09. April 2021 / 16:48 Uhr

"In keinster Weise nachvollziehbar": Bundesregierung weist nach Petry-Aus Kritik aus Ungarn scharf zurück

"In keinster Weise nachvollziehbar": Bundesregierung weist nach Petry-Aus Kritik aus Ungarn scharf zurück

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zsolt Petry ist nach einem kontroversen Interview nicht länger Torwarttrainer von Hertha BSC.
Zsolt Petry ist nach einem kontroversen Interview nicht länger Torwarttrainer von Hertha BSC. © IMAGO/Metodi Popow
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Das Aus von Zsolt Petry bei Hertha BSC zieht weiter politische Kreise: Nach den Äußerungen von ungarischen Regierungsmitgliedern, die das Vorgehen der Berliner als Eingriff in die Meinungsfreiheit kritisierten, hat nun die deutsche Bundesregierung reagiert.

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Die Bundesregierung hat Äußerungen der ungarischen Regierung zur Freistellung des Torwarttrainers Zsolt Petry durch Hertha BSC kritisiert. Sie seien „in keiner Weise nachvollziehbar“, sagte der stellvertretende Sprecher des Auswärtigen Amts, Christopher Burger, am Freitag in Berlin. Das habe der Geschäftsträger der deutschen Botschaft in Budapest bei einem Gespräch im ungarischen Außenministerium am Donnerstag auch deutlich gemacht. „Die Anspielung insbesondere auf den Nationalsozialismus weisen wir in aller Deutlichkeit zurück.“

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Der ungarische Torwarttrainer Petry hatte sich in einem Interview der regierungsnahen ungarischen Tageszeitung Magyar Nemzet unter anderem zum Thema Zuwanderung geäußert. Er hatte auch den Einsatz von Landsmann Peter Gulacsi, Nationalkeeper und Torwart von Bundesligist RB Leipzig, für einen Verein kritisiert, der unter anderem die Homo-Ehe unterstützt.

Das ungarische Außenministerium hatte das Vorgehen von Hertha BSC als Eingriff in die Meinungsfreiheit kritisiert: Deutschland und Ungarn hätten „direkte historische Erfahrungen mit dem größtmöglichen Meinungsterror, (...) weswegen die Überwachung des Grundrechts der Redefreiheit unsere gemeinsame moralische Pflicht ist“, hieß es in einer Stellungnahme. „Unabhängig von der weltanschaulichen Basis ist die Beschränkung der Meinungsäußerung für die Ungarn inakzeptabel, weil sie ein System heraufbeschwört, wogegen Tausende unserer Landsleute ihr Leben geopfert haben.“

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