27. Januar 2021 / 22:24 Uhr

"Wir wollten den Sieg unbedingt": Stimmen zum 1:0 vom VfB Lübeck gegen Unterhaching

"Wir wollten den Sieg unbedingt": Stimmen zum 1:0 vom VfB Lübeck gegen Unterhaching

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Deichmann verwandelt den von Akono rausgeholten Elfmeter sicher zum 1:0.
Deichmann verwandelt den von Akono rausgeholten Elfmeter sicher zum 1:0. © Agentur 54°
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Pure Erleichterung der Lübecker nach dem kampfbetonten 1:0-Sieg gegen SpVgg Unterhaching.

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Rolf Landerl, VfB-Trainer: „Das war nervenaufreibend und unruhig speziell am Ende. Ziel war es, unbedingt einen Heimsieg einzufahren. Kompliment, wie die Mannschaft das umgesetzt hat. Speziell in der ersten Halbzeit haben wir vieles umsetzen können, von dem, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben den Gegner frühzeitig unter Druck gesetzt und gehen verdient in Führung. Zweite Halbzeit haben wir zu früh attackiert und dem Gegner dadurch Räume angeboten. Den einzigen Vorwurf, den ich meiner Mannschaft machen kann, ist, dass wir den einen oder anderen Konter am Ende hätten besser ausspielen können. Um den Sack frühzeitig zuzumachen und für Ruhe zu sorgen. Der Sieg ist hart erarbeitet. Umso mehr freuen wir uns über diesen. Erste Halbzeit war fußballerisch und kämpferisch gut. Die Jungs machen das in den letzten zwei Spielen überhaupt gut. Dafür, dass Akono über einen längeren Zeitraum kein Spiel bestritten und weniger als eine Woche mit uns trainiert hat, hat er der Mannschaft in seinem ersten Spiel definitiv gut geholfen. Er hat einen fitten Eindruck gemacht, deshalb habe ich mich entschieden, ihn zu bringen. Er hat seine Aufgaben gut erledigt. Insgesamt war das ein kleines Ausrufezeichen von uns. Eine gute Leistung hat auch Thorben Deters gebracht. Er hat gespielt, weil wir eine englische Woche haben. Einzig die Krönung fehlte durch ein Tor. Thorben hat einen feinen Fuß, eine gute Technik und ist auf mehreren Positionen einsetzbar. Er nimmt immer seine Rolle an und ist ein absoluter Teamplayer. Yannick musste ausgewechselt werden, weil der Oberschenkel zu gemacht hat.“

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Siegtorschütze Yannick Deichmann (sein fünfter Saisontreffer): „Am Ende zählt, dass wir die drei Punkte geholt haben. Wir haben wieder zu Null gespielt. Da müssen wir ansetzen.“

Der 1:0-Sieg vom VfB Lübeck gegen SpVgg Unterhaching in Bildern (27.01.2021).

Mirko Boland feiert den Torschützen Yannick Deichmann, der den fälligen Elfmeter sicher verwandelt hat. Zur Galerie
Mirko Boland feiert den Torschützen Yannick Deichmann, der den fälligen Elfmeter sicher verwandelt hat. ©

Mirko Boland, Leitwolf beim VfB Lübeck: „Eine gewisse Erleichterung ist da. Wir haben heute quasi die Flucht nach vorne angetreten, indem wir hoch gepresst haben. Das ist uns gut gelungen. Wir wussten, dass das ein wichtiges Spiel ist und haben uns einen Tick schärfer vorbereitet. Wir sind eine Mannschaft, die nur im Team funktioniert. Schon am Sonntag steht das nächste wichtige Spiel in Duisburg an.“

VfB-Kapitän Tommy Grupe: „Wir sind sehr glücklich über den Sieg. In der ersten Halbzeit war das eine spielerisch und kämpferisch gute Leistung. Jeder hat sich reingeworfen. In der zweiten Halbzeit hat Unterhaching Druck gemacht. Zum Schluss hatten wir Möglichkeiten, um das zweite Tor zu machen. Das war das zweite Spiel zu Null. Wir greifen weiter an und wollen in Duisburg nachlegen. Akono hat das gut gemacht. Er hat Bälle festgemacht und gearbeitet, bis er nicht mehr konnte. Ich glaube, er hatte Krämpfe.“


Arie van Lent, Trainer von Unterhaching: „Das war ein körperbetontes Spiel und ein schwer umkämpftes Spiel nach hinten heraus. Der Anfang war nicht gut von uns. Den Elfmeter kann man geben. Vor der Halbzeit kommen wir dann besser rein. Die zweite Halbzeit geht an uns. Wir haben versucht, diese spielerisch auf dem schweren Boden zu lösen. Leider fehlt uns die zurzeit die Durchschlagskraft und das Spielglück. Wir müssen weiter machen und uns verbessern.“

Die letzten Sekunden bis zum 1:0-Sieg des VfB Lübeck gegen SpVgg Unterhaching. (27.01.2021)

Markus Schwabl, Kapitän von Unterhaching: „Das passt zum Tag dazu, dass zwei meiner Zähne mit dem Stollen abgebrochen sind. Wir hatten es als Sechs-Punkte-Spiel ausgegeben. Die Pleite ist saubitter, weil wir auch noch durch einen Elfmeter verloren haben. Man steht dann wie ein Vollidiot da. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Am Ende ist das Ergebnis für uns fast schmeichelhaft, weil wir aufmachen mussten und die Lübecker noch einige gute Chancen hatten.“

Manfred Schwabl, Präsident von Unterhaching: „Das war Abstiegskampf pur. Am Ende hatte Lübeck das glücklichere Ende. Zweite Halbzeit haben wir kämpferisch alles gegeben, erste Halbzeit war bisschen mau. Wir haben keine Trainerdiskussion.“