04. Dezember 2022 / 21:27 Uhr

Kramer hält Wenger-Theorie zu deutschem WM-Aus für "ganz, ganz großen Schwachsinn"

Kramer hält Wenger-Theorie zu deutschem WM-Aus für "ganz, ganz großen Schwachsinn"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Christoph Kramer hält nicht viel von den Aussagen von Arsene Wenger.
Christoph Kramer hält nicht viel von den Aussagen von Arsene Wenger. © IMAGO/fohlenfoto/Getty Images (Montage)
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FIFA-Funktionär Arsène Wenger sorgte am Sonntag mit einer Aussage für Aufsehen, die wie ein Nachtreten gegen das DFB-Team wirkt. Zwei Ex-Weltmeister widersprechen dem Trainerveteran energisch, besonders Christoph Kramer, der zudem eine Vermutung über die Hintergründe der Wenger-Theorie hat. 

Mit einer ganz offenbar gegen die deutsche Mannschaft gerichteten Spitze hat FIFA-Berater Arsène Wenger für Wirbel gesorgt. Der Chef der Technischen Studiengruppe des Fußball-Weltverbandes sagte am Sonntag, bei der WM in Katar seien die Teams schon zum Auftakt erfolgreich gewesen, die "nicht auf politische Demonstrationen fokussiert" gewesen wären. Damit spielte der langjährige Trainer des FC Arsenal offenkundig auf die Aufregung bei der DFB-Auswahl um die "One Love"-Kapitänsbinde und die Hand-vorm-Mund-Geste vor der 1:2-Startpleite gegen Japan an.

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Ex-Weltmeister Christoph Kramer widersprach Wengers These im ZDF energisch. "Die Aussage ist komplett sinnlos, ganz, ganz großer Schwachsinn", sagte der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach. Diese Ansicht könne auch nicht wirklich Wengers Überzeugung sein. "Dafür war er viel zu lange einer der besten Trainer der Welt", sagte Kramer.

Auch Mertesacker kritisiert Wenger

Wenger also nur ein Sprachrohr der FIFA? Auch der frühere Nationalspieler Per Mertesacker sah die Rolle des Franzosen beim Weltverband FIFA als Auslöser für die Äußerung des 73-Jährigen. Dass die deutsche Mannschaft ausgeschieden sei, nutze sein Ex-Trainer Wenger nun wohl für eine Stellungnahme pro FIFA, "um uns noch eins auszuwischen", sagte Mertesacker.

Vor dem ersten WM-Spiel der Nationalmannschaft hatte die FIFA dem DFB und sechs anderen europäischen Verbänden das Tragen der "One Love"-Kapitänsbinde untersagt. Die Binde soll für Vielfalt und Meinungsfreiheit stehen. Der Deutsche Fußball-Bund hatte das FIFA-Verbot scharf kritisiert. Die Diskussion überschattete den WM-Auftakt des Teams von Bundestrainer Hansi Flick. Vor dem Anpfiff gegen Japan hielten sich die Nationalspieler zum Zeichen des Protests die Hand vor den Mund.

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Bierhoff bestreitet Zusammenhang zwischen WM-Aus und "One Love"-Debatte

DFB-Direktor Oliver Bierhoff hatte schon kurz nach dem Vorrunden-Aus der Mannschaft bestritten, dass die Debatte um die Binde eine Ursache war. "Aber glauben Sie wirklich, dass nach drei Spielen, die auf dem Platz stattgefunden haben, dass diese "One Love"-Binde eine so große Rolle gespielt hat", sagte Bierhoff in der ARD. Das Thema werde in der sportlichen Analyse des Scheiterns keine Rolle spielen, auch wenn "die Sache nicht so gelaufen ist".

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