30. April 2021 / 23:54 Uhr

"Wir kämpfen für den Trainer": Stimmen zum Sieg und Final-Einzug von RB Leipzig in Bremen

"Wir kämpfen für den Trainer": Stimmen zum Sieg und Final-Einzug von RB Leipzig in Bremen

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
BREMEN, GERMANY - APRIL 30: Emil Forsberg of RB Leipzig celebrates with team mates Nordi Mukiele, Yussuf Poulsen and Ibrahima Konate after scoring his team's second goal during the DFB Cup semi final match between Werder Bremen and RB Leipzig at Weserstadion on April 30, 2021 in Bremen, Germany. Sporting stadiums around Germany remain under strict restrictions due to the Coronavirus Pandemic as Government social distancing laws prohibit fans inside venues resulting in games being played behind closed doors. (Photo by Focke Strangmann - Pool/Getty Images)
Grenzenloser Jubel bei RB Leipzig nach dem Last-Minute Treffer von Emil Forsberg in der 120. Spielminute. © 2021 Getty Images
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Das war eine ganz enge Kiste: Dank zweier Joker-Tore von bringen Hee-Chan Hwang und Emil Forsberg zieht RB Leipzig ins Endspiel um den DFB-Pokal ein. Wir haben nach dem Abpfiff erste Stimmen von Trainern und Spielern gesammelt.

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Bremen. RB Leipzig hat zum zweiten Mal nach 2019 das Endspiel im DFB-Pokal erreicht. Die Sachsen gewannen am Freitagabend im Halbfinale bei Werder Bremen nach torlosen 90 Minuten noch 2:1 nach Verlängerung. Im Endspiel trifft die Mannschaft des zum FC Bayern München wechselnden Trainers Julian Nagelsmann am 13. Mai im Berliner Olympiastadion auf den Gewinner des zweiten Halbfinals zwischen Borussia Dortmund und dem Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel, das am Samstag stattfindet. Die eingewechselten Hee-Chan Hwang (93.) und Emil Forsberg (120.+2) trafen für Leipzig, Leonardo Bittencourt war der zwischenzeitliche Ausgleich für die Bremer gelungen (105.+1).

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Die Werderaner standen gegen den Tabellenzweiten von Beginn an mächtig unter Druck. Bereits in der vierten Minute hatte Alexander Sörloth die große Chance zur Leipziger Führung, scheiterte mit einem Kopfball aber am stark reagierenden Jiri Pavlenka im Bremer Tor. Vor der Pause hatte Werder mit Ausnahme des Sörloth-Kopfballs sogar die besseren Szenen. Nach einer halben Stunde vergab Josh Sargent eine Riesenchance zur Führung, kurz vor der Pause entschied Schiedsrichter Manuel Gräfe nach einem Zweikampf zwischen Nordi Mukiele und Selke zunächst auf Strafstoß für die Gastgeber, nahm diese Entscheidung nach Intervention von Video-Assistentin Bibiana Steinhaus-Webb und eigener ausführlicher Videosichtung aber zurecht wieder zurück.

DURCHKLICKEN: Das sagen Spieler und Trainer

Peter Gulacsi (RB Leipzig): Werder hat es lange Zeit sehr gut gemacht, sie waren unangenehm. Insgesamt war das heute kein einfaches Spiel für uns. Wir wollten aber unbedingt als Mannschaft ins Finale kommen, inklusive Trainer. Wir wollen unseren ersten Titel holen, so wie er auch. Ich hoffe, dass wir diese Saison noch damit krönen können. Ich freue mich sehr, dass wir die Chance drauf haben. Zur Galerie
Peter Gulacsi (RB Leipzig): "Werder hat es lange Zeit sehr gut gemacht, sie waren unangenehm. Insgesamt war das heute kein einfaches Spiel für uns. Wir wollten aber unbedingt als Mannschaft ins Finale kommen, inklusive Trainer. Wir wollen unseren ersten Titel holen, so wie er auch. Ich hoffe, dass wir diese Saison noch damit krönen können. Ich freue mich sehr, dass wir die Chance drauf haben." ©

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Leipziger den Druck und hatten Pech, dass Sörloth mit einem Kopfball nur die Latte (65.) und Christopher Nkunku nur den Pfosten trafen (78.). Doch Werder hielt weiter mit viel Leidenschaft dagegen und rettete sich in die Verlängerung dank Pavlenka, der kurz vor Abpfiff eine Riesenchance des eingewechselten Yussuf Poulsen entschärfte.

Die in der Liga stark vom Abstieg bedrohten Bremer kassierten trotz einer couragierten Leistung den nächsten Rückschlag. Was die siebte Niederlage in den vergangenen acht Pflichtspielen für Trainer Florian Kohfeldt bedeutet, war zunächst unklar. Die Bremer Verantwortlichen hatten dem Coach nach der sportlichen Talfahrt nur eine Job-Garantie bis zum Pokalspiel gegeben.