02. August 2019 / 14:39 Uhr

Wird der FC Kilia Kiel seiner Favoritenrolle gerecht?

Wird der FC Kilia Kiel seiner Favoritenrolle gerecht?

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Im Kreispokal konnten selbst die in Grün gewandeten Oberliga-Fußballer des TSV Bordesholm den FC Kilia nicht stoppen. Nun wollen die Verbandsligisten die Truppe von Trainer Steve Frank am Gewinn der Meisterschaft hindern.
Im Kreispokal konnten selbst die in Grün gewandeten Oberliga-Fußballer des TSV Bordesholm den FC Kilia nicht stoppen. Nun wollen die Verbandsligisten die Truppe von Trainer Steve Frank am Gewinn der Meisterschaft hindern. © Uwe Paesler
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Endlich geht es wieder los. Am Sonnabend startet die Fußball-Verbandsliga Ost in ihre neue Saison. Die Zusammensetzung der Liga hat sich deutlich verändert, denn neben Landesliga-Absteiger TSG Concordia Schönkirchen bereichern nun auch die Aufsteiger Inter Türkspor Kiel II, Wiker SV, Probsteier SG und TSV Flintbek das Teilnehmerfeld. Die SG Bornhöved/Schmalensee geht nach dem Zusammenschluss mit dem TSV Wankendorf als FSG Saxonia ins Rennen. Die Spielklasse hat folglich ein komplett verändertes Gesicht, und Prognosen sind schwierig, da die Liga einen überwiegend ausgeglichenen Eindruck macht.

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Klar beantwortet scheint lediglich die Aufstiegsfrage. Nahezu alle Trainer tippen auf den FC Kilia Kiel als kommenden Meister. Eine Umfrage auf dem KN-Sportbuzzer sah den Traditionsklub vom Hasseldieksdammwer Weg ebenfalls vorn: Fast 60 Prozent der User votierten für den FC Kilia, circa 20 Prozent tippten auf die TSG Concordia Schönkirchen, und dahinter erreichen nur noch der Preetzer TSV, der VfR Laboe und der TSV Plön zweistellige Werte. Im Pokalspiel gegen den Oberligisten TSV Bordesholm (3:0) stellten die Kilianer ihre Qualität schon einmal deutlich unter Beweis.

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Andreas Möller: „Ich bin mir sicher, dass wir einen einstelligen Tabellenplatz erreichen werden."

Die neue Spielzeit wird jedoch mit Sicherheit kein Selbstläufer für die Kilianer, die Woche für Woche die richtige Einstellung auf dem Platz zeigen müssen. Die erste Chance bietet sich dem Meisterschaftsaspiranten am Sonntag (15 Uhr) beim TSV Flinkbek. Und auch bei den Schönkirchenern muss man erst einmal abwarten, schließlich hat das Team erneut einen personellen Umbruch hinter sich. Bereits das Auftaktmatch beim Preetzer TSV (Sbd. 15.30 Uhr) könnte eine knifflige Aufgabe werden. Jedenfalls ist der PTSV eines jener Teams, die im Titelrennen Außenseiterrollen einnehmen. Die Mannschaft hat sich personell kaum verändert, wurde durch einige junge, ehrgeizige Spieler ergänzt und konnte bereits in der letzten Rückserie mehr Punkte einfahren als Kilia. „Ich bin mir jedenfalls hundertprozentig sicher, dass wir einen einstelligen Tabellenplatz erreichen werden. Wie weit es nach oben gehen kann, wird schlichtweg von unserer Personalsituation abhängen“, sagte PTSV-Coach Andreas Möller, der ergänzt: „Unsere jungen Spieler beleben den Konkurrenzkampf ganz wesentlich. Wichtig ist allerdings das Vorhandensein der Routiniers. Diese fehlten zum Beispiel im Pokalspiel gegen Nortorf – schon lief bei uns nicht mehr viel zusammen.“ Stehen jedoch die erfahrenen Thorge Beuck, Tobias Nehren, Alexander von Randow, Nils Kretschmer und Tom Bartels zur Verfügung, sieht Möller gute Chancen, etwaige Leistungsschwankungen der jungen Akteure kompensieren zu können.

Volmar Meyer: „Uns kommt es durchaus entgegen, wenn uns keiner auf dem Schirm hat."

