19. September 2021 / 07:43 Uhr

Weiser kannte Regel nicht: Werder-Profi entschuldigt sich für Freistoß-Fauxpas gegen den HSV

Weiser kannte Regel nicht: Werder-Profi entschuldigt sich für Freistoß-Fauxpas gegen den HSV

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dieser Freistoß-Treffer von Werder-Angreifer Marvin Ducksch wird aberkannt, weil Mitchell Weiser (links) direkt neben der Mauer steht.
Dieser Freistoß-Treffer von Werder-Angreifer Marvin Ducksch wird aberkannt, weil Mitchell Weiser (links) direkt neben der Mauer steht. © IMAGO/Team 2 (Montage)
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Für Werder Bremen reihten sich im Nord-Derby gegen den Hamburger SV am Samstagabend mehrere unglückliche Szenen aneinander. Eine davon war ein zurückgepfiffener Freistoß-Treffer, dessen Aberkennung durch den in der HSV-Mauer postierten Mitchell Weiser hervorgerufen wurde. Der Neuzugang bezog nach dem Spiel Stellung.

Für Werder Bremen verlief der Derby-Abend gegen den Nord-Rivalen Hamburger SV (0:2) mehr als unglücklich. Während und nach der Partie sorgte insbesondere eine Szene für Diskussionen. Marvin Ducksch hatte kurz vor der Halbzeit per Freistoß zum vermeintlichen Ausgleich getroffen (42.). Schiedsrichter Sascha Stegemann verweigerte dem Tor aber seine Zustimmung – zurecht. Denn Werder-Neuzugang Mitchell Weiser hatte sich in der gegnerischen Mauer positioniert und damit gegen die Regeln verstoßen. "Ich kannte es einfach nicht", gab der Schuldige nach der Partie am Sky-Mikrofon zu. "Es tut mir leid für Marvin und die Mannschaft. Es wäre ein Riesentor gewesen für uns."

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Der aberkannte Ducksch-Treffer hätte kurz vor dem Seitenwechsel das frühe Gegentor durch HSV-Angreifer Robert Glatzel (2.) egalisiert. Kurz nach dem Freistoß-Wirbel hatte es prompt den nächsten Rückschlag gesetzt, Moritz Heyer traf fast unmittelbar im Gegenzug zum 2:0 (45.+1). "Viele Momente hätten anders laufen können. Es war heute nicht unser Tag", meinte Weiser weiter und sprach damit auch die vielen verpassten Großchancen in der Schlussphase an. Stürmer Ducksch monierte: "Du hast manchmal solche Tage, da will der Ball einfach nicht rein."

Insgesamt überwog bei den unterlegenen Bremern, die nach zuvor zwei Siegen wieder eine Niederlage einstecken mussten, aber der Stolz auf die eigene Leistung im zweiten Durchgang, der bedingt durch die frühe Gelb-Rote Karte für Christian Groß an den Kräften zehrten. So verwies Ducksch darauf, "dass wir mit einem Mann weniger noch alles versucht haben und uns drei, vier Hundertprozentige herausgespielt haben."

Auch Weiser erklärte sich mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. "Wir haben eine junge Mannschaft, waren vielleicht noch etwas nervös", sagte der 27-Jährige zwar, blickte jedoch optimistisch auf die kommenden Wochen. "Das war für zweite Liga ein gutes Niveau, Hamburg hat eine gute Qualität, aber eigentlich sind wir besser und ich hoffe, dass wir das im Rückspiel besser machen", sagte Weiser. Zunächst steht am kommenden Sonntag jedoch die Auswärtsaufgabe bei Aufsteiger Dynamo Dresden an. Als Tabellensiebter mit drei Punkten hinter Spitzenreiter Jahn Regensburg soll dann wieder ein Dreier her.

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