14. Februar 2021 / 17:21 Uhr

Willkommen im Klub der „42“! Holstein ist dabei

Willkommen im Klub der „42“! Holstein ist dabei

Andreas Geidel
Fabian Reese, Fin Bartels, Janni Serra und Jae-Sung Lee jubeln, während im Hintergrund die Würzburger mit Schiri Thorben Siewer diskutieren.
Fabian Reese, Fin Bartels, Janni Serra und Jae-Sung Lee jubeln, während im Hintergrund die Würzburger mit Schiri Thorben Siewer diskutieren. © Uwe Paesler
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Ein Trio marschiert im Gleichschritt an der Spitze der Zweiten Fußball-Bundesliga. Und die Kieler Störche gehen nach dem 1:0-Arbeitssieg gegen Würzburg auch abseits des Rasens in die Offensive.

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Hamburger SV 42 Punkte (Tordifferenz +21), VfL Bochum 42 Punkte (+18), Holstein Kiel 42 Punkte (+16) … spannender als nach diesem 21. Spieltag kann es an der Tabellenspitze der Zweiten Fußball-Bundesliga nicht zugehen.Zumal in direkter Schlagdistanz die SpVgg Greuther Fürth mit 39 Zählern (+17) auf Rang vier lauert. Jene grün-weißen Franken also, die jetzt die KSV Holstein zum Top-Spiel empfangen. Pech für die Störche, dass ausgerechnet in dieser Partie Fin Bartels aussetzen muss. Der 34-jährige Offensiv-Allrounder hatte am Freitagabend gegen Würzburg vom schwachen Schiedsrichter Thorben Siewer seine fünfte Gelbe Karte gesehen – und dies zu Unrecht.

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Noch schlimmer indes erwischte es die Fürther am Sonnabend bei ihrer Nullnummer im Hamburger Volkspark. Mit Sebastian Ernst (Gelb-Rot/ebenfalls sehr zweifelhaft) und Paul Seguin (fünfte Gelbe) muss Trainer Stefan Leitl zwei Hauptdarsteller des vielleicht spielstärksten Mittelfeldes der Liga ersetzen – und damit insgesamt elf Tore und sieben Assists.

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Davon ahnten die Störche am Abend zuvor direkt nach Spielschluss naturgemäß noch nichts. Trotz der nicht eben einer Gala ähnelnden Heimvorführung beim 1:0 gegen das Schlusslicht aus dem Frankenland wechselten die Schützlinge von Chefcoach Ole Werner in eine bis dato so nicht bekannte Verbal-Offensive. „Wir haben jetzt 42 Punkte und zählen zu den Top 4 der Liga. Da muss man ganz klar davon reden, am Ende unter die Top 3, am besten unter die Top 2 zu kommen“, erklärte Mittelstürmer Janni Serra ohne Umschweife vor laufender NDR-Kamera. Und Siegschütze Alexander Mühling, „Mr. 100 Prozent“ vom Elfmeterpunkt, ergänzte: „Wir haben bewiesen, dass wir da oben zurecht stehen. Von daher wollen wir auch da oben bleiben.“

Ole Werner hat seinen zuletzt aufgrund des eng getakteten Spielplanes arg gestressten Profis bis Dienstag Erholung genehmigt. Dann muss quasi in einer Art Homeoffice ein Trainingsplan individuell abgearbeitet werden. Erst für Mittwoch ist das nächste Mannschaftstraining angesetzt.

Zeit also, auch einmal die brillanten Zahlen dieser Saison auf sich wirken zu lassen. Im Gegensatz zu den (hoffentlich weiter) sinkenden Inzidenzwerten steigen die Bestmarken der Störche immer weiter: 13 Punkte eroberten sei in den zurückliegenden fünf Spielen mit zuletzt drei Siegen am Stück; das 1:0 gegen Würzburg war das neunte Spiel ohne Gegentreffer; mit 19 Gegentoren stellen sie die beste Defensive der Konkurrenz; mit 22 Zählern aus zehn Begegnungen sind sie die Auswärtsmacht Nummer eins in Liga zwei und in fremden Stadien die einzig ungeschlagene Mannschaft im deutschen Profifußball – bei 22 Zählern (sechs Siege, vier Remis) und der Wahnsinnszahl von nur fünf Gegentoren; inklusive der beiden Pokal-Schlachten gegen den FC Bayern und Darmstadt 98 mussten sie in den bisher acht Flutlichtpartien dieses Spieljahres noch keine Niederlage schlucken. Das Duell in Fürth ist für Montagabend um 20.30 Uhr terminiert ...

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