13. Januar 2021 / 21:15 Uhr

Wirbel im DFB-Pokal: Abseits-Tor von Gnabry bringt FC Bayern gegen Holstein Kiel in Führung

Wirbel im DFB-Pokal: Abseits-Tor von Gnabry bringt FC Bayern gegen Holstein Kiel in Führung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Serge Gnabry stand vor seinem Treffer gegen Holstein Kiel im Abseits.
Serge Gnabry stand vor seinem Treffer gegen Holstein Kiel im Abseits. © dpa/Getty
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Großer Ärger bei Holstein Kiel: Die Nordlichter sind im Heimspiel gegen den FC Bayern München früh in Rückstand geraten - durch ein klares Abseits-Gegentor. Die Bayern profitierten beim Führungstreffer von Serge Gnabry davon, dass es in den ersten beiden Runden keinen Videobeweis gibt.

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Der FC Bayern München führt wie erwartet in der Zweitrunden-Partie des DFB-Pokals bei Holstein Kiel. Serge Gnabry brachte den Triple-Sieger in der 14. Minute per Abstauber mit 1:0 gegen den Zweitliga-Dritten in Front - und das auf höchst umstrittene Art und Weise. Der deutsche Nationalspieler stand kurz vor seinem Führungstreffer knapp einen Meter im Abseits - wegen des Fehlen des Videobeweises zählte der Treffer sehr zum Ärger der Kieler trotzdem.

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Was war passiert? Der FC Bayern startete wenige Tage nach dem 2:3 bei Borussia Mönchengladbach druckvoll - und verwertete direkt die erste Chance. Eine Flanke von Corentin Tolisso köpfte Thomas Müller in Richtung Gnabry, der Robert Lewandowski im Zentrum ersetzte. Der Weltfußballer saß zunächst nur auf der Bank. Holstein-Keeper Ioannis Gelios ging zum Ball, konnte diesen aber nicht entscheidend abwehren. Gnabry, der beim Kopfball von Müller klar im Abseits stand, bekam den Ball vor die Füße und schob locker zum 1:0 ein. Schiedsrichter Robert Schröder gab das Tor trotz großer Proteste der Kiel-Spieler. Eine Fehlentscheidung!

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Der Videobeweis wird wie schon in den vergangenen Jahren in den ersten beiden Pokal-Runden nicht eingesetzt. Wurde er 2018/19 ab Viertelfinale genutzt, beginnt die VAR-Unterstützung seit der Vorsaison bereits im Achtelfinale. Der Grund für den "verspäteten" Einsatz: In den Stadien der unterklassigen Klubs sind nicht die nötigen technischen Voraussetzungen gegeben, weshalb im Sinne der Chancengleichheit überall auf das Hilfsmittel verzichtet wird, das im Holstein-Stadion sonst in der 2. Bundesliga regulär zum Einsatz kommt.

Bereits am Dienstag hatte es im zweiten Nachholspiel, dem 4:1 (1:1) von Bayer 04 Leverkusen gegen Eintracht Frankfurt, Ärger gegeben, als der Leverkusener Edmond Tapsoba bei seinem Treffer zum 2:1 im Abseits stand, der Treffer allerdings trotzdem zählte.