12. Juni 2019 / 13:15 Uhr

Wirbel um Jerome Boateng: So kam es zum Bruch beim FC Bayern

Wirbel um Jerome Boateng: So kam es zum Bruch beim FC Bayern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jerome Boateng saß beim FC Bayern München in der vergangenen Saison oft auf der Bank.
Jerome Boateng saß beim FC Bayern München in der vergangenen Saison oft auf der Bank. © dpa
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Der Wechsel von Jerome Boateng vor Beginn der vergangenen Spielzeit zu PSG stand kurz bevor. Doch dann verhinderten die schwache WM in Russland und ein Veto von Trainer Niko Kovac einen Abgang vom FC Bayern. In den folgenden Monaten krachte es offenbar heftig zwischen dem Rekordmeister und seinem Innenverteidiger.

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Jerome Boateng blickt auf eine unbefriedigende Saison beim FC Bayern München zurück. Präsident Uli Hoeneß legte dem langjährigen Nationalspieler bereits einen Vereinswechsel nahe. Auch Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge favorisiert einen Wechsel.

Boateng erklärte seinerseits, dass er nicht wegrennen werde und sich eine Zukunft beim FCB vorstellen könne. Sein Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2021. "Ich glaube, wir müssen eine für beide Seiten seriöse und faire Lösung finden. Das halte ich grundsätzlich für möglich", sagte Rummenigge im Interview mit der Sport Bild.

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Bereits vor der abgelaufenen Spielzeit gab es Verhandlungen mit Paris Saint-Germain über einen Wechsel. Paris-Trainer Thomas Tuchel soll sogar kurz vor dem letzten WM-Testspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Saudi-Arabien bei den Gesprächen in Köln mit dabei gewesen sein.

Kovac legt Veto ein

Rummenigge berichtete, dass ein Angebot über 18 Millionen Euro am 28. August in München einging - der Rekordmeister wollte Boateng für diesen Preis ziehen lassen. Doch dann habe Trainer Niko Kovac sein Veto eingelegt. "Und dann hat Niko Jerome mitgeteilt, dass er ihn um Verständnis bittet: Er könne ihn nicht freigeben, da er in der Innenverteidigung drei gestandene Spieler brauche. Das hat Jerome nicht gefallen, das habe ich damals gespürt. Aber wir hatten Verständnis für Nikos Sicht", sagte der Bayern-Vorstandschef.

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Im Oktober 2018 sei es zum Bruch zwischen Boateng und der sportlichen Führung des Rekordmeisters gekommen. Bei einem Gespräch mit Kovac über die fehlende Einstellung habe sich auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic eingeschaltet. "Du hast mir gar nichts zu sagen, du wolltest mich im Sommer loswerden", soll Boateng in Richtung Salihamidzic nach dem Champions-League-Spiel in Athen gesagt haben. Fortan setzte Kovac kaum noch auf den gestandenen Innenverteidiger.

FC Bayern fordert 15 Millionen Euro

Der 30-Jährige will es sich jetzt in erster Linie selbst beweisen. "Ich möchte noch einmal meine Klasse nachweisen nach den Enttäuschungen dieser Saison und zeigen, dass ich zu den drei Top-Innenverteidigern der Welt gehöre", betonte er. Einen Wechsel nach China oder in die USA schloss Boateng daher aus. Der FC Bayern soll laut Sport Bild mindestens 15 Millionen Euro fordern.

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