25. Oktober 2020 / 13:26 Uhr

Phönix Wildau überrascht die SG Großziethen

Phönix Wildau überrascht die SG Großziethen

Heiko Hoppenheit
Märkische Allgemeine Zeitung
SG Phönix Wildau (Saison 2020/2021)
Die SG Phönix Wildau feierte bei der SG Großziethen einen knappen 3:2-Erfolg. © Privat
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Landesliga Süd: SG Phönix siegt mit 3:2 bei der Mannschaft vom neuen Trainer Martin Klink.

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Am 8. Spieltag der Landesliga Süd verlor die SG Großziethen gegen die SG Phönix Wildau 95 mit 2:3 und fällt damit auf den achten Tabellenrang zurück. Durch den Auswärtserfolg klettern die Wildauer nun auf den fünften Platz der Meisterschaftstabelle.

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Es war Spiel eins für die Großziethener nach der Trainerentlassung von Ingo Reißner in der vergangenen Woche. Der ehemalige Co-Trainer Martin Klink hatte übernommen und wollte die beiden vergangenen Niederlagen gegen die BSC Preußen 07 und den FSV „Glückauf“ Brieske/Senftenberg wettmachen, „um doch noch ein Wörtchen im Kampf um die vorderen Tabellenplätze mitzureden“, wie es der sportliche Leiter Stephan Wuthe begründet hatte. Das Spiel begann gleich intensiv von beiden Mannschaften und die Gäste hatten mit dem Schuss von Simon Bolduan in der sechsten Spielminute, knapp links am Großziethener Gehäuse vorbei, ihre erste gute Gelegenheit. Die Hausherren wollten die Wildauer kommen lassen, um dann mit schnellen Pässen in die Schnittstellen der Abwehr für Gefahr zu sorgen.

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Doch diese eine Spielweise war ausrechenbar und die Wildauer Abwehr konnte ein ums andere Mal die Angriffe abfangen. Die Gäste waren da variabler. Von Bolduan und Ronny Brendel angetrieben, ging man entweder alleine in die Spitze oder spielte selber in die Schnittstellen der gegnerischen Abwehr. Der Wildauer Phillip Damm sorgte dort für viel Unruhe.

Für die verdiente 1:0 Führung der Gäste in der 27. Spielminute sorgte dann aber ein Standard, als Brendel in eine Freistoßflanke von Bolduan von der rechten Außenseite zum kurzen Pfosten einlief und den Ball per Kopf ins lange Toreck ablenkte. Danach dominierten die Gäste und der Großziethener Torwart Nikolas Mahn konnte sich gegen die Abschlüsse von Damm (35.) und Brendel (41.) gut auszeichnen. Er hielt seine Mannschaft im Spiel und die Wildauer vergaben eine mögliche höhere Führung.

Nach dem Wechsel drehte Marco Moeckel mit einem Doppelpack kurzzeitig die Partie

Nach dem Wechsel kamen die Hausherren wohl mit Wut und neuem Selbstvertrauen aus der Kabine und ein Mann sorgte mit einem Doppelschlag in der 47. und der 50. Spielminute für eine überraschende Wende im Spiel. Marco Moeckel zog zweimal mit satten Flachschüssen ins Wildauer Tor ab. Der eigentliche Co-Trainer Toni Born, der das Wildauer Spiel für den verhinderten Michael Werner an der Außenlinie leitete, nach dem Spiel: „Es war fast wie ein Déjà-vu des Spiels gegen die Preußen, zwei Gegentreffer in kurzer Zeit, doch dann zeigte meine Mannschaft Moral und spielte sich wieder in die Partie. Der Sieg war am Ende hochverdient.“

Die Wildauer brachen nicht ein und nur fünf Minuten nach dem Rückstand glichen sie wieder zum 2:2 aus. Nach gutem Zuspiel in die Spitze setzte sich Damm gegen seinen Verteidiger durch und hatte noch die Übersicht, den Ball nach links auf den besser positionierten Tobias Wieczorek zu spielen, der dann ungehindert einnetzen konnte.

Wildau hatte durch sein cleveres Auftreten mehr von der Partie. Die Einstellung der Großziethener war allerdings nicht ihr Problem. Die erneute Führung der Gäste dann in der 77. Minute. Nach einem Zuspiel von der linken Angriffsseite setzte sich Damm noch gegen die gegnerische Verteidigung durch und belohnte sich mit dem 3:2 Siegtreffer. So sehr sich die Großziethener auch noch einmal aufbäumten, die Wildauer standen nun sicher und hatten beim Alleingang von Wieczorek sogar noch die Möglichkeit das Ergebnis deutlicher ausfallen zu lassen. Am Ende war es ein verdienter Sieg der Gäste.