08. November 2019 / 18:04 Uhr

Wittstocker Axel Simon gewann vier Mal German Open Snooker Ranking – Änderung der Regeln

Wittstocker Axel Simon gewann vier Mal German Open Snooker Ranking – Änderung der Regeln

Dirk Becker
Märkische Allgemeine Zeitung
Der Wittstocker Axel Simon ist am Snooker-Tisch zu Hause.
Der Wittstocker Axel Simon ist am Snooker-Tisch zu Hause. © MAZ
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Vor 10 Jahren: Weil Axel Simon vom Snookerclub Wittstock viermal das German Open Snooker Ranking gewann, wurde das Reglement geändert.

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Wegen Axel Simon wurde vor zehn Jahren sogar das Regelwerk geändert. Als der Wittstocker ein Jahr zuvor das erste Mal die GOSR-Rangliste gewonnen hatte (German Open Snooker Ranking), wurden gleich mal die Modalitäten gewechselt. Noch 2008 war derjenige Sieger der GOSR-Liste, der die meisten Erfolge in vielen Turnieren erspielte. „Vereine aus dem Süden hatten gegen diese Regel interveniert“, sagt Axel Simon. Also hieß es vor der Saison 2009, dass nur die besten zehn Turniere zählen. „Aber da habe ich auch wieder gewonnen.

Überhaupt lief es Anfang November vor zehn Jahren sehr gut für den Sport- und Erdkundelehrer des Wittstocker Gymnasiums. Gerade hatte Simon bei den Deutschen Meisterschaften in Bad Wildungen den dritten Platz bei den Senioren (über 40 Jahre) gewonnen. „Ich stand mit Thomas Hein auf dem Treppchen“, erinnert sich der 57-Jährige voller Stolz auf seine damalige Leistung. Sieger Hein ist heutiger Snooker-Bundestrainer. Eine Woche später reckte Axel Simon beim zweitgrößten Deutschen GOSR-Turnier in Hamburg die Faust als Sieger in die Luft.

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Snooker bestimmte das Leben von Axel Simon. Von Oktober bis März ging die Saison, er besuchte jedes Turnier, wenn es seine Arbeit zuließ. Nach Hannover, Hamburg, Neubrandenburg, Bad Wildungen oder sogar in die Schweiz zog er mit seinem Queue. Simon wohnte quasi im Vereinsraum, korrigierte sogar Klassenarbeiten dort, nur um zwischendurch ein paar Kugeln über den großen Tisch zu befördern.

„Ich war schon ehrgeizig“, beschreibt Simon einen Teil seines damaligen Erfolges, „ich bin sehr diszipliniert und auch gewohnt, mich analytisch zu beobachten“. Den Grundstock für diese Fähigkeiten erlernte Simon in jungen Jahren beim Gewichtheben. Mit 13 Jahren war er DDR-Meister, „bis 18 habe ich das gemacht“.

„Ich war schon ehrgeizig“, beschreibt Simon einen Teil seines damaligen Erfolges, „ich bin sehr diszipliniert und auch gewohnt, mich analytisch zu beobachten“. Den Grundstock für diese Fähigkeiten erlernte Simon in jungen Jahren beim Gewichtheben. Mit 13 Jahren war er DDR-Meister, „bis 18 habe ich das gemacht“.

Wittstocker Snooker-Verein 2012 abgemeldet

Nach Abitur und Armee folgte ein Sportstudium, 1989 ging es zurück an seine alte Wittstocker Schule, nun als Lehrer. Auch damals spielten er und Arne Teschner Billard. Pool – im örtlichen Spielsalon. „Eines Tages waren dort alle Tische besetzt und wir wechselten in eine Spielothek. Dort habe ich zum ersten Mal einen großen Tisch gesehen.“ Simon war angefixt: „Ich hatte sofort Ambitionen, das Spiel mit den kleineren Kugeln zu lernen.“ Akribisch wurde trainiert, Kameras hielten jede kleine Bewegung fest, wurden minutiös ausgewertet. „Ich war ledig, hatte Zeit.“

Heute gibt es den Wittstocker Verein nicht mehr, er wurde 2012 wegen Mitgliederschwund abgemeldet. Simon spielt nur noch in seiner Freizeit – würde sich aber über Gleichgesinnte freuen.

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Hat schon 16 Tore diese Saison geschosssen: Union Neuruppin-Spieler Alexander Redepenning. Zur Galerie
Hat schon 16 Tore diese Saison geschosssen: Union Neuruppin-Spieler Alexander Redepenning. ©
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