20. November 2021 / 11:30 Uhr

Wirbel um umstrittenes Katar-Sponsoring des FC Bayern: Gericht weist Fan-Antrag ab

Wirbel um umstrittenes Katar-Sponsoring des FC Bayern: Gericht weist Fan-Antrag ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Katar-Sponsoring des FC Bayern stößt zunehmend auf Gegenwind aus der Fan-Szene.
Das Katar-Sponsoring des FC Bayern stößt zunehmend auf Gegenwind aus der Fan-Szene. © IMAGO/Eibner/Poolfoto (Montage)
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Das umstrittene Katar-Sponsoring des FC Bayern München erzeugt beim deutschen Rekordmeister weiter immense Nebengeräusche. Nun gibt es für den deutschen Branchenprimus aber positive Neuigkeiten. Das Arbeitsgericht München hat einen Fan-Antrag zurückgewiesen, der sich gegen die Kooperation ausspricht.

Ein Antrag gegen das umstrittene Katar-Sponsoring des FC Bayern München wird auf der Mitgliederversammlung in der kommenden Woche womöglich nicht zur Diskussion und Abstimmung kommen. Das Arbeitsgericht München habe "den Antrag auf einstweilige Verfügung zurückgewiesen", teilte Bayern-Mitglied und Initiator Michael Ott auf Twitter mit. Er will die Behandlung des Streitthemas durchsetzen.

Die Begründung des Gerichtes richtet sich laut Ott nicht gegen den Katar-Antrag an sich: "Es stützt sich nur darauf, dass keine ausreichende Dringlichkeit bestehe." Das Präsidium des deutschen Rekordmeisters hat bislang keine Entscheidung über die Zulassung des Antrages bekanntgegeben. Möglich wäre auch noch ein Spontanantrag in der Jahreshauptversammlung am kommenden Donnerstag. Dieser würde laut Ott aber eine 75-Prozent-Mehrheit der anwesenden Mitglieder benötigen. "Das reduziert die Erfolgschancen extremst", glaubt er.

Zahlreiche Bayern-Fans stören sich wegen der umstrittenen Menschenrechtsfrage im Gastgeberland der nächsten Fußball-WM an der hochdotierten Partnerschaft des FC Bayern mit der Fluglinie Qatar Airways. Der Verein soll Druck auf die FC Bayern AG ausüben, dass der bis 2023 laufende Millionenvertrag beendet und nicht verlängert wird. Ott will nicht aufgeben. "Es geht in die nächste Runde", kündigte er an.

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Bayern-Fans protestieren immer wieder gegen die Geschäftsbeziehungen ihres Vereins mit Katar. Beim Bundesliga-Spiel gegen den SC Freiburg (2:1) taten sie das zuletzt mit einem riesigen Plakat. "Für Geld waschen wir alles rein", stand auf einem Transparent in der Südkurve der Allianz Arena. Unter dem Schriftzug waren Vorstandschef Oliver Kahn und Vereinspräsident Herbert Hainer neben einer Waschmaschine mit der Aufschrift "FCB AG" beim Waschen blutverschmierter Kleidung zu sehen. In Kahns linker Hand war ein Koffer voller Geld mit der Aufschrift "You can rely on us" ("Ihr könnt euch auf uns verlassen") zu sehen.