21. April 2021 / 22:24 Uhr

"Wir werden nicht abschenken und haben noch fünf K.o.-Spiele": Stimmen zum 1:1 vom VfB Lübeck gegen den FC Ingolstadt

"Wir werden nicht abschenken und haben noch fünf K.o.-Spiele": Stimmen zum 1:1 vom VfB Lübeck gegen den FC Ingolstadt

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
VfB-Trainer Rolf Martin Landerl hatte sich zusammen mit der Mannschaft mehr gegen Ingolstadt vorgenommen.
VfB-Trainer Rolf Martin Landerl hatte sich zusammen mit der Mannschaft mehr gegen Ingolstadt vorgenommen. © Agentur 54°
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Spieler und Trainer hatten sich gegen die "Schanzer" mehr vorgenommen und waren zwischenzeitlich auf einem guten Weg einen Dreier einzufahren. Bis ein Standard für eine erneute Punkteteilung sorgte.

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Rolf Landerl, VfB-Trainer: „Das Ergebnis schmerzt, wir hatten uns einen Dreier vorgenommen. Das war eine Leistung auf Augenhöhe bei unglaublich schwierigen Bedingungen. Spielerisch war das kein Leckerbissen. Es war schwierig, spielerische Lösungen zu finden. Das 1:1 fühlt sich zu wenig an. Das war ein kampfbetontes Spiel. Wir haben wieder Moral bewiesen. Das Tor von Hertner war wunderschön, fällt so nicht alle Tage. Nach dem 1:1 hätte ich mir gewünscht, dass wir weiter gemacht hätten. Wir hatten viele Ballverluste und sind dadurch in Konter hineingelaufen. Bei dem Standard haben wir die Zuordnung verloren. Schade, dass das 1:1 so gefallen ist. Wir müssen mit dem Ergebnis leben.“

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Torschütze Sebastian Hertner, VfB-Linksverteidiger: „Ich bin ein bisschen traurig. Ein 1:0 wäre überragend gewesen. Wir müssen das Ding herunterspielen. Ein Sieg hätte unheimlich gut getan. Das 1:1 bringt zwar etwas, ist aber nicht das, was wir uns erhofft hatten. Schade, dass wir uns bei einer Standardsituation nicht für den Lohn belohnt haben. Beim 1:1 haben wir eigentlich eine klare Zuordnung und müssen das analysieren. Wir werden jetzt nicht abschenken und haben noch fünf K.o.-Spiele. Ein Sieg in Magdeburg ist ein Muss, ein Punkt ist nicht genug. Wir müssen das Maximum herausholen. Wir haben gezeigt, dass wir gegen jeden bestehen können, und haben auch spielerisch schon gezeigt, dass wir Paroli bieten können.“

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Tommy Grupe, VfB-Abwehrchef: „Wir haben ein sehr kampfbetontes Spiel mit vielen langen und hohen Bällen gesehen, dass wir gut angenommen haben. Leider verteidigen wir den Standard vor dem 1:1 nicht gut, so dass wir nur einen Punkt mitnehmen. Unterm Strich ist das Ergebnis gerecht. Für beide Mannschaften ist es nicht das, was man angestrebt hat. Wir müssen zusehen, dass wir Spiele gewinnen. Dass Thorben und Bole am nächsten Sonntag in Magdeburg jeweils mit der fünften gelbe Karte gesperrt fehlen, können wir kompensieren. Wir haben einen breiten Kader. Die anderen Jungs sind heiß, zu spielen.“

Tomas Oral, Trainer vom FC Ingolstadt: „Aufgrund der Tatsache, dass der Boden trocken und die Verhältnisse widrig waren, haben wir eine bravouröse Mannschaftsleistung abgerufen. Gerade in der ersten Halbzeit war es unheimlich schwer zu spielen, weil der VfB Lübeck mit dem Wind im Rücken gespielt hat. Wir geraten durch einen Sonntagsschuss aus dem Nichts in Rückstand, kommen aber durch eine getretene Ecke gut zurück ins Spiel. Über 90 Minuten haben wir eine gute Leistung abgerufen und hätten uns kurz vor Schluss bei zwei Aktionen belohnen können. Wir haben ein kampfbetontes 1:1 gesehen. Da wir unbedingt aufsteigen wollen, ist das Ergebnis ärgerlich. Lübeck hat das gut gemacht und alles in die Waagschale geworfen. Das Spiel kann auch anders ausgehen.“