04. Mai 2021 / 21:42 Uhr

"Wir brauchen jetzt ein Wunder": Stimmen zum 0:3 vom VfB Lübeck gegen Wehen Wiesbaden

"Wir brauchen jetzt ein Wunder": Stimmen zum 0:3 vom VfB Lübeck gegen Wehen Wiesbaden

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Wiesbaden jubelt, Lübeck ist geknickt - Der VfB verliert sein Heimspiel mit 0:3 
Wiesbaden jubelt, Lübeck ist geknickt - Der VfB verliert sein Heimspiel mit 0:3  © Agentur 54°
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Nach der Partie standen sowohl die beiden Coaches Rolf Landerl und Rüdiger Rehm, als auch VfB-Kapitän Tommy Grupe und SVWW-Torschütze Maurice Malone Rede und Antwort

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Aufgrund einer insgesamt schwachen Leistung verlor der VfB Lübeck sein Heimspiel deutlich mit 0:3. Der SV Wehen Wiesbaden dominierte den Großteil der Partie, dem VfB gelangen nur vereinzelte gelungene Offensivaktionen. Hier könnt ihr den gesamten Nachbericht nachlesen! Wir haben für euch nach dem Spiel der Grün-Weißen die Stimmen der Protagonisten eingefangen:

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Rolf Landerl, VfB-Trainer: „Die Ernüchterung ist groß. Die letzten Spielen müssen wir wie Männer herunterspielen und ganz anders auftreten. Das war heute zu wenig. In der ersten Halbzeit wäre etwas drin gewesen, leider haben wir uns nicht getraut. Da war zu wenig Überzeugung in den Aktionen. Wir haben keine Anstrengungen gezeigt, unangenehm zu sein. Mit der ersten Halbzeit bin ich nicht einverstanden. Wie das 0:1 fällt, ist naiv. In den ersten 15 Minuten nach dem Seitenwechsel gab es ein Aufflackern, was wir können. Mit dem 0:3 war der Käse gegessen. Das Spiel ist wie eine Nachtkerze ausgegangen. Körperliche Müdigkeit lasse ich nicht gelten. Wir hatten zwei freie Trainingstage und eine gute Trainingswoche. Was man sich vorstellen kann, ist, dass der Kopf dazu kommt. Wichtig für uns ist, dass wir Sportsleute sind und eine sportliche Pflicht zu erfüllen zu haben. Auch wenn das ein herber Dämpfer ist und die Stimmung im Keller ist.“

Mit 0:3 verloren die Burschen von Trainer Rolf Landerl! Gegen einen souveränen Gast aus Hessen gelangen den Hanseaten kaum positive Aktionen. Wir haben die besten Bilder

SV Wehen Wiesbaden-Trainer Rüdiger Rehm kann mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden sein Zur Galerie
SV Wehen Wiesbaden-Trainer Rüdiger Rehm kann mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden sein ©

Tommy Grupe, VfB-Kapitän: „Das war in allen Belangen zu wenig von uns. Die ersten zehn Minuten waren wir noch gut drin. Es hat nicht gepasst von der Körpersprache. Das muss man ehrlich sagen. Das war einfach zu wenig. Es sind noch drei Spiele und der Rückstand beträgt weiter sechs Punkte. Rechnerisch ist noch alles möglich, jedoch extrem schwer. Da brauchen wir jetzt ein kleines Wunder. Es geht in erster Linie darum, ein anderes Gesicht zu zeigen. So geht es jedenfalls nicht.“

Rüdiger Rehm, Wiesbadens Trainer: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Spiel und haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Die Jungs sollten sich belohnen vor der langen, achtstündigen Rückfahrt mit dem Mannschaftsbus. Wir haben heute eine robustere Variante gewählt und wollten den VfB kommen lassen. Wir haben wenig zugelassen speziell in der ersten Halbzeit. Nach der Pause hat der VfB alles probiert und auch Chancen zum 2:1 gehabt. Mit dem 3:0 war aber der Deckel drauf und der Bann gebrochen. Ich drücke dem VfB Lübeck die Daumen. Wunder gibt es im Fußball immer wieder.“

SVWW-Torschütze Maurice Malone: „Das war ein Sahnetag. Wichtig war, dass wir nach dem letzten Spiel eine Reaktion gezeigt haben. Das 3:0 ist voll verdient. Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben schnell das 2:0 gemacht. Mit dem 3:0 war das Spiel dann durch.“