19. Mai 2022 / 00:31 Uhr

"Wir sind alle die Helden": Frankfurt-Ekstase nach historischem Europa-League-Coup

"Wir sind alle die Helden": Frankfurt-Ekstase nach historischem Europa-League-Coup

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eintracht Frankfurt krönte sich gegen die Glasgow Rangers zum Europa-League-Champion.
Eintracht Frankfurt krönte sich gegen die Glasgow Rangers zum Europa-League-Champion. © IMAGO/Schüler
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Eintracht Frankfurt schoss sich gegen die Glasgow Rangers auf den Europa-League-Thron. In einem packenden Duell hatte die SGE im Elfmeterschießen das bessere Ende für sich – und setzte das i-Tüpfelchen auf eine emotionale Europa-Reise. Die Frankfurt-Akteure waren nach Spielschluss überwältigt.

Nach dem Abpfiff brachen auf dem Rasen von Sevilla alle Dämme. Zum ersten Mal seit 1980 krönte sich Eintracht Frankfurt am Mittwochabend zum Champion in Europa. Im Europa-League-Finale gegen die Glasgow Rangers (6:5 n.E.) war auch Keeper Kevin Trapp einer der Helden, hielt die SGE erst mit einem Weltklasse-Reflex kurz vor dem Ende der Verlängerung im Spiel und behielt anschließend im Elfmeterschießen die Nerven. "Wir sind alle die Helden, schaut euch das an", rief Nationaltorwart Kevin Trapp unmittelbar nach dem Schlusspfiff ins RTL-Mikrofon.

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Trapp hielt den Versuch von Aaron Ramsey. Rafael Borré versenkte den entscheidenden Schuss für die Hessen, die damit in der kommenden Saison erstmals in der Champions League spielen. Joe Aribo (57.) hatte die Rangers zunächst in Führung gebracht, die Borré (69.) aber noch in der regulären Spielzeit ausglich. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich hab im Elfmeterschießen fast einen Herzinfarkt bekommen", sagte Ansgar Knauff, zeigte jedoch zugleich, was ihm dieser Triumph bedeutete: "Wir haben es geschafft, das ist einfach nur schön."

Am Donnerstag soll beim Empfang am Frankfurter Römer die große Siegesparty in der Heimat steigen. Angeführt von einem am Final-Abend überragenden Kapitän Sebastian Rode, der nach Kopfverletzung mit blauem Turban spielte, steht das Team nun auf einer Stufe mit den UEFA-Cup-Siegern von 1980 um Karl-Heinz Körbel und den in diesem Jahr gestorbenen Jürgen Grabowski. "Es ist einfach verdient. Wir sind unglaublich glücklich mit den Jungs jetzt feiern zu dürfen", sagte ein platter Rode im Nachgang.

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Der SGE-Spielführer gab auch zu, während des Spiels das schlechteste Szenario im Kopf gehabt zu haben. Denn: Bei einer Pleite gegen die Rangers hätte die Eintracht mindestens ein Jahr ohne Europa planen müssen. "Für uns stand heute so viel auf dem Spiel", sagte Rode. Nun warten jedoch in der Champions League die ganz großen Kaliber. Grund zum Feiern gibt es daher genug. "Das ist einfach nur Wahnsinn", erklärte der verletzungsbedingt zum Zusehen verdammte Verteidiger Martin Hinteregger und versprach eine Party, "bis der letzte Fan nach Hause geht."