ mit dem Ausgleich nicht lange auf sich warten. Ein strammer Freistoß, getreten von Marcel Babinowsky, fast von der linken Seitenlinie, wurde im Strafraum noch von Wenzel ins Tor abgefälscht (69.). Auch danach ließ das Spiel nicht nach und es hätte durchaus höher ausfallen können. Am Ende aber ein gerechtes Unentschieden mit viel Spannung.