07. März 2021 / 11:53 Uhr

"Will ich mir nicht antun": Lothar Matthäus schließt Engagement als Bundestrainer aus

"Will ich mir nicht antun": Lothar Matthäus schließt Engagement als Bundestrainer aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lothar Matthäus hat kein Interesse am Bundestrainer-Posten.
Lothar Matthäus hat kein Interesse am Bundestrainer-Posten. © IMAGO/Fotostand (Montage)
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Rekordnationalspieler Lothar Matthäus will nicht Nachfolger von Joachim Löw als Bundestrainer werden. Das erklärte der 59-Jährige bei "Sky90". Die Idee hatte sein früherer Mitspieler Mehmet Scholl in den Raum geworfen.

Tritt Rekordnationalspieler Lothar Matthäus die Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw an? Diese Idee hat nach Ex-Meistertrainer Armin Veh nun auch der frühere Bayern-Profi Mehmet Scholl ins Spiel gebracht. "Lothar kann man immer zuhören im TV – und er hat immer Recht", sagte Scholl bei Bild live. "Er ist ein großartiger Trainer, was ich gehört habe von seinen ehemaligen Spielern. Der Mann hat 150 Länderspiele, der weiß alles über Fußball." Für Matthäus kommt ein solches Engagement jedoch nicht in Frage - wie er in der TV-Sendung Sky90 bekräftigte.

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"Nein", sagte Matthäus auf Nachfrage von Sky-Moderator Patrick Wasserziehr, ob der Job als Bundestrainer für ihn eine Option sei. "Mehmet hat es gestern in den Kreis geworfen. Damit beschäftige ich mich nicht", sagte der 59-Jährige. "Ich habe eine ganz andere Planung und meinen Vertrag bei Sky um zwei Jahre verlängert." Matthäus arbeitet bereits seit 2012 als Experte beim Pay-TV-Sender und will dies auch künftig tun. "Natürlich interessiere ich mich für den Fußball und die Nationalmannschaft, aber ich bin mit meinem Leben zufrieden. Das schließe ich aus."

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Es gebe "weniger Druck hier", scherzte Matthäus. "Natürlich werden hier auch Leistungen erwartet, aber als Bundestrainer hast du 80 Millionen Kritiker. Das will ich mir nicht antun", betonte er und stärkte Joachim Löw den Rücken: "Lasst den Jogi mal tun, danach gibt es noch andere, die das vielleicht noch besser machen können." Scholl hatte neben Matthäus, der zwischen 1980 und 2000 insgesamt 150 Länderspiele absolvierte und in dieser Zeit Welt- und Europameister wurde, am Samstagabend auch Liverpool-Trainer Jürgen Klopp und Bayern-Coach Hansi Flick ins Spiel gebracht.

Matthäus arbeitete nach Ende seiner aktiven Karriere als Chef-Coach von Rapid Wien und Partizan Belgrad, bei der ungarischen Nationalmannschaft, bei Atletico Paranense in Brasilien, Maccabi Netanya in Israel sowie zuletzt von 2010 bis 2011 als Nationaltrainer von Bulgarien. Seinen größten Erfolg feierte er wohl als Co-Trainer von Giovanni Trapattoni bei RB Salzburg, mit denen er 2007 erstmals nach der Übernahme durch den Energydrink-Konzern österreichischer Meister wurde.