10. April 2021 / 19:29 Uhr

"Wir haben definitiv zwei Punkte liegen gelassen": Stimmen zum Remis vom VfB Lübeck gegen den 1. FC Kaiserslautern

"Wir haben definitiv zwei Punkte liegen gelassen": Stimmen zum Remis vom VfB Lübeck gegen den 1. FC Kaiserslautern

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Das Tor von Cyrill Akono reichte dem VfB Lübeck nicht zum Sieg. Auch ein Elfmeter blieb ihm verwehrt.
Das Tor von Cyrill Akono reichte dem VfB Lübeck nicht zum Sieg. Auch ein Elfmeter blieb ihm verwehrt. © Agentur 54°
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Spieler und Trainer sind mit dem Ergebnis nicht zufrieden und hatten sich einen Dreier vorgenommen. Beide Teams zeigen zwei unterschiedliche Halbzeiten.

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Rolf Landerl, VfB-Trainer: „Wir hatten uns einen Dreier vorgenommen, sind enttäuscht. Wir haben erste Halbzeit gut ins Spiel gefunden und wollten Lautern von Anfang beschäftigen, indem wir aufs Tempo drücken wollten. Die Elfmetersituation war fragwürdig. Das Chancenplus war klar bei uns. Wir lagen zurecht 1:0 vorne. In der zweiten Halbzeit haben wir den Gegner nicht mehr so unter Druck setzen können, haben uns für meinen Geschmack zu weit hinten hereindrängen lassen. Zudem haben wir unsere Umschaltsituationen nicht gut ausgespielt. Es hat die Ruhe gefehlt. Am Ende des Spiels sind wir wieder besser reingekommen – durch die Geschwindigkeit von Pascal Steinwender. Wir wollen das Ding im Abstiegskampf weiter am Leben halten. Wir nehmen viel Positives aus den letzten Wochen mit. Das Resultat heute tut weh. Das müssen wir in Mannheim besser umsetzen. Hut ab vor den Fans, wie sie uns wieder unterstützt haben.“

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Tommy Grupe, VfB-Kapitän: „Wir sind gut reingekommen, waren gleich griffig und die bessere Mannschaft mit den besseren Chancen. Das 1:0 war verdient. Wir haben vieles richtig gemacht. Zweite Halbzeit war das ein anderes Spiel. Wir wurden hinten mehr beschäftigt. Das 1:1 war nicht ganz unverdient. Wobei ich so viele klare Chancen von Lautern nicht gesehen habe. Zum Ende war es ein offenes Spiel, das in beide Richtungen hätte kippen können. Das Remis ist gerecht. Wir brauchen Dreier, um unten in der Tabelle herauszukommen.“

1:1! VfB Lübeck mit Punkteteilung gegen 1. FC Kaiserslautern (10.04.2021)

Cyrill Akono und Torhüter Avdo Spahic gehen gefährlich in den Zweikampf. Das hätte durchaus einen Elfmeter für die Lübecker geben können, nachdem Spahic mit offener Sohle den Lübeker trifft. Der Schiedsrichter sah es anders. Zur Galerie
Cyrill Akono und Torhüter Avdo Spahic gehen gefährlich in den Zweikampf. Das hätte durchaus einen Elfmeter für die Lübecker geben können, nachdem Spahic mit offener Sohle den Lübeker trifft. Der Schiedsrichter sah es anders. ©

Mirko Boland, VfB-Leitwolf: „Wir haben heute definitiv zwei Punkte liegen gelassen. Das ist total unbefriedigend. In der ersten Halbzeit haben wir ein ordentliches Spiel gezeigt und hätten einen Elfmeter bekommen müssen. Wir hatten das Spiel im Griff, haben gepresst. In der zweiten Halbzeit war das nicht mehr der Fall. Die zweite Halbzeit stört mich ungemein. Das wäre heute ein ganz wichtiges Ding gewesen. Die Enttäuschung ist sehr groß. Mit Unentschieden treten wir auf der Stelle. Wenn man anfängt zu rechnen, ist das falsch. Wir müssen auf uns gucken. Die Spiele werden nicht weniger. Wir sollten jedes Spiel so angehen wie ein Endspiel. Das haben wir heute nicht geschafft. Wenn wir nicht jedes Mal die volle Intensität an den Tag legen, werden wir scheitern. Es geht nur darum, Punkte zu holen.“



Torschütze Cyrill Akono, VfB-Stürmer: „Leider hat mein Tor nicht drei Punkte gebracht. Extrem freuen kann ich mich nicht. In der zweiten Halbzeit haben wir nachgelassen. Wir hätten den Deckel vorher drauf machen können und ich kann einen Elfmeter bekommen. Wir haben noch alle Hoffnungen. Wir sind seit fünf Spielen ungeschlagen und wissen, dass wir das schaffen können.“

Marco Antwerpen, FCK-Trainer: „Der Verein VfB Lübeck kann für die Vorkommnisse in der Nacht nichts. Allerdings haben diese unsere Abläufe beeinträchtigt. Wir kommen aus einer englischen Woche und haben Zeit gebraucht, um in die Partie zu kommen. In der zweiten Halbzeit haben wir gut gekämpft und hätten uns mit dem 2:1 belohnen können. Wir waren jetzt überlegen. Nach der Pause sind wir mehr auf Wucht und auf Robustheit gegangen – mit langen Bällen auf die eingewechselten Daniel Hanslik und Elias Huth. Beide haben das gut gemacht. Wir konnten früh das 1:1 erkämpfen, haben gedrückt und hätten heute gern einen Sieg geholt. Leider haben wir unsere Standards nicht gut ausgespielt. Wenn wir unsere Möglichkeiten besser ausgespielt hätten, hätten wir auf 2:1 stellen können. Der Abstiegskampf geht bis zum letzten Spieltag.“

Die VfB Lübeck Fans feuerten ihr Team auch gegen 1. FC Kaiserslautern wieder lautstark vor dem Stadion an.

Der von Holstein Kiel ausgeliehene Daniel Hanslik, eingewechselter FCK-Stürmer: „Das war ein schwieriges Spiel in einer englischen Woche für uns. Wir sind nicht gut ins Spiel reingekommen. Doch wir sind im zweiten Durchgang zurückgekommen und müssen das Positive mitnehmen. Das Feuerwerk und der Feueralarm in der Nacht sind keine Ausreden. Wir waren alle zu einhundert Prozent fit.“