07. Oktober 2021 / 14:44 Uhr

Wirtz, Adeyemi und Musiala: Bundestrainer Hansi Flick lobt seine Nachwuchsstars

Wirtz, Adeyemi und Musiala: Bundestrainer Hansi Flick lobt seine Nachwuchsstars

Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Hansi Flick (rechts) ist mit den Leistungen von Florian Wirtz (von links), Karim Adeyemi und Jamal Musiala sehr zufrieden.
Bundestrainer Hansi Flick (rechts) ist mit den Leistungen von Florian Wirtz (von links), Karim Adeyemi und Jamal Musiala sehr zufrieden. © Getty Images (Montage)
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Über den Nachwuchs beim DFB wird immer viel diskutiert. Bundestrainer Hansi Flick hat mit Florian Wirtz, Karim Adeyemi und Jamal Musiala drei sehr junge Top-Talente dabei - und lobt deren Entwicklung. Außerdem sprach der Bundestrainer am Donnerstag über Stürmer Timo Werner und die WM in Katar. 

Am Freitagabend steht in Hamburg (20.45 Uhr/RTL) für Hansi Flick gegen Rumänien das vierte Spiel als Bundestrainer auf dem Programm. "Das ist eine Mannschaft, die Fußball spielen will. Sie haben die letzten drei Spiele zu null gespielt. Wir müssen eine hohe Intensität auffahren und den Gegner unter Druck setzen", so Flick. Mit Siegen gegen Rumänien und anschließend am Montagabend in Nordmazedonien könnte das DFB-Team schon die Qualifikation für die WM 2022 in Katar perfekt machen, wenn der Tabellenzweite Armenien strauchelt.

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Mit der Arbeit und dem Auftreten der Nationalmannschaft in Hamburg zeigte sich der Bundestrainer auf der Pressekonferenz am Donnerstag sehr zufrieden. "Es herrscht eine sehr gute Atmosphäre innerhalb des Teams. Es ist ein gutes Miteinander vorhanden", lobte der Bundestrainer. Flick freute sich vor allem über die drei jungen Spieler in seinem Team: Florian Wirtz (18), Jamal Musiala (18) und Karim Adeyemi (19). "Florian macht seine Sache sehr gut. Da bin ich im Austausch mit Seoane (Gerardo Seoane, Trainer von Bayer Leverkusen; Anm. der Redaktion). Einfach klasse, wie er sich aktuell entwickelt", erklärte Flick.

Gerade die junge Generation liegt Flick am Herzen. "Über den Nachwuchs haben wir immer viel gesprochen. Und jetzt sind relativ schnell mit Karim Adeyemi, Jamal Musiala und Florian Wirtz drei ganz junge tolle Spieler dabei. Da sollte man einfach Vertrauen haben."

Nachdem der Bundestrainer schon dem Verteidiger-Duo Antonio Rüdiger und Niklas Süle eine Startelf-Garantie gegeben hatte, wollte er sich bei der Besetzung weiterer Positionen gegen Rumänien noch nicht festlegen. Außerdem sprach Flick über...

... die sportliche Ausgangssituation: "Alle Spieler sind gesund und fit. Wir sind sehr zufrieden. Die Atmosphäre ist sehr gut, vor allem die neuen, jungen Spieler sind sehr gut aufgenommen worden. Die Mannschaft hat gestern überragend trainiert. Das hat mir und dem Trainerteam sehr gut gefallen. Ich musste auf den letzten Teil verzichten, weil die Intensität so hoch war."

... Stürmer Timo Werner: "Jeder muss Verantwortung übernehmen und Eigeninitiative zeigen. Was die Entwicklung von Timo bei Chelsea betrifft: Er kann sehr zufrieden sein. Aber Chelsea hat natürlich eine Mannschaft, bei der es nicht so einfach ist, zu spielen. Das erfährt auch Kai Havertz. Die Mannschaft ist top besetzt und hat riesige Qualität. Deswegen ist es in der Karriere eines Profis auch so, dass man durch solche Täler gehen muss."


... die WM in Katar, die immer wegen der Menschenrechtsverletzungen im Land immer wieder im Fokus steht: "Ich kann über die Entwicklung im Land wenig sagen. Wenn wir vor Ort sind, sollten wir die Dinge bewerten und Stellung dazu nehmen. Aktuell sind wir zu weit weg."

... Beschäftigung für die Spieler, wenn kein Training ist: "Wir dürfen ja nicht allzu viel machen. Von daher ist das mit dem Fahrrad ganz gut, wenn man raus will und ein paar Runden drehen will. Gestern hatten wir eine Schreibstunde, also haben Fanartikel signalisiert. Diese Dinge wollen wir an die Fans weitergeben. Das waren Poster oder Bälle."

... die verfrühte Abreise von Marco Reus bei den letzten Länderspielen: "Wir haben einen Mannschaftsarzt, der auch Mannschaftsarzt von Bayern München ist. Wenn er sagt, dass es nicht geht, finde ich es legitim, dass man den Spieler nach Hause schickt. Bei Thomas Müller war es ja ähnlich. Er hätte vielleicht im letzten Spiel spielen können. Aber auch da war es nicht sicher. Also haben wir ihn zurück nach München geschickt."

... den Stand der Nachwuchsarbeit beim DFB: "Mir ist es schon wichtig. Ich möchte das schon alles wissen, wie weit wir sind. Aktuell habe ich da noch wenig Zeit zu gehabt. Wir haben in Deutschland eine gute Struktur. Wir müssen einiges besser machen ohne Frage, da bin ich aber gerne bereit, zu helfen und will mir alles anschauen."