Doch nicht nur die Frage nach alternativen Meisterschaftskandidaten gestaltet sich spannend, auch die Suche nach potenziellen Absteigern ist interessant. Im Rahmen der Sportbuzzer-Umfrage wurden die Aufsteiger erwartungsgemäß oft genannt, doch die mit Abstand meisten Stimmen erhielt der 1. FC Schinkel, der in der vergangenen Saison nur mit Ach und Krach die Klasse halten konnte. „Ich weiß nicht, wie man zu so einer Einschätzung kommt. Uns kommt es jedenfalls durchaus entgegen, wenn uns keiner auf dem Schirm hat. Wir wollen und werden jedenfalls den Beweis antreten, dass wir nicht so schlecht sind“, sagt FCS-Coach Volkmar Meyer, der das Team zu Saisonbeginn übernahm. Fakt ist, dass sich beim FCS im Vergleich zur Vorsaison nicht nur in personeller Hinsicht einiges getan hat. „Die Stimmung ist gut, der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft ist gegeben, und die Trainingsbeteiligung kann sich auch sehen lassen“, sagt Meyer. Ob dies auch gleich zu einem positiven Ergebnis führt, wird man am Sonntag (15 Uhr) beim Gastspiel bei der FSG Saxonia sehen.



Die Teams aus der Fußball-Verbandsliga Ost (Saison 2019/20)

VfR Laboe: Hinten: Co-Trainer Maik Eschen, Matthias Monzer, Steven Kühl, Dennis Hegewald, Lasse Saager, Kevin Cerny, Antonio-Marcial Grünwald, Ali Ramez Malekzadah, Physio Caro Krüger. Mitte: Co-Trainer Dominic Kahl, Trainer Mikica Mladenovic, Felix Kock, Fynn Eggers, Eike Meisner, Oliver Blazevic, Christian Hirdes, Sebastian Wendt, Andre Wieland, Betreuer Michael Lobeck, Betreuer Torben Schulz, Betreuer Torsten Rumohr. Vorne: Rene Puls, Michael Kiefer, Patrick Wemmer, Christoph Zander, Rene Reinke, Pascal Puls, Murat Kayabas, Janek Geisbauer Zur Galerie
VfR Laboe: Hinten: Co-Trainer Maik Eschen, Matthias Monzer, Steven Kühl, Dennis Hegewald, Lasse Saager, Kevin Cerny, Antonio-Marcial Grünwald, Ali Ramez Malekzadah, Physio Caro Krüger. Mitte: Co-Trainer Dominic Kahl, Trainer Mikica Mladenovic, Felix Kock, Fynn Eggers, Eike Meisner, Oliver Blazevic, Christian Hirdes, Sebastian Wendt, Andre Wieland, Betreuer Michael Lobeck, Betreuer Torben Schulz, Betreuer Torsten Rumohr. Vorne: Rene Puls, Michael Kiefer, Patrick Wemmer, Christoph Zander, Rene Reinke, Pascal Puls, Murat Kayabas, Janek Geisbauer ©

Bereits am Sonnabend um 14 Uhr im Einsatz ist der Wiker SV, der beim TSV Stein gastiert und nach Ansicht der Umfrageteilnehmer auch zum Kreis denkbarer Absteiger zählt. „Das ist im Grunde die Rolle, die wir uns wünschen“, sagt-Trainer Dannie Osterhoff, der zu Saisonbeginn beim WSV anheuerte. Im Rahmen der Vorbereitung konnte dem TSV Altenholz ein 3:3 abgetrotzt werden, und bei der 3:5-Niederlage im Test gegen den TSV Kronshagen zog sich das Team sehr gut aus der Affäre. „Wir brauchten ein wenig Zeit, um eingespielt zu sein, doch meine Mannschaft hat sich von Spiel zu Spiel deutlich gesteigert“, sagt Osterhoff, dem Innenverteidiger Martin Rehbehn zum Start fehlen wird.

Komplettiert wird der Spieltag am Sonnabend (15 Uhr) mit dem Duell zwischen dem TSV Plön und dem ASV Dersau. Eine halbe Stunde später hat der Dobersdorfer SV den MTV Dänischenhagen zu Gast und will sich dann besser präsentieren als bei der 0:4-Heimpleite in der Vorsaison. Am Sonntag (16 Uhr) empfängt Inter Türkspor Kiel II den Vorjahresdritten VfR Laboe. „Ich blicke überaus zuversichtlich in die Saison“, erklärt Inters Coach Mefail Sengül. Sein Team zeigte in der Vorbereitung schließlich überzeugende Auftritte, sowohl bei der 2:5-Niederlage gegen den TSV Klausdorf als auch beim 2:1-Erolg gegen den Oberliga-Aufsteiger Eckernförder SV.

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Torhüter Bernd Schipmann wechselte im Sommer 2015 von der U23-Mannschaft des FC Schalke 04 zu Holstein Kiel. 2018 verschlug es Schipmann dann in die Oberliga Westfalen zu Rot Weiss Ahlen, mit denen er in die Regionalliga West aufgestiegen ist. ©

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