06. März 2021 / 18:28 Uhr

"Wir haben Geschenke verteilt": Stimmen zur 1:2-Niederlage vom VfB Lübeck gegen Viktoria Köln

"Wir haben Geschenke verteilt": Stimmen zur 1:2-Niederlage vom VfB Lübeck gegen Viktoria Köln

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Lübecker Frust nach dem Abpfiff. Der eingewechselte Thorben Deters (m.) sprach nach der Partie mit der Presse.
Lübecker Frust nach dem Abpfiff. Der eingewechselte Thorben Deters (m.) sprach nach der Partie mit der Presse. © 54°/König
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Das sagen die Spieler und Trainer der beiden Kontrahenten - Rolf Landerl hadert mit Lübecker "Einladungen"

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Rolf Landerl, VfB-Trainer: „Das ist sehr enttäuschend nach dem positiven Auftritt gegen Hansa Rostock. Wir wollten nach dem Sieg nachlegen, Boden gutmachen auf die Konkurrenz. In der ersten Halbzeit haben sich beide Mannschaften weitestgehend neutralisiert, so wir das in etwa erwartet hatten. Das Spiel war ausgeglichen und hat sich zwischen den Sechsenern abgespielt. Wir hatten auf Ballverluste vom Gegner gelauert. Am vergangenen Mittwoch ist uns das gegen Rostock besser gelungen. Nach dem Seitenwechsel wollten wir offensiver agieren, den Gegner unter Druck setzen. Wir kommen aber schläfrig aus der Kabine heraus. Das darf in dieser Phase nicht passieren. Das Tor hat Köln Selbstvertrauen gegeben. Auch das zweite Gegentor war ein Geschenk. Die Art und Weise, wie wir das 0:2 bekommen, ist naiv. Man muss erkennen, wann ein ordentlicher Spielaufbau mit Druck gegen den Wind geht. Beide Tore dürfen auf diese Art und Weise nicht passieren. Die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben. Mit ein Quäntchen Glück holen wir ein 2:2. Mein Fazit lautet: Wenn du solche Einladungen verteilst, stehst du mit solch einem Ergebnis da.“

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Tommy Grupe, VfB-Kapitän und Abwehrchef: „Über das Ergebnis sind wir sehr enttäuscht. In der ersten Halbzeit war das Spiel ausgeglichen. Vor dem ersten Gegentor haben wir es ordentlich gemacht. Köln hat dann Selbstvertrauen bekommen. Auch beim zweiten Tor haben wir den Gegner eingeladen. Beide Tore sind zu einfach und selbstverschuldet. Schwer zu erklären, wie die Tore entstehen. Das waren entscheidende Dinger. Mit ein bisschen Glück holen wir noch einen Punkt. Der Blick geht nach vorne. Schon am kommenden Freitag spielen wir mit Uerdingen gegen einen direkten Konkurrenten. Da wollen wir wieder punkten, dann sieht die Welt wieder anders aus. Es ist noch alles offen.“

Der eingewechselte VfB-Mittelfeldspieler Thorben Deters: „In der ersten Halbzeit war das ein chancenarmes Spiel. Wir waren griffig wie gegen Rostock, haben aber klare Chancen vermissen lassen. Die Gegentore dürfen nicht passieren.“

VfB Lübeck gegen FC Viktoria Köln in Bildern (06.03.2021)

Nach dem mutmachenden 1:0 gegen Hansa Rostock unterlag der VfB den Rheinländern am Ende knapp. Nach dem Abschlusstreffer durch Cyrill Akono bäumte sich die Mannschaft von Rolf Landerl nochmal auf, für einen Punktgewinn reichte es jedoch nicht mehr.  Zur Galerie
Nach dem mutmachenden 1:0 gegen Hansa Rostock unterlag der VfB den Rheinländern am Ende knapp. Nach dem Abschlusstreffer durch Cyrill Akono bäumte sich die Mannschaft von Rolf Landerl nochmal auf, für einen Punktgewinn reichte es jedoch nicht mehr.  ©

Kölns Torschütze Lucas Cueto: „Der Sieg ist extrem wichtig, wenn man sich die letzten Wochen anschaut. Wir haben uns heute endlich mal wieder belohnt. Wir haben nicht im Camp Nou gespielt. Die Umstände waren schwierig. Das 1:0 war der Dosenöffner.“

Olaf Janßen, Trainer von Viktoria Köln: „Der Platz spielt eine Rolle. Ein gutes Passspiel war nicht möglich. Daran mussten wir uns erstmal gewöhnen. In der zweiten Halbzeit hatten wir den Wind im Rücken. Beide Mannschaften wollten unbedingt die drei Punkte holen. In der ersten Halbzeit haben sich beide Teams neutralisiert. Der VfB ist eine kompakte Mannschaft, schwer zu bespielen. Die 1:0-Führung gleich nach der Pause war der Brustlöser. Das Spiel war beim 2:0 gefühlt gegessen. Mit dem letzten Einwurf von Lübeck in der letzten Minute habe ich auf der Bank gesessen und einfach nur die Daumen gedrückt. Das war eine Leidenszeit in den letzten Minuten. Unterm Strich ist das ein verdienter Sieg für uns. Das ist noch ein langer Weg für alle Mannschaften. Man sieht, dass sich der VfB noch nicht aufgeben hat. Sie sind im Kampf. Das wird entscheidend sein. Ich drücke die Daumen.“