22. Oktober 2018 / 12:11 Uhr

Wildwest hinter Herbstmeister Strand 08

Wildwest hinter Herbstmeister Strand 08

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Schlusspunkt: Eutins Kevin Ferchen (links) lässt Inters Keeper Hüsnü Özdemir (rechts) keine Abwehchance und staubt zum 4:0 ab.
Der Schlusspunkt: Eutins Kevin Ferchen (links) lässt Inters Keeper Hüsnü Özdemir (rechts) keine Abwehchance und staubt zum 4:0 ab. © jpw
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Oberliga: Klare Siege für Eutin und PSV

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Nur der NTSV Strand 08 ist ein Muster an Konstanz. Der Ligaprimus tütete vorzeitig die Herbstmeisterschaft in der Fußball-Oberliga ein. Dahinter herrscht Wildwest. Nach dem 4:0-Heimsieg gegen Inter Türkspor darf sich Eutin 08 wieder berechtigte Hoffnungen auf das Hallenmasters machen, zumal der TSV Bordesholm mit 1:2 beim TSV Lägerdorf patzte. Weiter auf dem Vormarsch ist der VfR Neumünster, der im Kellerduell mit 1:0 gegen den TSV Schilksee triumphierte. Auch Lokalrivale PSV Neumünster beendete die jüngste Talfahrt mit einem 5:0-Kantersieg beim SC Weiche Flensburg 08 II.

Eutin 08 – Inter Türkspor Kiel 4:0

Inters Coach Harry Witt brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: „Eutin 08 hat seine Torchancen genutzt, wir nicht.“ In einem temporeichen Oberligaspiel stellten beide Teams ihre aktuell ansprechende Form unter Beweis. Inters Benjamin Petrick brauchte nicht lange, um an alter Wirkungsstätte auf Betriebstemperatur zu kommen. Nach 30 Sekunden lenkte 08-Keeper Lennart Weidner seinen Schuss noch soeben über die Latte. Erdogan Cumur knallte den Ball aus spitzem Winkel ans Außennetz (9.). Dann war auch Eutin da. Nach Gürntke-Querpass netzte Rasmus Tobinski im Fallen zum 1:0 (12.) ein.

Meisterschaft Oberliga: Ihr seid gefragt!

Tobinski (18.), Marco Heskamp (19.) und Christian Rave (28.) verpassten den zweiten 08-Treffer. Es ging hoch und runter. Inters Aladjie Barrie umkurvte Weidner, traf aber nur den Pfosten (30.). Im Gegenzug rettete Inters Torwart Hüsnü Özdemir mit der Fußspitze gegen Sebastian Witt (32.). Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber den Druck. Tobinski erhöhte mit Flachschuss auf 2:0 (56.), Witt legte nach Hübner-Steilpass das 3:0 (65.). Inter wehrte sich, blieb vor dem Tor aber glücklos. 08-Joker Kevin Ferchen markierte per Abstauber schließlich den Endstand (78.). „Jetzt bestrafen wir auch die Fehler des Gegners“, stellte 08-Coach Lars Callsen zufrieden fest.

SC Weiche Flensburg 08 II –PSV Neumünster 0:5

Mit einem Kantersieg stoppten die Polizisten ihren jüngsten Negativlauf von vier Niederlagen. Allerdings war es zunächst PSV-Keeper Philipp Reinhold, der in der Anfangsphase dreimal in höchster Not retten musste. Die Polizisten zeigten sich indes eiskalt vor dem Flensburger Tor. Amir Ahmadi (6.) traf auf Vorarbeit von Patrick Fürst zum 1:0. Paul Falk erhöhte per Doppelpack auf 3:0 (21./28.). Auch nach dem Seitenwechsel untermauerte die Möller-Elf ihre Auswärtsstärke. Marvin Kehl hämmerte den Ball aus 25 Metern zum 4:0 (47.) ins Netz, ehe Kapitän Christoph Pfützenreuter ins leere Tor zum Endstand traf. „Die Liga ist extrem ausgeglichen. Umso wichtiger ist es, dass wir endlich wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen konnten. Es geht schnell hoch, aber auch schnell runter. Der Anschluss ist da“, atmete PSV-Coach Thomas nach dem Befreiungsschlag auf.

VfR Neumünster – TSV Schilksee 1:0

„Das war nichts für Feinschmecker. Aber die Null hat wieder gehalten. Wir haben einen unbändigen Willen gezeigt“, freute sich VfR-Coach Jörg Zenker über das dritte Spiel in Folge ohne Gegentor. Nach hektischer Anfangsphase übernahmen zunächst die Gäste die Regie. „Wir waren allerdings viel zu fehlerbehaftet im Spielaufbau“, haderte Schilksees Trainer Daniel Sahre, der den VfR-Sieg als „nicht unverdient“ ansah. Das Tor des Tages erzielte Idris Alioua kurz vor der Halbzeit nach feiner Einzelleistung (44.).

Joker Sefa Cakir hätte 60 Sekunden später das 2:0 nachlegen müssen, vergab aber freistehend am langen Pfosten. Schilksee wollte mit Macht den Ausgleich, doch die Gastgeber machten die Räume eng. Yannick Jakubowski setzte die beste Chance aus zentraler Position übers Tor (75.). Auf der Gegenseite scheiterte Levi Krämer an Schilksees Keeper Nico Ganzel (79.). „Die haben sich in jeden Schuss reingehauen, dann gewinnt man auch“, stellte Daniel Sahre nicht ohne Bewunderung für den Kampfeswillen des VfR fest.

TSV Lägerdorf – TSV Bordesholm 2:1

Nach der überraschenden Niederlage beim Tabellenletzten beschönigte der Bordesholmer Coach Björn Sörensen nichts: „Wir haben viele Fehler gemacht, uns durch die körperliche Präsenz des Gegners den Schneid abkaufen lassen und daher am Ende verdient verloren.“ Immerhin: Den Willen konnte man den Bordesholmern nicht absprechen, allerdings fehlte fast in jedem Zweikampf die letzte Entschlossenheit, und so fanden die Gäste nicht wie gewohnt ins Spiel.

Der Lägerdorfer Torjäger Bastian Peters hatte mit zwei Treffern (19., 35.) für die 2:0-Pausenführung der Heimelf gesorgt. Malte Lucht brachte die Bordesholmer mit einem verwandelten Handelfmeter (53.) kurz nach Wiederbeginn heran, doch statt nachzusetzen zogen sich die Gäste zu sehr zurück. Dabei hatte Björn Sörensen zur zweiten Halbzeit einen Dreierwechsel vollzogen, um mehr Offensivkraft auf den Platz zu bringen. Das allerdings konnte seine Elf nicht erfolgreich nutzen, um den Rückstand noch umzubiegen.

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