10. März 2019 / 19:40 Uhr

Wildeshausen siegt im Stile einer Spitzenmannschaft

Wildeshausen siegt im Stile einer Spitzenmannschaft

Michael Kerzel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fußball
FC Hude -
VfL Wildeshausen 21 Lennart Feldhus
Vielstedter Kirchweg
Der Wildeshauser Lennart Feldhus ist in der Luft kaum bezwingen, doch auch mit den Füßen erzeugt er Gefahr. © Ingo Möllers
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Der Bezirksliga-Spitzenreiter setzt sich souverän mit 3:0 beim formverbesserten FC Hude durch

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Wohl dem, der einen Kunstrasenplatz hat: So konnte die Partie in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem FC Hude und dem VfL Wildeshausen trotz Dauerregens unter regulären Bedingungen ausgetragen werden. Der Spitzenreiter aus der Huntestadt setzte sich verdient mit 3:0 (0:0) durch und baute seine Tabellenführung damit auf vorerst sechs Punkte aus. Die Partie des TuS Obenstrohe, dem einzigen Kontrahenten um den Aufstieg, fiel witterungsbedingt aus. Der FC Hude zeigte sich im Vergleich zur Vorwoche formverbessert und bleibt auch nach der Niederlage im sicheren Mittelfeld.

Im ersten Durchgang begegneten sich die Teams auf Augenhöhe, Chancen blieben Mangelware. Die Wildeshauser Gäste hatten mehr Ballbesitz, doch einen Weg durch die gut gestaffelten Huder Reihen fanden sie nur sehr selten. Die von Abwehrchef Torben Hellemann dirigierte Defensive ließ weder Robin Ramke noch Maximilian Seidel auf den Außenpositionen durch, sodass diese keine Flanken auf den baumlangen Mittelstürmer Lennart Feldhus schlagen konnten. Die beiden VfL-Außenverteidiger Lukas Schneider und Ole Lehmkuhl schoben zwar ständig von hinten an, doch gelang es ihnen nicht, Überzahl zu erzeugen. Die Huder ihrerseits spielten vor allem lange Bälle, doch Marko Schrank im Zentrum hatte kaum eine Chance gegen Marius Krumland und Torben Schütte.

Ausgeglichene erste Halbzeit

So kam es im ersten Durchgang im Grunde nur zu drei nennenswerten Gelegenheiten: Der erneut starke Alexander Kupka eroberte im Zentrum das Leder und zwang Hude-Torwart Christopher Schnake per Distanzschuss zu einer Flugeinlage (23.). Bei der anschließenden Ecke kam Felhus am langen Pfosten mit dem Kopf an den Ball, bekam diesen jedoch nicht aufs Tor. Auf der Gegenseite hätte Nils Sandau nach einem schönen Laufweg beinahe per Kopf das 1:0 erzielt, doch VfL-Torwart Sebastian Pundsack bekam gerade noch seine Beine zusammen und klärte per Fußabwehr (44.).

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der VfL verbessert: Die Bragula-Mannen liefen nun die Huder Aufbauspieler aggressiv an – im ersten Durchgang hatten sie kaum Druck erzeugt. Die Pässe spielten sie nun schärfer, der Ball lief schlicht schneller. Die erste Gelegenheit hatte Feldhus, der nach einer Kopfballstafette im Strafraum per Drehschuss zum Abschluss kam – doch Schnake parierte sicher (52.). Im Gegenzug eilte Ninos Yousef über außen, seine Hereingabe – in der Mitte lauerten zwei Huder – grätschte Kupka gerade so noch zur Ecke.

Für das 1:0 musste dann ein Standard herhalten: Marius Krumland war einen Schritt schneller als seine Gegenspieler und schoss eine Schneider-Ecke aus kurzer Distanz ein (59.). Schnake blieb auf der Linie. "Das ist schwer zu verteidigen, wenn die Laufwege stimmen und die Bälle scharf reinkommen", sagte Bragula. Auch Möhlenbrock lobte die Standard-Stärke. "Wildeshausen ist da einfach eine Klasse besser als wir. Wir werden daran arbeiten", meinte er.

Dieses Tor änderte die Statik des Spiels vollends. Hude agierte nun offensiver, Wildeshausen bespielte die größeren Räume sehr gut. Gefährliche Aktionen erzeugte Hude kaum, Wildeshausen hingegen kam zu mehreren Chancen: Zunächst scheitere Seidel von rechts an einer starken Reaktion Schnakes (68.), den Nachschuss von Sascha Görke klärte Jannik Meyer auf der Linie. Der VfL blieb jedoch dran: Kupka eroberte mal wieder einen Ball, den Feldhus im Strafraum stark verarbeitete und souverän zum 2:0 einschob (70.). Der VfL hatte weitere Chancen aus dem Spiel heraus, doch sowohl Seidel (77.) als auch Feldhus (80.) scheiterten am starken Schnake. Bei Ecken agierte er jedoch unentschlossen, blieb in der 81. Minute erneut auf der Linie, sodass Schneider aus kurzer Distanz einköpfte – 0:3 (81.).

Hude steckte nicht auf, wollte unbedingt den Ehrentreffer, doch Sowohl Lange (82.) als auch Sandau (90.) scheiterten an Pundsack. "Wir wollten eine bessere Leistung als beim 0:3 in Rastede zeigen. Da ist uns gegen den wohl kommenden Meister gelungen", meinte Möhlenbrock. Die Einstellung stimmte, seine Elf steckte nie auf. Auch Bragula lobte seine Elf: "An der zweiten Halbzeit habe ich überhaupt nichts auszusetzen", sagte er.

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