07. Juni 2020 / 21:22 Uhr

Wirbel um Elfmeter-Entscheidung bei Augsburg-Remis: Herrlich attackiert VAR - "Ein Skandal"

Wirbel um Elfmeter-Entscheidung bei Augsburg-Remis: Herrlich attackiert VAR - "Ein Skandal"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Heiko Herrlich beschwerte sich nach dem Remis seiner Augsburger gegen Köln über einen nicht gegebenen Elfmeter.
Heiko Herrlich beschwerte sich nach dem Remis seiner Augsburger gegen Köln über einen nicht gegebenen Elfmeter. © Peter Schatz / Pool
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Wut-Interview von Heiko Herrlich bei "Sky". Der Trainer des FC Augsburg hat sich nach dem 1:1 seines Klubs gegen den 1. FC Köln deutlich über einen nicht gegebenen Elfmeter beschwert. Auch die Ansetzung des Videoschiedsrichters Guido Winkmann, der den potenziellen Strafstoß überprüft hatte, kritisierte Herrlich.

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Großer Ärger beim FC Augsburg nach dem 1:1 im Bundesliga-Duell gegen den 1. FC Köln. Trainer Heiko Herrlich beschwerte sich im Interview beim Pay-TV-Sender Sky mit deutlichen Worten über eine vermeintliche Fehlentscheidung des Schiedsrichter-Teams um Benjamin Cortus und kritisierte die Ansetzung des Videoassistenten Guido Winkmann. "Dann können wir aufhören mit Videokeller", polterte der 48-Jährige.

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Was war passiert? Herrlich echauffierte sich über eine Szene aus der 49. Minute: Noel Sarenren Bazee ging im Kölner Strafraum beim Spielstand von 0:0 zu Boden. Rafael Czichos und Ismail Jakobs nahmen den ehemaligen Hannoveraner förmlich in die Zange und bearbeiteten Sarenren Bazee an den Beinen und Armen. Jakobs zog den Augsburger schließlich zu Boden. Cortus ließ das Spiel weiterlaufen. Nach knapp einminütiger Beratung mit dem Videoschiedsrichter entschied der Haupt-Referee schließlich, dass kein elfmeterwürdiges Foul vorgelegen habe. Eine strittige Entscheidung.

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Fredi Bobic rät Heiko Herrlich nach Wut-Attacke zu einer Entschuldigung

Eine, die Herrlich förmlich auf die Palme brachte: "Für mich unverständlich, was der Herr Winkmann da gesehen hat im Videokeller. Nur, weil der Schiedsrichter das nicht gesehen hat. Er trifft ihm an Fuß, er zieht ihn mit dem Arm runter", wütete der kurz vor der Corona-Pause in Augsburg eingestellte Nachfolger von Martin Schmidt. Und Herrlich ging noch weiter: "Das ist ein Skandal. Das kann nicht sein. Es geht hier um den Klassenerhalt und da sitzt einer der 30 Kilometer weg von Köln lebt." Eine brisante Aussage: Tatsächlich lebt Winkmann im nordrhein-westfälischen Kerken, das rund 85 Kilometer von der Stadt Köln entfernt liegt.

Für Eintracht-Frankfurt-Boss Fredi Bobic waren die Aussagen Herrlichs ein No-Go. "Das ist eine Fehlentscheidung, aber kein Skandal. Ich hoffe, er hat noch den Anstand sich zu entschuldigen", sagte der ehemalige Stürmer in der Sky-90-Runde.